Gastgebermagazin

Ferienwohnung auf Instagram vermarkten

Inhaltsverzeichnis

Mein heutiger Gast ist Caroline Petersen von fewo-coaching.de. Caro und ich haben uns auf der diesjährigen DOMIZIL Husum kennengelernt. Dort haben wir uns u.a. zum Thema: „Der eigene Instagram-Account für die Ferienwohnung“ ausgetauscht und gleich beschlossen das Thema in unserer Interviewreihe: Ferienhausmiete.de fragt – Vermietungsexperten antworten zu vertiefen.

Liebe Caro, schön, dass wir so schnell einen Termin für das Gespräch gefunden haben. (auch wenn ich eine halbe Stunde zu spät dran war und du warten musstest. Ab er als echte Instagram-Expertin hast du die Zeit ja gleich genutzt und eine Story gemacht. 😊)

Über FeWo Coaching

Stell dich gerne einmal kurz vor und dann lass uns direkt in die Welt von Instagram eintauchen und herausfinden, wie eine erfolgreiche Ferienhaus-Vermarktung auf Instagram funktionieren kann.


MOIN, mein Name ist Caroline Petersen und ich bin Gründerin von Fewo Coaching. In der Social Media Welt duzt man sich üblicherweise, daher reicht Caro absolut aus. Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich hier zu sein. Was mache ich? Ich unterstütze angehende und fortgeschrittene Fewo-Vermieter in verschiedenen Bereichen, wie z.B. der Vermarktung ihrer Ferienimmobilie auf Instagram. Meine Beratung ist überwiegend virtuell und richtet sich an deutschsprachige Vermieter, egal ob sie in Deutschland leben oder im europäischen Ausland.

Instagram und die Reisebranche

Nur wenige Branchen sind besser für Instagram geeignet als die Reisebranche. Warum ist dies eigentlich so?

Instagram ist perfekt, um Emotionen zu wecken. Über Storys, Beiträge und Reels bekommt der Gast sofort das Gefühl, LIVE dabei zu sein. Wünsche und Sehnsüchte nach Urlaub kommen auf. Genau dort möchte man sein und seine schönste Zeit des Jahres – seinen Urlaub – mit seinen Lieben verbringen. Das schafft kein Portal und auch selten eine Webseite. Daher ist Instagram die perfekte Ergänzung für Gastgeber, um Gäste zu gewinnen und Stammgäste über Neuigkeiten zu informieren.
         
Ausserdem entwickelt sich Instagram immer mehr zu einer Suchmaschine. Wie die Grafik zeigt, lassen sich viele Menschen durch Social Media für ihren nächsten Urlaub inspirieren.

Quelle: Bitkom

FeWo-Vermarktung über Instagram

Was unterscheidet die Vermarktung über Instagram von anderen Kanälen beispielsweise die Vermietung über Portale, die eigenen Webseite oder auch die Destination (Tourismus-Info)?


Es ist eine viel persönlichere Vermarktung der Ferienimmobilie, da in der Regel der oder die Vermieterin die Beiträge und Storys selber erstellt. Viele Gastgeber stecken sehr viel Herzblut in ihren Account und das spürt man. Als Follower hat man manchmal das Gefühl „live“ dabei zu sein. Es gibt teilweise private Einblicke in den Alltag eines Vermieters, aber auch einen ganz persönlichen Geheimtipp für ein Restaurant. Schön, wenn sich die Gastgeber auch in einer Story oder einem Beitrag kurz vorstellen. Das macht das ganze noch etwas persönlicher. So weiß man als Gast, wer sein Gastgeber für den nächsten Urlaub sein könnte.

Es gibt aus meiner Sicht aber noch einen ganz großen Vorteil. Der Gastgeber kann sofort in Kontakt mit seinem potentiellen Gast treten, wenn er z.B. jeden neuen Follower mit einer direkten Nachricht begrüßt. So wird eine erste Bindung aufgebaut und es können Fragen geklärt werden. Das ist der erste Schritt in Richtung einer Buchung, denn es gibt ja Gründe, warum der Follower den Instagram Account abonniert hat. Vermutlich möchte er dort mal Urlaub machen.

Mal eben so einen Instagram Account erstellt und schon kommt die Reichweite und die Anfragen von allein – das funktioniert ja leider nicht. Ist Instagram grundsätzlich für jeden Gastgeber interessant? Oder anders gefragt: Worüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man auf Instagram startet?

