Airbnb erhöht auf 15,5 %: Ab dem 13. Oktober 2026 berechnet das Portal den meisten Gastgebern in der EU eine einheitliche Servicegebühr von 15,5 % auf den gesamten Buchungsbetrag, einschließlich Reinigungs- und Zusatzgebühren. Bisher zahlten Gastgeber 3 %, Gäste entrichteten beim Bezahlen zusätzlich 14,1 bis 16,5 %. Dieser Beitrag zeigt, was das für Ihren Umsatz bedeutet und welche drei Schritte jetzt sinnvoll sind.
Was sich am 13. Oktober 2026 ändert
Airbnb stellt von der aufgeteilten Gebühr auf die einheitliche Gastgeber-Servicegebühr um. Laut Airbnb-Hilfeseite zahlen die meisten Gastgeber 15,5 %, die übrigen in der Regel 14 bis 16 %. Die Gästegebühr entfällt im Bezahlvorgang. Als Starttermin für die EU gilt der 13. Oktober 2026, dies betrifft nach Branchenangaben nur neue Reservierungen.
Wer seine Preise nicht anpasst, erhält pro Buchung deutlich weniger ausgezahlt. Wer die Gebühr über den Nachtpreis weitergibt, müsste ihn um rund 18 % anheben, um denselben Betrag zu behalten. Das Ergebnis ist ein höherer Gesamtpreis für den Gast.
Rechenbeispiel: 15.000 € Jahresumsatz
Die folgende Tabelle zeigt, was bei 15.000 € Jahresumsatz (ohne separate Reinigungsgebühr) an Vermittlungskosten anfällt:
| Modell | Berechnung | Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| Airbnb bisher (Gastgeberanteil) | 3 % von 15.000 € | 450 € |
| Airbnb ab 13.10.2026 | 15,5 % von 15.000 € | 2.325 € |
| Ferienhausmiete.de | fester Jahrespreis, keine Provision | 149 € zzgl. MwSt. |
Die Differenz zwischen Airbnb und dem Inserat bei Ferienhausmiete.de beträgt in diesem Beispiel 2.176 € pro Jahr. Die Rechnung ist ein Modell: Sie setzt voraus, dass beide Kanäle denselben Umsatz bringen. Tatsächlich unterscheiden sich Reichweite, Buchungsart und Aufwand. Ihre eigenen Werte können Sie im Gebührenrechner eingeben.
Was Gastgeber jetzt tun können: drei Schritte
1. Gebühren prüfen
Rechnen Sie für jeden Vertriebskanal aus, was er Sie im Jahr kostet. Entscheidend ist der Betrag, der nach allen Gebühren bei Ihnen ankommt, nicht der Nachtpreis. Prüfen Sie dabei, auf welche Bestandteile die Gebühr erhoben wird. Bei Airbnb gilt sie ab dem 13. Oktober auch auf Reinigungs- und Zusatzgebühren.
2. Direktkanal stärken
Je mehr Anfragen Sie ohne Provision erhalten, desto weniger hängt Ihr Ergebnis von Gebührenänderungen einzelner Portale ab. Halten Sie dafür Ihren Belegungskalender aktuell, denn gepflegte Kalender sind die Grundlage für Anfragen zur Hauptbuchungszeit. Weisen Sie bisherige Gäste darauf hin, wo sie Ihre Unterkunft direkt finden. Bei Ferienhausmiete.de zahlen Gäste keine Servicegebühr, sie zahlen den Preis, den Sie festlegen.
3. Bestpreis-Garantie aktivieren
Wenn Sie Ihre Unterkunft bei Ferienhausmiete.de zum günstigsten Preis anbieten, können Sie das im Inserat zusichern. Die Bestpreis-Garantie ist eine Checkbox im Inserat. Mit ihr sichern Sie zu, dass Gäste Ihre Unterkunft nirgendwo günstiger finden, und erstatten bei einem Preisunterschied die Differenz. Die Garantie gibt es seit 2024, aktuell nutzen sie über 3.000 Unterkünfte. Bisher gab es 0 Erstattungsfälle.
Preisparität: Sie dürfen bei uns günstiger sein
Gegenüber Booking.com und Airbnb dürfen Sie Ihre Unterkunft bei Ferienhausmiete.de günstiger anbieten. Preisparitätsklauseln sind in Deutschland seit 2016 untersagt: Das Bundeskartellamt untersagte sie mit Beschluss vom 22.12.2015 (Wirkung ab 01.02.2016), der Bundesgerichtshof bestätigte das am 18.05.2021 (KVR 54/20). Für Booking.com gilt zudem seit dem 14.11.2024 EU-weit ein Paritätsverbot nach Art. 5 Abs. 3 des Digital Markets Act. Sie müssen eine höhere Portalgebühr also nicht zwingend an Ihre Gäste weitergeben.
Achtung bei FeWo-direkt/Vrbo: Dort wird nach Berichten ab dem 29.10.2026 in den neuen AGB Preisgleichheit gegenüber anderen Kanälen verlangt. Prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen, bevor Sie Preise ändern. Eine rechtliche Beratung ersetzt dieser Hinweis nicht.
Ausblick: Vrbo ändert am 29. Oktober 2026
Auch FeWo-direkt/Vrbo stellt nach Branchenmeldungen zum 29. Oktober 2026 um: auf eine einheitliche Provision von 12 % auf Mietpreis und Zusatzgebühren wie Reinigung. Laut Hilfeseite können in Europa bis zu 15 % gelten, hinzu kommen Mehrwertsteuer und bei Pay-per-Booking 3 % Zahlungsabwicklung auf den Gesamtbetrag. Bisher lag die Provision bei 5 bis 8 %. Ob und wie Sie davon betroffen sind, hängt von Ihrem Anbindungsmodell ab.
Fazit
Die Umstellung auf 15,5 % ist für viele Gastgeber kein Grund zur Hektik, wohl aber für eine nüchterne Rechnung. Bei 15.000 € Jahresumsatz stehen 2.325 € Airbnb-Gebühr 149 € Jahrespreis bei Ferienhausmiete.de gegenüber. Prüfen Sie Ihre Kosten, stärken Sie den Direktkanal und aktivieren Sie die Bestpreis-Garantie. Mehr zum Vergleich der Vermietungsportale lesen Sie im Portalvergleich für die Vermietung von Ferienwohnungen. Ihr Inserat können Sie direkt hier bestellen.
Stand: 09.10.2026. Gebührenmodelle der Anbieter können sich ändern, Angaben ohne Gewähr. Quellen: Airbnb-Hilfeseite „Servicegebühren“ (airbnb.de/help/article/1857), Vrbo-Hilfeseite „How is the booking fee calculated“ (abgerufen 05.10.2026).