Airbnb ändert ab dem 20. November 2026, was Gastgeber von ihren Gästen verlangen dürfen. Betroffen sind Check-out-Aufgaben, Hausregeln, Mietverträge und die Abfrage persönlicher Daten wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.
Die Ankündigung kam Ende Oktober und hat in Gastgeber-Foren, Facebook-Gruppen und auf Instagram eine lebhafte Debatte ausgelöst. Viele Gastgeber fragen sich: Wie viel Kontrolle habe ich über meine eigene Unterkunft noch?
In diesem Artikel erfahren Sie, was sich genau ändert, was das für Ihre Vermietung bedeutet und warum Direktbuchungen gerade jetzt an Bedeutung gewinnen.
Die neuen Airbnb-Regeln im Überblick
Airbnb hat zwei Richtlinien neu gefasst: eine zu angemessenen Hausregeln und Bitten an Gäste sowie eine zu Verträgen und weiteren Anforderungen, die Gastgeber stellen dürfen. Sie gelten für alle Buchungen, die am oder nach dem 20. November 2026 eingehen. Entscheidend ist also das Buchungsdatum, nicht das Reisedatum.
| Bereich | Was ab 20.11.2026 gilt |
|---|---|
| Check-out-Aufgaben | Keine Aufgaben mehr, die viel Zeit oder Mühe kosten oder typischerweise eine Reinigungskraft erledigt: Betten abziehen, Geschirr spülen und einräumen, Müll aus dem Haus bringen. Erlaubt bleiben leichte Bitten, etwa Geschirr in die Spüle stellen, benutzte Handtücher sammeln oder Müll trennen. |
| Hausregeln | Alle Regeln müssen vor der Buchung im dafür vorgesehenen Bereich des Inserats stehen. Neue Regeln per Nachricht, per Schild in der Unterkunft oder vor Ort sind nicht mehr erlaubt. |
| Strafen und Bußgelder | Gastgeber dürfen Gästen keine Strafen oder Bußgelder auferlegen. Schäden laufen über AirCover. |
| Persönliche Daten | Telefonnummer, E-Mail, Wohnadresse, Ausweiskopien, Kreditkartendaten oder Bonitätsauskünfte dürfen während Buchung und Aufenthalt grundsätzlich nicht abgefragt werden. Ein Ausweis darf beim Check-in angesehen, aber nicht kopiert werden. |
| Eigene Mietverträge | Nur noch in Ausnahmen: wenn gesetzlich oder durch Eigentümergemeinschaft vorgeschrieben, für optionale Extras, bei Aufenthalten ab 28 Nächten oder bei Airbnb-Luxe-Unterkünften. |
| Kaution | Die meisten Gastgeber dürfen keine Kaution und keine Kreditkarten-Vorautorisierung verlangen, mit wenigen Ausnahmen. |
| Apps und WLAN-Portale | Keine Pflicht-Apps für den Zugang ohne Alternative, keine WLAN-Portale, die E-Mail-Adressen abfragen. |
Wer gegen die Regeln verstößt, riskiert laut Airbnb Hinweise und Warnungen, einen sichtbaren Vermerk im Inserat, schlechtere Platzierung in der Suche und bei wiederholten Verstößen die Sperrung von Inseraten oder Konten.
Airbnb gibt seinen Gastgebern dazu einen einfachen Rat: Versetzen Sie sich in Ihre Gäste und überlegen Sie, was Sie selbst als unangemessen empfinden würden.
Was das konkret für Gastgeber bedeutet
Die Regeln klingen gästefreundlich. Für Gastgeber verschieben sie aber Kosten, Aufwand und Verantwortung. Vier Punkte sind im Alltag besonders spürbar.
1. Mehr Reinigungsaufwand, höhere Kosten. Wenn Gäste Betten nicht mehr abziehen und Geschirr nicht mehr spülen müssen, übernimmt das Ihr Reinigungsteam oder Sie selbst. Das kostet Zeit und Geld pro Wechsel. Viele Gastgeber werden ihre Reinigungspauschale anpassen müssen, die bei Airbnb im angezeigten Gesamtpreis enthalten sein muss.
2. Hausregeln müssen vorher vollständig sein. Das bewährte Hausregel-Schild im Flur oder die freundliche Erinnerung per Nachricht kurz vor Anreise zählt nicht mehr als Regel. Was nicht vor der Buchung im Inserat steht, können Sie bei Airbnb nicht einfordern.
