Poolpflege: Was Sie während der Badesaison beachten sollten

Die heißeste Zeit des Jahres hat begonnen und Glück dem, der einen Pool sein Eigen nennen darf. Damit Ihre Gäste während des Sommerurlaubs den Sprung ins erfrischende Nass richtig genießen können, bedarf es jedoch einer gezielten Poolpflege. Denn: Nur in einen sauberen und gepflegten Pool zieht man sich gerne zur Entspannung zurück und kann buchstäblich ungetrübte Badefreuden genießen.

Mit unseren nachfolgenden Tipps reinigen Sie Ihren Pool schnell und einfach und sorgen für langen Badespaß

Ein gepflegter Pool lädt zum Plantschen ein.

Schon im Vorfeld können Sie einiges für die Poolpflege tun. Bei der Auswahl des richtigen Standortes für das Becken sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser möglichst wenig verschmutzt werden kann. Wählen sie einen Platz weit entfernt von Bäumen, damit möglichst wenig Laub ins Becken fallen kann. Ein etwas erhöhter Rand verhindert, dass der Wind Gras und Blätter ins Wasser weht. Abdeckungen für den Pool schützen neben unerwünschter Verschmutzung und Eintrübung des Wassers auch vor dem Verlust von Wärme über Nacht.

Je wärmer das Wasser während der heißen Tage wird, desto mehr Chancen haben Algen und Bakterien sich zu vermehren. Dies ist auch zu beachten, wenn das Wasser über eine Heizung erwärmt wird.

Des Weiteren empfiehlt es sich, eine Außendusche zum Einsatz zu bringen. So wird sichergestellt, dass die Badegäste erst gar keinen Schmutz in den Pool tragen. Bei der Reinigung spielt der Boden des Pools eine wesentliche Rolle. Er sollte stets von Kalk und anderen Verunreinigungen befreit werden. Gleiches gilt für den Poolrand. Auch dieser sollte regelmäßig von Schmutz befreit werden.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist eine kontinuierliche Wasserpflege notwendig. Denn nur so erhalten Sie wirklich kristallklares Badewasser.

In 5 Schritten zu einem sauberen Pool:

1. pH-Regulierung

Für einen sauberen Pool ist es wichtig, zunächst auf den richtigen pH-Wert des Wassers zu achten. Der pH-Wert sollte zwischen 7,0 bis 7,4 liegen. Sollte der Wert zu niedrig oder zu hoch sein, kommen pH-Senker oder Heber zum Einsatz. Denn weicht der Wert ab, verschlechtert sich die Wasserqualität. Auch viele Pflege- und Desinfektionsmittel wirken nur bei bestimmten pH- Werten. Außerdem kann es zu Hautirritationen oder Augenreizungen kommen. Daher achten Sie bitte darauf, den Wert ein- bis zweimal pro Woche zu überprüfen.

 

Für Familien mit Kindern bietet ein Pool eine willkommene Abkühlung

2. Desinfektion

Erwärmt sich das Poolwasser während der heißen Tage, sammeln sich schnell Bakterien an. Um Bakterien und Keime wirksam zu bekämpfen, sollten Sie dem Wasser regelmäßig Chlor beifügen. Ein Wert zwischen 0,5 und 1,0 Milligramm pro Liter ist ideal. Manchmal ist auch eine St0ßchlorung erforderlich, beispielsweise bei Algenbildung.

Aber Achtung: Bei Chlor gilt es auf die richtige Dosierung zu achten, denn zu viel Chlor verursacht Hautreizungen oder Bindehautentzündungen.

Achten Sie beim Einsatz von chemischen Mitteln stets auf die richtige Dosierung!

Aktivsauerstoff als alternative Methode

Bevorzugen Sie eine schonendere Methode zum Desinfizieren, so empfehlen wir Ihnen Aktivsauerstoff. Dieser ist hautfreundlicher und zudem auch umweltfreundlich. Bei höheren Temperaturen ab 30 Grad verliert Aktivsauerstoff allerdings an Wirkung, in dem Fall greifen Sie lieber auf Chlor zurück.

3. Algenbekämpfung

Leider kann das Badevergnügen auch durch Algen getrübt werden. Gerade im Sommer bilden sich diese schnell. Mit dem richtigen Chlorgehalt und pH-Wert beugen Sie dem Entstehen von Algen bereits wirksam vor.  Darüber hinaus ist der Einsatz von Algiziden unumgänglich.

Sollte die Algenbildung allerdings schon zu weit vorangeschritten sein, sollte der Pool vollständig entleert und gründlich gereinigt werden.

Eine kontinuierliche Reinigung beugt Algenbildung vor.

4. Flockung

Nicht alle Schmutzteilchen können vom Filter erfasst werden. Sammeln diese sich im Wasser an, hat das unschöne Folgen. Hierfür können Flockungsmittel eingesetzt werden, die die kleinen Teilchen binden, damit sie groß genug sind, um vom Filter absorbiert zu werden. Flockungsmittel gibt es als Granulat oder Tabs und werden direkt in den Skimmer gelegt.

5. Filterung

Die Filteranlage ist das Herzstück jedes Pools. Die Auswahl des richtigen Filters muss mit der Poolgröße abgestimmt werden. Der in Deutschland am häufigsten verwendete Filter ist der Sandfilter. Für eine effektive Wasserreinigung sollte die Anlage zwei- bis dreimal täglich angestellt werden. Neun bis zehn Stunden pro Tag reichen bei den meisten Pools aus, um das Wasser gründlich zu filtern. Um eine optimale Leistung zu gewährleisten, sollte der Filter mindestens einmal in der Woche gespült werden. Denn wird der Filter nicht regelmäßig gereinigt, hat das eine verminderte Wasserqualität zur Folge – was wiederum zu einem erhöhten Einsatz von Desinfektionsmitteln führt.

Leider lassen sich nicht alle Fremdkörper mit Filtern beseitigen. Sand oder kleine Steinchen etwa, sinken zu Boden und müssen mit einem Bodensauger abgesaugt werden.

Mit der richtigen Poolpflege sind Badefreuden für Ihre großen und kleinen Gäste garantiert.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Badesaison und weiterhin viel Erfolg beim Vermieten Ihrer Ferienimmobilie.


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Kommentare

  1. Lena

    Danke für diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Thema Poolpflege! Die Desinfektion ist neben der pH-Regulierung ja immer wichtig, um den Pool sauber zu halten. Viele Leute vergessen auch, regelmäßig die Poolfolie zu sanieren. Meine Tante hat sich vor Kurzem erst einen Pool bauen lassen, ich werde ihr jetzt mal diese Seite zeigen.

  2. Laura Heimisch

    In meinem Landhaus haben meine Eltern ein wunderschönes Pool, aber sie beschweren sich die ganze Zeit, dass sie letzten Sommer eine neue Filteranlage gekauft haben, die, ihrer Meinung nach, nicht funktioniert. Wie Sie auch im Artikel sagen, Filter können nicht alles absorbieren. Steinchen und Sand, die sie am Boden sehen, müssen auf eine andere Weise entfernt werden, danke für den Rat.

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