Buchungslücken erfolgreich schließen

Saisonale Nachfrageschwankungen, Großveranstaltungen wie die bevorstehende Fußball-WM, unvorhersehbare Ereignisse und höhere Gewalt: Die Gründe für Stornierungen und Buchungslücken in den Belegungskalendern können vielfältig sein. Eine gute Auslastung der eigenen Ferienwohnung oder des eigenen Ferienhauses ist jedoch eine wichtige Voraussetzung, um die gewünschte Rendite zu erzielen. Eine weit verbreitende Maßnahme unter Gastgebern sind Rabatte und Last-Minute Angebote, mit denen die Nachfrage angekurbelt werden soll. Wir möchten Ihnen aufzeigen, mit welchen weiteren Maßnahmen Sie Buchungslücken nicht um jeden Preis, sondern erfolgreich und für Sie gewinnbringend schließen können.

Behalten Sie stets Ihre Rendite im Blick!

Regelmäßige Aktualisierung der Inserate

Aktualisieren Sie Ihr Inserat regelmäßig und passen Sie Ihre Bilder und Beschreibungen an die verschiedenen Saisonzeiten und Gästegruppen des Jahres an. Sind Sie in den Sommermonaten bereits im Mai oder schon früher fast komplett ausgebucht? Dann sollten Sie in Ihren Inseratstexten bereits zu diesem Zeitpunkt auf die Vorzüge im Herbst und Winter hinweisen und Ihre Gästegruppen zu dieser Jahreszeit ansprechen.
Benutzen Sie Ihren Kalender und aktualisieren Sie ihn regelmäßig. Gerade wenn Sie kurzfristig Buchungslücken schließen und den Last-Minute Urlauber ansprechen möchten, ist ein aktualisiertes Datum unterhalb des Kalenders ein entscheidendes Anfragekriterium. Denn schließlich drängt die Zeit und der Last-Minute Urlauber möchte schnell fündig werden.

Mit individuellen Angeboten neue Zielgruppen ansprechen

Sie können Ihr Feriendomizil schon mit wenig Aufwand vom Wettbewerb abheben und auch Zielgruppen ansprechen, die Sie bisher weniger berücksichtigt haben. Wenn Sie sich dabei an aktuellen Trends orientieren, finden Sie auch in nachfrageschwachen Perioden oder bei Stornierungen schnell Interessenten für Ihre Ferienimmobilie. Zusatzangebote wie Brötchen- oder Einkaufsservice oder ein Fahrrad-Verleih wirken positiv auf die Nachfrage. Bieten Sie zum Beispiel zusammen mit dem örtlichen Fahrradverleih einen Bring- und Holservice an und werben in der Kurzbeschreibung wie folgt: „Großzügiges Ferienhaus mit Fahrradservice für Gruppen“.

Anfragen zeitnah beantworten

Gerade wenn es darum geht, kurzfristige Buchungslücken zu schließen gilt: Wer zu spät antwortet, hat oftmals das Nachsehen. Beantworten Sie Fragen Ihrer Gäste zeitnah. Überprüfen Sie so oft wie möglich, ob Emails eingegangen sind – wenigstens einmal am Tag oder aktivieren Sie unseren kostenlosen SMS-Service. Denken Sie auch daran, Ihren Spam-Filter regelmäßig zu kontrollieren. So können Sie sicherstellen, dass keine Anfragen in Ihrem virtuellen Papierkorb landen. Im Zweifelsfall greifen Sie zum Telefon, um unkompliziert direkt mit dem Urlauber alle wichtigen Details zur kurzfristigen Buchung zu besprechen.

Mit Events vor Ort und in der Umgebung werben

Haben Sie aktuelle Veranstaltungen und Festivitäten in Ihrer Umgebung stets im Blick. Passen Veranstaltungen zu vorhandenen Lücken in Ihrem Belegungskalender? Dann weisen Sie auf jeden Fall in Ihrem Inserat daraufhin. Möchten Sie insbesondere die „Best Ager“ ansprechen, vermeiden Sie das Wort Senioren und werben eher mit kulturellen Veranstaltungen wie Opern und Sonderausstellungen etc.