3. Kein eigener Mietvertrag, keine Kaution. Für die meisten kurzen Aufenthalte entfällt der eigene Mietvertrag. Eine Kaution ist in der Regel nicht erlaubt. Bei Schäden sind Sie auf das Verfahren von Airbnb angewiesen.
4. Weniger direkter Draht zum Gast. Telefonnummer und E-Mail-Adresse dürfen Sie grundsätzlich nicht erfragen. Die gesamte Kommunikation läuft über Airbnb. Damit bleibt auch die Kundenbeziehung bei der Plattform und nicht bei Ihnen.
Wichtig für Gastgeber in Deutschland: Wo das Gesetz oder Ihre Gemeinde bestimmte Gastdaten vorschreibt, etwa für Melde- oder Kurtaxe-Pflichten, erlaubt Airbnb die Abfrage weiterhin. Sie müssen den Grund aber vorab im Inserat nennen und dürfen nicht mehr Daten erheben, als die Vorschrift verlangt.
Zum Stichtag: Prüfen Sie Ihre Airbnb-Inserate vor dem 20. November. Hausregeln, Check-out-Hinweise, Willkommensmappe und automatische Nachrichten sollten zu den neuen Regeln passen.
Nicht die erste Änderung in diesem Jahr
Die neuen Hausregeln kommen kurz nach einer anderen großen Umstellung. 2026 hat Airbnb das Gebührenmodell schrittweise auf eine reine Gastgebergebühr umgestellt. Statt rund 3 % für Gastgeber plus einer separaten Gästegebühr zahlen Gastgeber jetzt für die meisten Unterkünfte rund 15,5 % Provision. Für Gastgeber in Deutschland galt die Umstellung ab Juni 2026, für die letzten Gastgeber im Europäischen Wirtschaftsraum ab 13. Oktober 2026.
Zusammen zeigen beide Änderungen ein Muster: Die Plattform legt die Bedingungen fest, und Gastgeber passen sich an. Das ist kein Vorwurf, sondern das Geschäftsmodell großer Buchungsportale. Wer ausschließlich über ein Portal vermietet, ist von jeder dieser Entscheidungen direkt betroffen.
Plattformen setzen ihre eigenen Regeln. Gastgeber, die sich breiter aufstellen, trifft jede einzelne Änderung weniger hart.
Warum Direktbuchungen jetzt wichtiger werden
Direktbuchungen machen Sie unabhängiger von den Entscheidungen einzelner Portale. Das zeigt sich an fünf Punkten.
- Ihre Regeln gelten. Sie legen Hausregeln, Check-out-Ablauf, Stornobedingungen und Kaution selbst fest.
- Ihr Mietvertrag. Bei einer direkten Buchung schließen Sie den Vertrag mit Ihrem Gast, so wie Sie es für richtig halten.
- Direkter Kontakt. Sie sprechen schon vor der Buchung mit Ihren Gästen und klären Fragen persönlich.
- Ihre Stammgäste. Wer einmal direkt gebucht hat, kann beim nächsten Mal wieder direkt bei Ihnen buchen.
- Mehr vom Umsatz. Ohne Buchungsprovision bleibt der volle Mietpreis bei Ihnen.
Das heißt nicht, dass Sie Airbnb verlassen müssen. Viele Gastgeber nutzen große Portale für Reichweite und bauen parallel einen zweiten, direkten Kanal auf. Je größer dieser direkte Anteil, desto weniger treffen Sie künftige Regeländerungen.
So unterstützt Sie Ferienhausmiete.de
Ferienhausmiete.de ist seit 2004 auf Direktvermietung ausgerichtet. Gäste stellen ihre Anfrage direkt bei Ihnen, und Sie entscheiden über Bedingungen, Vertrag und Zahlung. Genau die Punkte, die Airbnb jetzt einschränkt, liegen bei uns in Ihrer Hand.
