Sardiniens Sehenswürdigkeiten sind mehr als Traumstrände und türkisblaues Wasser. Wer genauer hinsieht, entdeckt eine Insel voller Geschichte, wilder Natur und Orte, die viele Urlauber übersehen.
In diesem Artikel zeigen wir dir fünf faszinierende Sehenswürdigkeiten auf Sardinien, die nicht zu den typischen Instagram-Spots gehören, aber nachhaltig beeindrucken. Perfekt für alle, die Sardinien authentisch erleben möchten.
📍Zentralsardinien
1. Su Nuraxi di Barumini – Das Herz der Nuraghenkultur
Su Nuraxi ist zwar UNESCO-Welterbe, wird aber von vielen Strandurlaubern ausgelassen. Ein Fehler. Die monumentale Nuraghe-Anlage stammt aus der Bronzezeit und gibt einen einzigartigen Einblick in eine Kultur, die es nur auf Sardinien gibt.
Du gehst durch massive Steintürme, enge Gänge und Innenhöfe, die über 3.000 Jahre alt sind. Mit Führung erschließt sich erst, wie ausgeklügelt diese Bauwerke waren.
📍 Iglesiente, Südwesten
2. Grotta di San Giovanni – Eine Straße durch den Berg
Diese Höhle ist etwas Besonderes: Sie ist eine der längsten befahrbaren Höhlen Europas. Früher führte sogar eine Straße für Autos hindurch. Heute kannst du die Grotta di San Giovanni zu Fuß oder mit dem Rad durchqueren.
Stalaktiten, riesige Hallen und eine fast mystische Stimmung machen den Besuch unvergesslich. Gerade an heißen Tagen ist die Höhle eine willkommene Abkühlung.
💡 Tipp: Plane den Besuch vormittags. Dann ist das Licht im Inneren besonders eindrucksvoll.
📍 Südwestküste
3. Sant’Antioco – Sardinien in Zeitlupe
Die kleine Insel Sant’Antioco ist über einen Damm erreichbar und fühlt sich trotzdem wie eine andere Welt an. Hier geht alles ruhiger zu. Statt großer Resorts findest du Fischerhäfen, Lagunen und alte phönizische Spuren.
Besonders spannend sind die unterirdischen Grabkammern und das kleine archäologische Museum. Dazu kommen ruhige Strände, an denen du oft fast allein bist.
💡 Ein Tipp für alle, die Entschleunigung suchen und Sardinien fernab der Hotspots erleben wollen.
📍 Ostsardinien
4. Gola di Gorropu – Europas spektakulärste Schlucht
Die Gorropu-Schlucht gehört zu den tiefsten Schluchten Europas. Steile Felswände, bis zu 500 Meter hoch, umschließen einen schmalen Wanderweg durch Geröll und Flussbetten.
Die Wanderung ist gut machbar, aber festes Schuhwerk ist Pflicht. Unterwegs begegnest du einer fast alpinen Landschaft – mitten auf einer Mittelmeerinsel.
📍 Sinis-Halbinsel, Westen
5. Tharros – Antike Stadt am Meer
Tharros liegt spektakulär direkt am Meer und war einst eine bedeutende phönizisch-römische Stadt. Heute spazierst du zwischen Tempelresten, Thermen und Säulen – mit Blick auf das Wasser.
Viele Besucher fahren daran vorbei, dabei ist die Kombination aus Geschichte und Küstenlandschaft einzigartig. Besonders zum Sonnenuntergang entfaltet Tharros seinen ganzen Zauber.
💡Extra-Tipp: Verbinde den Besuch mit einem Abstecher zu den Stränden der Sinis-Halbinsel.