Insbesondere Kurzurlauber können Sie mit Events vor Ort und kulturellen Veranstaltungen locken.

Kurzurlauber ansprechen

Der Trend geht immer mehr zu kurzen Urlauben im Jahr. Durchschnittlich hat die deutsche Bevölkerung laut Reiseanalyse 2018 der FUR 2,39 Kurzurlaubsreisen (mit einer Dauer von 2-4 Tagen) pro Person im vergangenen Jahr unternommen. Daher zeigen Sie sich, gerade bei Buchungslücken, offen für kurze Aufenthaltszeiten und flexibel bei An- und Abreisetagen. In der Regel buchen Kurzurlauber 2, 3 oder 4 Nächte. Die Urlauber werden aber bestimmt nicht anfragen, wenn Sie im Inserat ein Mindestaufenthalt von z. B. 7 Nächten sehen. Kurzurlauber sind oftmals auch flexibler als gedacht. Passt der angefragte Zeitraum z. B. nicht in Ihren Belegungskalender, bieten Sie doch einfach einen anderen An- und Abreisetag an.

Den optimalen Vermietungspreis finden

Ganz gleich, auf welche (neue) Zielgruppe Sie sich einstellen, ob bei lang- oder kurzfristigen Anfragen: Beschäftigen Sie sich intensiv mit der Preisfindung für Ihr Feriendomizil. Dabei müssen Sie sowohl die Auslastung als auch den Mietpreis berücksichtigen. Passen Sie Ihre Preise an saisonalen Besonderheiten und Nachfrageschwankungen an, um ein optimales Renditeergebnis zu erzielen.

Auf der einen Seite dürfen Sie Ihre Gäste nicht durch zu hohe Preise verschrecken, so dass Sie bei der Konkurrenz buchen und Ihre Auslastung darunter leidet. Auf der anderen Seite sollten Ihnen keine potenziellen Umsätze verloren gehen, weil Sie die Preise zu niedrig angesetzt haben. Auf keinen Fall sollte ein zu geringer Mietpreis dazu führen, dass eine Vermietung für Sie zum Minusgeschäft wird und Sie Ihre Kosten nicht mehr decken können.

Die folgenden Punkte sollten Sie dabei immer im Blick haben:

• Wie viel müssen Sie im Jahr mindestens einnehmen, um Ihre laufenden Kosten (fixe und variable Kosten) zu decken? Berechnen Sie zu Beginn einer jeweiligen Buchungssaison Ihre Gewinnschwelle. So können Sie flexibel und schnell reagieren, falls sich ein Rabatt als nötig erweist.
• Welche Preise verlangt die Konkurrenz in der Nähe für vergleichbare Objekte? Sie sollten mit Ihren Mietpreisen bei ähnlichem Leistungsverhältnis nicht allzu sehr vom Durchschnitt abweichen.
• Wie gut ist Ihre Auslastung bei den veranschlagten Preisen?
• Bei welchen Preisen haben Sie in der Vergangenheit die höchsten Einnahmen erzielt?

Oftmals wird dabei der folgende Fehler begangen: In der Hochsaison wird zu günstig und in der Nebensaison zu teuer vermietet, bedeutet die Preisspanne im Jahresverlauf ist zu gering.
Wer etwa in der Hochsaison 130 Euro und in der Nebensaison 90 Euro pro Tag festgelegt hat, sollte lieber im Sommer 190 Euro und nur 50 Euro im Winter berechnen. Das ist gut für die Auslastung und erhöht letztendlich die Rendite.

 

Kennen Sie Ihre Gewinnschwelle?

Profitipp: dynamische Preisgestaltung

Mit einer dynamischen Preisgestaltung können Sie vor allem kurzfristige Buchungslücken überwinden und sogar Gewinne optimieren, indem Sie Ihren Preis dynamisch an Nachfrage und Angebot anpassen. Dieses Verfahren der dynamischen Preisgestaltung, auch Revenue Management genannt, kommt in der Hotellerie bereits seit Jahren erfolgreich zum Einsatz. Warum sollten nicht auch Sie davon profitieren?

