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Hundefreundliche Ferienunterkunft – Was Sie als Vermieter bedenken sollten

Immer mehr Menschen möchten gerne mit ihrem Hund Urlaub machen und die Nachfrage nach hundegerechten Unterkünften steigt seit Jahren ununterbrochen. In vielen Regionen Deutschlands und ganz Europa reicht das Angebot an hundefreundlichen Ferienhäusern und Ferienwohnungen nicht aus, um die hohe Nachfrage zu decken. Besonders in der Hochsaison und den Ferienzeiten sind die angebotenen Unterkünfte schon frühzeitig ausgebucht.

Immer mehr Hundehalter möchten ihren Vierbeiner gerne mit in den Urlaub nehmen.

In Deutschland leben derzeit etwa 5,4 Mio. Hunde in Familien. Die Gruppe der Tierhalter ist gegenüber dem Durchschnitt der Bevölkerung ökonomisch besser gestellt und hat ein höheres Einkommen zur Verfügung. Was Hundehalter besonders interessant macht: 87% von ihnen möchten ihren Urlaub mit Hund und Familie verbringen. Sprechen Sie diese äußerst lukrative Zielgruppe an und präsentieren Sie Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus auf unserem Portal als hundefreundlich.

Damit die Vermietung an Hundehalter und ihre Vierbeiner ohne Probleme verläuft, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengestellt, die Sie dabei beachten sollten.

1. Hundefreundliche Ferienwohnung

In einer für Hunde geeigneten Ferienwohnung sollte auf eine teure Ausstattung verzichtet werden.

Stellen Sie sich vor, ein lebhafter junger Labrador tobt durch Ihre Wohnung.  Was kann passieren? Sie ahnen es. Ein teurer Seidenteppich, die edle Kristallvase und der antike Sekretär könnten beschädigt werden. Auch ein cremefarbenes Ledersofa ist nicht wirklich hundefreundlich. Robuste und nicht zu hochpreisige oder gar antike Möbel sind für eine hundefreundliche Ferienwohnung gefragt. Denn: laut Ansicht von Fachleuten hat die Haftung des Hundehalters genau an dieser Stelle Grenzen, und zwar unter dem Aspekt der Mitverursachung des Schadens (§ 254 BGB). In einer ausdrücklich für Hundehalter beworbenen Ferienwohnung sollten keine wertvollen Teppiche liegen. Es müsste zumindest vor Mietbeginn darauf hingewiesen werden. Darüber hinaus sollten Sie niedrige Beistelltische von zerbrechlichen Gegenständen möglichst freihalten.

2. Sicherung der Außenanlagen

Der Garten sollte eingezäunt sein, um ein „Türmen“ des vierbeinigen Feriengastes zu verhindern.

Ein eingezäuntes Grundstück und erlaubte Gartennutzung sind natürlich ideal für den Urlaub mit Hund. Diese Gartennutzung ist aber nicht so zu verstehen, dass der Vierbeiner den ganzen Garten einmal umgraben oder flächendeckend als Hundeklo benutzen darf! Hundehäufchen sollten vom Halter entfernt werden und Hunde niemals unbeaufsichtigt in Gärten gelassen werden.

Ein Hundezaun sollte für mittelgroße Hunde mindestens 150 cm hoch sein. Freiheitsliebende Hunde könnte auch das eventuell nicht aufhalten – das liegt ganz am Hund. 100% ausbruchsicher ist kein Zaun. Auf der anderen Seite kommt es aber auch nicht nur auf die Höhe, sondern auch auf die Tiefe des Hundezauns an. Nicht jeder Hund wird versuchen, den Zaun mit Springen zu überwinden, sondern auch durch Buddeln.

Falls auf dem Grundstück von Ferienhaus oder Ferienwohnung ein Teich vorhanden ist, sollte dieser am besten ebenfalls eingezäunt werden. Nicht alle Hunde können gut schwimmen. Auch falls Sie einen Pool auf dem Grundstück haben sollten: An erster Stelle steht die Sicherheit. Ein solider Ein- und Ausstieg für Mensch und Tier muss gewährleistet sein. Es kann schon mal vorkommen, dass besonders wasserfreudige Hunde auch alleine in den Pool springen um sich Abkühlung zu verschaffen. Aber: anders als ein gesunder Mensch kommt ein Hund nicht unbedingt über eine Leiter aus dem Pool wieder heraus!

In gemeinsam mit anderen Feriengästen genutzten Bereichen außerhalb der Ferienwohnung oder des Ferienhauses sollten Hunde grundsätzlich angeleint werden.

3. Service für Hundefreunde

Über eine kleine Grundausstattung für den Hund freut sich Ihr Mieter sicherlich.

