Negative Bewertungen, ade: So funktioniert`s!

Niemand möchte negative Bewertung erhalten. Doch kein Gastgeber ist perfekt. Kein Ferienhaus ist perfekt. Sie als Gastgeber können einiges tun, dass Ihre Gäste nach Abreise keine schlechte Bewertung schreiben. Hier kommen die 10 häufigsten Gründe für eine negative Bewertung bei der Vermietung von privaten Ferienwohnungen und wie Sie diese vermeiden können.

Warum Gäste eine negative Ferienhaus-Bewertung schreiben

Beschwerden in der Vermietung von Ferienwohnungen treten immer dann auf, wenn Realität und Vorstellung des Gastes nicht übereinstimmen. Manch einer reagiert auf ein einzelnes Staubkorn empfindlich. Ein anderer bemängelt eine unbequeme Matratze. Jeder Gast hat unterschiedliche Erwartungen und Empfindungen. Zeichnen Sie im Vorhinein ein klares Bild Ihrer Ferienwohnung, vermeiden Sie böse Überraschungen vor Ort.

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Die einfachste Möglichkeit, Qualität und Funktionalität Ihrer Ferienunterkunft zu überprüfen: Verbringen Sie selbst einen Tag und eine Nacht dort! Ihnen werden bestimmt Dinge auffallen, die Sie noch nachbessern können!

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TOP 10 Beschwerdegründe

1. Mangelnde Sauberkeit des Ferienhauses

Sauber ist nicht sauber genug. Beim Thema Sauberkeit kennen die meisten Gäste kein Pardon! Schmutzige Fenster, dreckiges Geschirr in der Spülmaschine oder ein Grill, der noch die verbrannten Briketts des Vormieters enthält: Wenn die Zeit drängt können diese Bereiche schnell übersehen werden. Beantworten Sie sich die Frage: Schaffe ich es meine Ferienwohnung bei jedem Bettenwechsel gründlich zu reinigen – auch bei schnellem Gästewechsel in der Hochsaison? Können Sie diesen Kraftakt nicht bewältigen, sollten Sie einen Reinigungsservice engagieren und auf eine gründliche Einschulung und Kommunikation achten. Auch Gäste, die behaupten, es müsse nicht alles klinisch sauber sein, um früher einchecken zu können, sind im Nachhinein enttäuscht. Weisen sie Ihre Gäste freundlich darauf hin, dass Sie, auch ihnen zuliebe, nicht von ihren Standards abrücken können und lassen sich genügend Zeit für eine gründliche Reinigung.

Tipp: Eine Checkliste hilft wichtige Punkte abzuarbeiten und zu kontrollieren. Unsere Checkliste zur Reinigung und Desinfektion in Zeiten von Covid-19 können Sie gerne nutzen.

2. Ungenaue oder irreführende Angaben

Ist die Nutzung des Gartens für Gäste nicht gestattet, kommunizieren Sie dies.

Mit Ihren Texten und Bildern möchten Sie Ihre Ferienwohnung verkaufen. Achten Sie aber darauf, bei der Wahrheit zu bleiben. Sonst ist die Enttäuschung bei Ankunft groß. Zeigen Sie auf ihren Bildern nichts, was nicht genutzt werden kann. Fallen für eine Poolnutzung zusätzliche Gebühren an, kommunizieren Sie diese. Bildunterschriften helfen, dem Gast Orientierung zu geben. Bei einem Bild vom Strand sind Angaben zur Entfernung hilfreich. So lassen sich Vorzüge präsentieren, ohne dem Gast zu suggerieren, es handelt sich z.B. um eine Unterkunft mit Meerblick oder das Meer ist in Fussnähe zu erreichen. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Beschreibungen auf Aktualität und Vollständigkeit. Bereits abgegebene Bewertungen liefern wichtige Hinweise. Sie zeigen, welche Vorzüge Ihrer Unterkunft, Gäste besonders zu schätzen wissen.