Hieraus ergeben sich für Sie die folgenden Handlungsempfehlungen bei Buchungslücken:

  • Senken Sie den Preis Ihrer Ferienwohnung, wenn sich die Buchungslücke eher in einem buchungsschwachen Zeitraum befindet und zu Ihrem festgelegten Preis in der Vergangenheit eher weniger Anfragen eingegangen sind. In diesem Fall sollten Sie Ihren ursprünglichen Preis senken und einen Last-Minute-Rabatt gewähren.
  • Handelt es sich um einen buchungsstarken Zeitraum und haben Sie auch schon viele Buchungen im nächstgelegenen Zeitraum, dann ist eine Preissenkung aufgrund von einer kurzfristig entstandenen Buchungslücke nicht notwendig, um diese zu schließen. Ganz im Gegenteil!
  • Wenn Sie sich für diesen Zeitraum vor Anfragen in der Vergangenheit kaum retten konnten, sollten sie überlegen, ob Sie Ihr Feriendomizil nicht unter Wert vermarktet haben. Sollten Sie merken, dass der Preis zu niedrig angesetzt wurde, können Sie diesen auch erhöhen. Dann profitieren Sie auch noch von höheren Gewinnen aufgrund von kurzfristigen Buchungslücken durch Stornierungen.

 

Bei aller Konkurrenz: Nachbarschaftshilfe ist immer hilfreich!

Mit Vermietern aus der Nachbarschaft zusammenarbeiten

Ein gutes Verhältnis zu Ihren Mitbewerbern in unmittelbarer Nachbarschaft kann manchmal hilfreich sein. Sie sind zwar unmittelbarer Wettbewerb, aber falls Sie eine Buchungsanfrage nicht positiv beantworten können, hat Ihr Nachbar vielleicht noch den Zeitraum frei. Ihr Nachbar wird sich bestimmt bei der nächsten Gelegenheit revanchieren.

Den eigenen Urlaub nicht vergessen

Eigentümer kommen immer seltener in den Genuss, im eigenen Domizil Urlaub zu machen. Vielleicht nutzen Sie Buchungslücken und gönnen sich selbst ein paar erholsame Tage in Ihrem Feriendomizil. Sie haben es sich verdient!

Gönnen Sie sich auch mal wieder einen Urlaub in Ihrem eigenen Feriendomizil!

Altbewährtes beibehalten

Und denken Sie immer daran, auch wenn heute vieles anders, für manche auch komplizierter als früher sein mag: Behalten Sie auch immer Altbewährtes bei und konzentrieren sich auf Ihre persönlichen Stärken. Das „Zimmer frei“-Schild vor die Türe hängen, kann auch heute noch sinnvoll sein und eine besondere Zielgruppe der kurzentschlossenen Abenteurer und Entdecker ansprechen oder den zufällig gestrandeten Touristen ansprechen.

Vergessen Sie Ihre „Offline-Werbung“ nicht!

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Sicher werden Sie nicht alle Tipps für Ihre Ferienimmobilie nutzen können. Doch mit Einsatz und kreativen Ideen lassen sich bestimmt zusätzliche Interessenten für Ihr Objekt finden.

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Kommentare

  1. Peter Pietsch

    Sie schreiben:
    Ein gutes Verhältnis zu Ihren Mitbewerbern in unmittelbarer Nachbarschaft kann manchmal hilfreich sein. Sie sind zwar unmittelbarer Wettbewerb, aber falls Sie eine Buchungsanfrage nicht positiv beantworten können, hat Ihr Nachbar vielleicht noch den Zeitraum frei. Ihr Nachbar wird sich bestimmt bei der nächsten Gelegenheit revanchieren.
    Frage: wie soll mich die Anfrage erreichen, wenn ich meinen Buchungskalender Pflege? Wer fragt einen reservierte Zeitraum denn an?

    • Marketingteam

      Lieber Herr Pietsch,

      danke für Ihre Frage. Auch wenn man den eigenen Buchungskalender pflegt, kann es passieren, dass man eine zweite Anfrage für den gleichen Zeitraum bekommt, bevor die erste abgeschlossen und in dem Buchungskalender entsprechend markiert wurde.

      Herzliche Grüße,
      Ihr Team von Ferienhausmiete.de

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