Instagram ist aus meiner Sicht wirklich für jeden Gastgeber interessant, der neue Zielgruppen für seine Ferienimmobilie gewinnen will, aber auch seine Stammgäste über Neuigkeiten informieren möchte. Da spielt das Alter aus meiner Sicht auch keine Rolle. Ich selber habe erst mit Anfang 50 einen Instagram Account für meine Ferienimmobilie angelegt. Es ist aber nicht mit dem Anlegen des Accounts getan. Jeder Gastgeber sollte sich im Klaren sein, das Instagram zeitintensiv ist. Es reicht nicht aus, ab und zu mal einen Beitrag zu posten. Kontinuität ist eines der größten Schlüssel zum Erfolg auf Instagram.

Wenn ich durch meinen persönlichen Account scrolle, „konsumiere“ ich auf Instagram schöne Dinge, Bilder oder Stories, die mich zum Träumen bringen, aber eben auch authentische Erlebnisse. Den Alltag mit all seinen Facetten eben. Kurz um: Ein zentraler Punkt für den Erfolg in den sozialen Medien stellt aus meiner Sicht die Authentizität des Accounts dar. Wie komme ich als Gastgeber dahin?

Es reicht leider nicht mehr aus, nur schöne Bilder und Videos seiner Ferienimmobilie und der Umgebung zu teilen. Viel mehr geht es um die Geschichten dahinter. Wer sind die Gastgeber? Was passiert hinter den Kulissen? Was geht schief? Was gibt es Neues? Besonders über die Story kann der Gastgeber Nähe zu seinen Followern aufbauen. Daher empfehle ich auch immer allen Gastgebern, besonders denen, die vor Ort wohnen, sich vorzustellen. Bei allen seinen Aktivitäten sollte man aber immer im Hinterkopf behalten, was könnte einen Gast interessieren. Mein Tipp: maximal 10 % Privates teilen und 90% sollten sich um die Ferienimmobilie, Ausflugstipps, etc. drehen.

Reichweite aufbauen

Jetzt gibt es viele unterschiedliche Funktionen und Formate auf Instagram. Beiträge, Storys, Guides, Reels…. Der Algorithmus ändert sich schnell. Was heute noch viel Reichweite bringt, kann morgen schon ganz anders sein? Wie ist hier deine Erfahrung?

Instagram ist extrem schnelllebig. Früher konnte man als Gastgeber mit schönen Fotos punkten. Jetzt spielen Reels eine immer größere Rolle. Zur Erklärung: Reels sind kurze Videos, die in der Regel mit einer Musik unterlegt sind. Reels sind sehr gut, um Reichweite für seinen Account zu bekommen und so auf sich aufmerksam zu machen. Meiner Meinung nach sollte es auf dem Account einen guten Mix an Formaten geben. Damit macht man als Gastgeber nichts verkehrt. Ein Format komplett ausschließen würde ich nicht empfehlen. Sobald es neue Funktionen gibt, diese ruhig ausprobieren. Das wird von Instagram bzw. dem Algorithmus in der Regel positiv bewertet.

Hand auf´s Herz: Wie viel Zeit muss ich denn als Gastgeber in der Woche für Instagram einplanen, um auch sichtbare Erfolge zu haben. Und wie schaffe ich es am Ball zu bleiben?

Auch bei Instagram gilt: Planung ist das halbe Leben. Meine Empfehlung: Am Anfang ruhig ein paar mehr Beiträge teilen, damit der Account nicht so leer ist. Danach empfehle ich ca. 1 – 3 mal pro Woche einen Beitrag, auch Post genannt, zu veröffentlichen. Pro Beitrag kalkuliere ich ca. 30 Minuten für die Erstellung plus ca. 30 Minuten für die Interaktionen rund um den Beitrag (Beantwortung von Kommentaren, etc.).
Um es sich ein wenig einfacher zu machen, sollte man die Beiträge vorbereiten. Dazu nutze ich eine Ideensammlung an einem zentralen Ort. Das kann ein Blatt Papier sein, die Notizseiten im Handy oder ein Online Projektplaner. Dort plant man seine Beiträge vor und kopiert den Text in Instagram zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Es gibt aber auch Tools, die komplett die Beiträge automatisiert veröffentlichen, wenn man mal verhindert ist. Auch bei Reels gibt es mittlerweile diverse Tricks, um schnell zu einem tollen Ergebnis zu kommen. Was früher mindestens 15 Minuten und länger gedauert hat, geht jetzt in wenigen Minuten. Generell würde ich empfehlen, sich feste Tage und Zeiten für Instagram einzuplanen, ansonsten kann man sich schnell „verlieren“.

Tipps für den Instagram-Start


Caros 8 Tipps für einen guten Start und eine erfolgreiche Etablierung auf Instagram

Du analysierst täglich so einige Accounts von Ferienunterkünften auf Instagram. Wollen wir mal eine kurze Frage und Antwort-Runde machen? Ich nenne dir ein Stichwort und du sagst mir, was dir als ein wichtigster Punkt dazu einfällt.