Tipp: Warum übernehmen Sie nicht auch einmal den Wortlaut aus einer Bewertung für die eigene Beschreibung? Damit schaffen Sie Authentizität. Und Finger weg von gekauften oder selbstverfassten Bewertungen. Gäste haben hier ganz sensible Antennen!

Verletzen Sie nicht die Privatsphäre Ihrer Kunden.

3. Fehlende Privatsphäre

Betreten Sie nicht einfach das Grundstück, wenn es Sie es an Gäste vermietet haben. Drängen Sie sich nicht auf, indem Sie gemeinsame Aktivitäten anbieten. Erwecken Sie nicht den Eindruck, dass Sie Ihre Gäste überwachen. Jeden Gast stört es, wenn ohne vorherige Anmeldung der Gastgeber vor der Tür steht oder sich Zugang zur Wohnung verschafft. Besser: Ein kurzer Anruf, um abzustimmen, wann es passt. Gleiches gilt auch für laute Geräusche: Versuchen Sie Ihre Gäste nicht zu stören, wenn Sie zur gleichen Zeit zu Hause sind. Zu häufiges Nachfragen, ob alles in Ordnung ist, kann ebenfalls schnell als störend empfunden werden.

4. Unausgeschlafene Gäste

Menschen verreisen, weil sie entspannen, dem Alltagsstress entfliehen und neue Eindrücken sammeln möchten. Zerstören Sie diesen Traum nicht, weil Matratzen durchgelegen, Betten hart wie Stein und Lärmpegel unerträglich sind. Guter Schlaf macht gesund, ausgeglichen und glücklich. Eine wohlüberlegte Kombination aus verstellbarem Lattenrost und Matratze können dazu beitragen, dass sich das Bett an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lässt. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende. Investitionen in einen guten Lärm- und Sichtschutz lohnen sich in jedem Fall! Positive Bewertungen, in denen Gäste davon schwärmen, dass sie geschlafen haben wie ein Baby, sind Ihnen damit gewiss.

Tipp: Eine beliebte und einfache Lösung sind zwei dünne Matratzen übereinander oder eine normale Matratze in Kombination mit einer etwas dickeren Matratzenauflage. So lässt sich der Härtegrad entsprechend anpassen, indem man eine Matratze oder Auflage ergänzt oder entfernt. Achten Sie bei Bettwäsche darauf, dass Sie koch- und chlorecht ist, damit selbst hartnäckige Verschmutzungen beseitigt werden können.

5. Ein schlechter Start

Stau auf der Autobahn – und der Gast kommt schon mit schlechter Laune an.

Kilometerlange Staus auf dem Weg zum Urlaubsort, ungenaue Wegbeschreibungen, eine komplizierte Schlüsselübergabe. Es gibt viele Gründe für einen schlechten Start in den wohlverdienten Urlaub. Und dann fehlt nur noch der bekannte Tropfen auf den heißen Stein und jede Kleinigkeit wird zum Beschwerdegrund. Natürlich können auch Sie nicht überfüllte Autobahnen verhindern. Dennoch können Sie Einfluss nehmen. Traditionell ist der Samstag der Tag des „Bettenwechsels“. Doch muss es immer dieser Tag sein? Ihre Feriengäste sind oftmals flexibler als Sie denken. Denn auch sie wissen: Generell stressfreier ist die Anreise sonntags. Statistisch gesehen gibt es dienstags und mittwochs die geringsten Staugefahr. Ebenso dürften mehr Reinigungskräfte an diesen Tagen zur Verfügung stehen. Vermeiden Sie, Ihren Gast quer durch den Ferienort fahren zu lassen, um die Schlüssel für Ihre Ferienwohnung abzuholen. Ein elektronisches Schließsystem mit Zahlencode kann eine Anreise auch zu späterer Zeit vereinfachen. Denken Sie daran, eine genaue Wegbeschreibung vor Anreise dem Gast zu senden und geben Sie Hinweise, wo das Auto geparkt werden kann.