| Thema | Airbnb ab 20.11.2026 | Ferienhausmiete.de |
|---|---|---|
| Hausregeln | Nur vorab im Inserat, keine Ergänzungen per Nachricht | Sie bestimmen Ihre Mietbedingungen selbst |
| Mietvertrag | Nur in Ausnahmefällen | Eigener Vertrag möglich, auf Wunsch mit unserem Mietvertrag-Generator |
| Kaution | In der Regel nicht erlaubt | Sie legen fest, ob und in welcher Höhe |
| Kontakt zum Gast | Nur über Airbnb, keine Telefonnummer oder E-Mail | Direkter Kontakt schon vor der Buchung |
| Kosten | Rund 15,5 % Provision pro Buchung | Keine Buchungsprovision, feste Jahresgebühr für das Inserat |
| Gästegebühren | In den Preis eingerechnet | Keine Servicegebühren für Gäste |
Dazu kommen Werkzeuge, die Ihre Direktvermietung stärken:
- Belegungskalender zum Einbinden auf Ihrer eigenen Website
- Eigene Website für Ihre Unterkunft, erstellt mit unserem Website Builder
- Google Ferienunterkünfte: Ihr Inserat erscheint zusätzlich in der Google-Suche
- Bewertungseinladungen, mit denen Sie nach dem Aufenthalt Bewertungen Ihrer Gäste sammeln
Über 16.000 Gastgeber vermieten bereits provisionsfrei über Ferienhausmiete.de. Jetzt Inserat erstellen (Link auf Bestellformular anpassen)
Checkliste: Das sollten Sie jetzt tun
- Airbnb-Hausregeln prüfen und vor dem 20. November vollständig im dafür vorgesehenen Bereich hinterlegen
- Check-out-Hinweise kürzen: nur noch leichte Bitten wie Geschirr in die Spüle oder Handtücher sammeln
- Schilder, Willkommensmappe und automatische Nachrichten an die neuen Regeln anpassen
- Reinigungspauschale neu kalkulieren, wenn Ihr Team künftig mehr übernimmt
- Gesetzliche Pflichten zu Gastdaten (Meldeschein, Kurtaxe) im Inserat begründen
- Einen direkten Buchungskanal aufbauen, zum Beispiel mit einem Inserat auf Ferienhausmiete.de
- Frühere Direktgäste aktiv ansprechen und auf Ihre direkte Buchungsmöglichkeit hinweisen
Häufige Fragen
Ab wann gelten die neuen Airbnb-Regeln? Für alle Buchungen, die am oder nach dem 20. November 2026 eingehen. Buchungen von vor diesem Datum laufen nach den bisherigen Regeln, auch wenn der Aufenthalt später ist.
Welche Check-out-Aufgaben sind bei Airbnb noch erlaubt? Leichte Bitten wie Geschirr in die Spüle stellen, benutzte Handtücher sammeln oder Müll trennen. Nicht mehr erlaubt sind Betten abziehen, Geschirr spülen und einräumen oder Müll aus dem Haus bringen.
Darf ich bei Airbnb noch einen eigenen Mietvertrag verwenden? Nur in Ausnahmen: wenn Gesetz oder Eigentümergemeinschaft ihn vorschreiben, für optionale Extras, bei Aufenthalten ab 28 Nächten oder bei Airbnb-Luxe-Unterkünften.
Darf ich Gäste noch nach Telefonnummer oder E-Mail fragen? Grundsätzlich nein. Ausnahmen gelten nur, wenn ein Gesetz oder eine dokumentierte Regel der Eigentümergemeinschaft das verlangt. Den Grund müssen Sie vorab im Inserat nennen.
Gelten diese Einschränkungen auch auf Ferienhausmiete.de? Nein. Auf Ferienhausmiete.de stehen Sie direkt mit Ihren Gästen in Kontakt und legen Mietbedingungen, Vertrag und Kaution selbst fest. Beachten Sie dabei wie immer die gesetzlichen Vorgaben, etwa zum Datenschutz.
Muss ich Airbnb jetzt verlassen? Nein. Sinnvoll ist ein zweites Standbein mit Direktbuchungen, damit Sie weniger von den Regeln eines einzelnen Portals abhängen.
Quellen
- Airbnb Hilfe-Center: Angemessene Hausregeln und Bitten
- Airbnb Hilfe-Center: Begrenzung von Verträgen und weiteren Anforderungen durch Gastgeber
- Airbnb Hilfe-Center: Transparenz bei Preisen und Zahlungen (Kaution)
- AP/NY1: Bericht zur Ankündigung der neuen Check-out-Regeln, 22.10.2026
- Rental Scale-Up: Überblick zu den neuen Airbnb-Hausregeln
- Rental Scale-Up: Überblick zur neuen Airbnb-Gastgebergebühr
Hinweis: Die Fakten stammen aus den Airbnb-Hilfeartikeln mit Stand 6.11.2026. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.