  • Profilbild & Profilname: Als Profilbild entweder sein Logo nutzen oder ein aussagekräftiges Foto der Ferienimmobilie. Der Profilname sollte so heißen wie die Webseite.
  • Kurzbeschreibung: Maximal 4 Zeilen mit den Highlights der Ferienimmobilie
  • Link in Bio: Entweder den LINK zur Webseite oder aber zum Buchungsportal
  • Instagram Account mit anderen Social Media Plattformen verknüpfen: Wenn man auch auf z.B. Facebook aktiv ist, ist eine Verknüpfung sinnvoll.
  • Bild Content: Bis zu 10 aussagekräftige Fotos oder ein Reel. Wichtig: Emotionen wecken. Immer an den Gast dabei denken.
  • Text Content: Absätze und Emojis mit einbauen. Das gibt Struktur.
  • Hashtags: Maximal 30 möglich. Nicht zu große Hashtags nehmen, ansonsten geht man in der Masse unter.
  • Redaktionsplan: Sehr empfehlenswert, um Beiträge bis zu 4 Wochen vorzuplanen.

Interaktion mit anderen Accounts

Kommen wir einmal zu dem wichtigen Punkt „Interaktion mit anderen Accounts“. Regelmäßig eigenen Content zu posten reicht nicht, sondern die Interaktion mit anderen Accounts sollte auch nicht vernachlässigt werden, richtig?


Neben der Erstellung von Beiträgen, ist dieser Punkt mindestens genauso wichtig, wenn nicht fast wichtiger. Leider wird er ganz oft unterschätzt. Dabei sollte man direkt bei sich anfangen, also bei seinen eigenen Followern. Sie sind wie eine kleine Fangemeinde. Fans möchten auch mal ein nettes Wort hören und sich angesprochen fühlen. Neben einem Willkommensgruß, freuen sich Follower auch über einen wertschätzenden Kommentar unter der Story oder dem Beitrag. Social Media heißt nicht ohne Grund „Social Media“. Auch sollten Gastgeber keine Angst haben, bei anderen Vermietern einen ehrlich gemeinten Kommentar unter einem Beitrag zu hinterlassen. Eher im Gegenteil. So werden andere Follower auf den eigenen Account aufmerksam.

Auch bei Instagram kann man Geld in die Hand nehmen. Stichwort Influencer-Marketing und gesponserte Beiträge. Aus Deiner Sicht sinnvoll?


Meiner Meinung nach, ist das am Anfang nicht erforderlich. Am Anfang sollte der Fokus auf den Aufbau eines interessanten & abwechslungsreichen Instagram Accounts liegen, der sofort Lust auf Urlaub macht. Wenn die Basis noch nicht vorhanden ist, ist das aus meiner Sicht rausgeschmissenes Geld. Später, ab ca. 500 und mehr Followern kann man drüber nachdenken, Buchungslücken mit Werbung zu schließen. Anfragen von Influencern, z.B. Fotografen habe ich auch schon bekommen. Sollte man sich dafür entscheiden, muss man vorab genau die Erwartungshaltungen von beiden Parteien und die Bedingungen schriftlich festhalten.

Angebot für Gastgeber

Jetzt haben wir ganz viel schon gehört und gelernt über die Vermarktung auf Instagram. In unserem Magazin informieren sich aber auch ganz viele Neuvermieter regelmäßig über erste Schritte in die Ferienhausvermietung. Und ich weiß ja, dass du hier auch so einiges an Hilfestellungen anbietest. Gib uns doch mal einen kleinen Einblick in dein Angebot.



Das stimmt, ich unterstütze mit meinem Coaching „FeWo LET`S START“  Neuvermieter auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Start in die Ferienvermietung. Schritt für Schritt und mit Leichtigkeit begleite ich die Kunden in ihrem Tempo. Neben Themen wie Steuern, Versicherungen, was ist Gästen bei der Ausstattung wichtig, wie kann man sich als Vermieter abheben, geht es auch um das richtige Portal. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, die Vermarktung muss zum Gastgeber passen. Viele Vermieter legen sehr viel Wert auf den direkten Kontakt zum Gast und bevorzugen die Buchungsanfrage. Ferienhausmiete.de ist aus meiner Sicht der perfekte Partner. Weitere Informationen über mein Angebot findet man auch auf www.fewo-coaching.de und natürlich auf Instagram @fewo.coaching.


Liebe Caro, wir sagen ganz herzlichen Dank für das tolle Interview und empfehlen Dich als FeWo-Coach sehr gerne weiter.

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