6. Fehlende Grundausstattung

Gut gefüllte Kühlschränke bei Ankunft erwarten die wenigsten Urlauber. Aber gewisse Verbrauchsartikel sollten als Grundausstattung nicht fehlen. Toilettenpapier, eine Auswahl an Reinigungsprodukten und Handtücher sollten vorhanden sein.

Tipp: In der Corona-Zeit weisen Sie den Gast darauf hin, dass Gewürze aus Hygienegründen nicht vorhanden sind. Informieren Sie den Gast, was er noch einkaufen bzw. mitbringen sollte.

7. Eine schlechte Kommunikation

Schlechte Kommunikation führt zu einem mulmigen Bauchgefühl noch vor Anreise.

Wechseln Sie in die Gastperspektive. Die Anreise ist organisiert, Urlaubsvorbereitungen getroffen, die Vorfreude steigt. Doch auch Tage vor der Reisebeginn hat der Gastgeber sich nicht gemeldet. Sie beginnen, sich zu sorgen, zweifeln mitunter an der Seriosität des Anbieters. Achten Sie auf eine reibungslose Kommunikation mit Ihren Gästen und seien Sie erreichbar. Anfahrtsbeschreibung, Check-In Zeiten und natürlich Kontaktdaten sollten Ihren Gästen vorliegen.

Tipp: Wie wäre es z.B. mit einer digitalen Gästemappe, die vom Gast auf seinem Handy installiert werden kann und alle wichtigen Informationen enthält?

8. Unzureichender WLAN Zugang

Das Wichtigste sind die Bedürfnisse Ihrer Ferienhausgäste. Funktionierendes WLAN gehört heutzutage zu einem Grundbedürfnis. Laut Bitkom surfen neun von zehn WLAN-Nutzern mit ihren Mobilgeräten während ihres Urlaubs im Internet. Die meisten Gäste fragen tatsächlich mit als Erstes “Wo finde ich die WLAN-Zugangsdaten?“ Möchten Sie Ihre Gäste wirklich glücklich machen, so achten Sie darauf, dass Sie Informationen zum WLAN- Zugang bei Ankunft bereithalten und das Signal in jedem Raum Ihrer Ferienunterkunft stark genug ist.

Tipp: Warum stellen Sie die WLAN-Zugangsdaten nicht als gerahmtes Bild in der Ferienunterkunft zur Verfügung?

9. Veraltetes oder kaputtes Inventar

Gehen Sie mit der Zeit. Omas Möbel haben ausgedient und eine zeitlose, geschmackvolle Ausstattung ist der Grundstein zum Vermietungserfolg. Achten Sie darauf, dass nichts kaputt ist, damit Ihre Gäste sich wohlfühlen. Ersetzen Sie veraltete Gegenstände und bringen Sie Ihre Technik auf den neuesten Stand. Den Preis, den Sie zahlen, um negative Kundenrezensionen und öffentliche Beschwerden auszubügeln ist sicherlich höher als das Austauschen von kaputten oder abgenutzten Gegenständen.

10. Lange Reaktionszeiten

57% der Reisenden, die online nach einer Ferienwohnung suchen, buchen woanders, erhalten sie innerhalb von 24 Stunden keine Antwort. Schnelligkeit ist aber nicht nur bei der Antwortzeit gefragt. Benötigen Sie zu lange, um (technische) Probleme zu beheben, laufen Sie Gefahr als schlechter Vermieter wahrgenommen zu werden. Dies gilt ebenso für die Rückzahlung der Kaution wie für die Reaktionszeit auf schlechte Bewertungen, wenn diese trotz all Ihrer Bemühungen einmal auftreten sollten.



Wie sind Ihre Erfahrungen bei der Ferienhaus-Vermietung? Welche Tipps haben Sie, um schlechte Bewertungen zu vermeiden? Schreiben Sie gerne einen Kommentar.

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