Informieren Sie sich, welche Regeln in Ihrer Gemeinde am Standort des Ferienhauses oder der Ferienwohnung gelten und stellen Sie Ihren Feriengästen die entsprechenden Broschüren zur Verfügung. Lassen Sie die Mieter Ihrer Ferienwohnung oder Ihres Ferienhauses wissen, wo der Hund in der Nähe frei laufen darf.

Wenn Sie Ihren Feriengästen einen ganz besonderen Service bieten möchten, denken Sie doch über folgende zusätzliche Ausstattung nach:

  • Hundenäpfe für Wasser
  • Kotbeutel
  • Hundebett

Diese lassen sich zu sehr günstigen Preisen anschaffen und niemand erwartet, dass ein orthopädisches Hundebett für mehrere hundert Euro zur Verfügung steht. Ein bis zwei einfache, günstige oder sogar alte waschbare Decken runden die perfekte Ausstattung ab.

4. Hausordnung/Regeln

Klare Regeln sollten im Vorfeld in der Hausordnung kommuniziert werden.

Stellen Sie klare Regeln (z.b in der Hausordnung) für Ihre zweibeinigen und vierbeinigen Mieter auf. Die wichtigsten Regeln für Ihre Feriengäste haben wir hier für Sie aufgelistet:

  • Haben Sie stets ein wachsames Auge auf Ihren Vierbeiner und denken Sie daran: für Ihren Liebling ist diese Ferienwohnung erst einmal neu.
  • Leinen Sie bitte Ihren Hund außerhalb der Räumlichkeiten immer an.
  • Die Nachbarn dürfen durch vermehrtes, fortwährendes Hundegebell nicht gestört werden.
  • Hunde dürfen nicht auf die Sitzmöbel und auch nicht in die Betten.
  • Ball spielen ist ausschließlich im Außenbereich gestattet.
  • Durch den Hund verursachte Verschmutzungen sind durch den Mieter zu entfernen.
  • Bitte richten Sie Futterplätze ausschließlich auf gefliestem Boden ein.
  • Bitte entsorgen Sie die „Hinterlassenschaften“ des Hundes im Außenbereich der Unterkunft umgehend (am besten in einem gut verschlossenen Kotbeutel in die Mülltonne).
  • Die Vermietung an Hundehalter setzt eine gültige Hundehaftpflichtversicherung voraus.
  • Sie als Mieter haften für alle Schäden, die durch den Hund verursacht wurden, in vollem Umfang. Bitte teilen Sie uns durch den Hund verursachte Beschädigungen umgehend mit.

Legen Sie auch fest, welche Anzahl von Vierbeinern in Ihrer Ferienwohnung erlaubt sein soll.

5. Nachbarn

Für ein gutes Nachbarschaftsverhältnis – informieren Sie diese im Vorfeld.

Informieren Sie Ihre Nachbarn über die Tatsache, dass Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus zukünftig auch an Hundehalter vermietet werden kann. Bitten Sie Ihre Nachbarn, Sie bei Problemen sofort anzusprechen.

6. Wer haftet bei Schäden

Da hilft auch kein Hundeblick – für Schäden haftet der Halter!

Das BGB regelt eindeutig: Für Schäden, die ein Hund anderen Menschen oder Tieren oder Gegenständen zufügt, haftet immer der Halter. Und zwar für alle entstandenen Kosten und in unbegrenzter Höhe.

Jeder verantwortungsvolle Hundehalter hat für seinen Hund eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Machen Sie diese zur Bedingung für alle Menschen mit Hunden, die Ihre Ferienwohnung oder Ihr Ferienhaus mieten wollen. Eine Haftpflichtversicherung ist in vielen deutschen Bundesländern sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Eine gute Nachricht: deutlich weniger als 20% der von Hunden verursachten Schäden, die bei den Haftpflichtversicherungen geltend gemacht werden, sind Wohnungsschäden. Die Verletzung von anderen Hunden und auch Menschen kommt weit häufiger vor!

7. Gebühr für Hunde

Für die Vermietung an Hundehalter ist eine angemessene Vergütung vollkommen legitim.

Es ist selbstverständlich völlig legitim, dass Ihre gute Vorbereitung eine hundefreundliche Ferienwohnung bereitzustellen, vergütet wird. Pro Tag und Hund sind bis zu 10 Euro durchaus angemessen.

Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres und Frauchen oder Herrchen haben in den Ferien endlich genügend Zeit für ausgiebige Spaziergänge und zum ausgelassenen Spielen mit ihrem Hund. Das Tier muss sich allerdings an eine ungewohnte Umgebung gewöhnen und reagiert aus diesem Grund unter Umständen in bestimmten Situationen unvorhersehbar.

Die Vermietung von Ferienunterkünften mit Haustieren beruht daher auf einem hohen Maß an Vertrauen.

Schon gewusst? In Kooperation mit DeineTierwelt hat der Deutsche Tourismusverband die erste, bundesweite  Klassifizierung hundegerechter Unterkünfte in Deutschland ins Leben gerufen.

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