Gastgebermagazin

5 Mythen über Ferienhaus-Bewertungen im Fakten-Check

Bewertungen für Ferienwohnungen sind goldwert

Einige Vermieter haben eher Vorurteile gegenüber Ferienhausbewertungen im Internet, statt sie gewinnbringend für ihre Ferienunterkunft zu nutzen. Doch woher kommen diese Abneigungen? Oftmals sind es hartnäckige Mythen, die immer noch viele Gastgeber davon abhalten, aktiv nach Gäste-Feedback zu fragen. Grund genug für uns, mal genau hinzusehen! Auf zum großen Mythen-Check bei Ferienhaus-Bewertungen!

Mythos 1: Ich brauche keine Bewertungen, um erfolgreich zu vermieten

Irrtum, denn Bewertungen spielen heutzutage mehr denn je eine entscheidende Rolle. Urlaubssuchenden bietet sich heute eine größere Auswahl an Ferienhäuser und Ferienwohnungen als je zuvor. Urlauber suchen nach Orientierung, Sicherheit und Vertrauen bei der Wahl der passenden Ferienunterkunft. Insbesondere in Zeiten von Covid-19 hat das Bedürfnis nach Sicherheit und Vertrauen zugenommen.Warum dies so ist? Hier lohnt sich ein Blick in die Psychologie hinter Bewertungen.

Bewertungen helfen bei der Wahl nach der richtigen Ferienunterkunft

Orientierung an anderen Menschen ist ein kaufentscheidender Faktor, der sich aus psychologischer Sicht mit dem Effekt der Sozialen Bewährtheit(engl. Social Proof) begründen lässt. In uneindeutigen Situationen und bei Unsicherheiten orientieren wir uns an anderen Menschen, die uns ähneln. Solche Nachahmungseffekte spielen auch bei Buchungsentscheidungen von Ferienhäusern und Ferienwohnungen eine große Rolle. Bei Gästebewertungen gehen wir davon aus, dass sie von Reisenden verfasst wurden, die gleiche Bedürfnisse und Interessen haben, wie wir selbst. Daher stufen wir diese als besonders vertrauenswürdig ein.

Mythos 2: Ferienhausbewertungen kommen von ganz allein

Bewertungen kommen ebenso wie Gäste nicht von alleine!

Hier steckt in der Tat ein Funken Wahrheit drin. Einige Urlauber geben tatsächlich von sich aus einer Bewertung nach dem Aufenthalt ab. Leider sind das in erster Linie diejenigen, die Ihre Unzufriedenheit über die Ferienwohnung oder das Verhalten des Vermieters zum Ausdruck bringen möchten. Dabei liegt die Lösung auf der Hand: Wer seine Gäste aktiv um eine Bewertung bittet, profitiert in doppelter Hinsicht. Die Anzahl an Bewertungen steigt, was bei potenziellen Ferienhausgästen zusätzliches Vertrauen in die angebotene Ferienwohnung schafft. Zudem werden Gastgeber, die aktiv nachfragen, deutlich besser bewertet.

Mythos 3: Mit Bewertungen verliere ich die Kontrolle

Wenn Sie als Gastgeber auf einem Ferienhaus-Portal bewertet werden, haben Sie Ihr Image nicht mehr selbst in der Hand? Ganz im Gegenteil! Wir alle wissen: Unzufriedene Gäste lassen sich den Mund nicht verbieten. Gastgeber, die aktiv nachfragen, bekommen hingegen automatisch mehr Bewertungen, und können dieses Feedback gezielt nutzen, um so ihr Ferienhaus-Angebot gezielt zu verbessern.Zudem entscheiden Sie allein, welche Gäste Sie um eine Bewertung bitten (und dabei sollten Sie vor allem auf diejenigen setzen, die zufrieden waren). So können Sie aktiv einen Image-Boost herbeiführen.

Verifizierte Bewertungen anstelle von anonymen Bewertungen: Einige von Ihnen erinnern sich vielleicht an eine Zeit, in der es einfach war, eine Bewertung für ein Unterkunft oder eine Reise zu hinterlassen, ohne persönliche Angaben machen zu müssen. Weder eine Anmeldung oder Authentifizierung war erforderlich. Nicht selten konnte problemlos eine Bewertung mit einem falschen Namen wie „Mickey Mouse“ hinterlassen werden. Konkurrenten konnten hypothetisch Dutzende von gefälschten Bewertungen auf der Seite eines Mitbewerbers hinterlassen ohne dass der Vermieter oder die Vermietungsagentur wusste, woher diese Bewertungen stammen und somit auch nicht entsprechend reagieren konnte. Die Abkehr von anonymen Bewertungen ist zum Glück seit einigen Jahren bereits erfolgt. Fast jede Bewertungsplattform unternimmt Schritte, um sicherzustellen, dass die Bewertungen von echten Gästen stammen.

Mythos 4: Kritische Bewertungen wirken negativ auf die Anfragenquote

Der Mythos, dass kritische Bewertungen sich negativ auf die Anfragequote auswirken, ist unter Gastgebern auch immer noch weit verbreitet und daher fürchten vielen Vermieter negative Ferienhaus-Bewertungen. Doch das Gegenteil ist der Fall! Schlechtes Feedback kann sich positiv auf die Buchungsquote auswirken! Wie das funktioniert? Ganz einfach: Negative Bewertungen auf Portalen werden nachweislich dreimal so oft gelesen wie positive Resonanzen. Gäste suchen regelrecht nach negativen Urlaubsbewertungen. Das haben Sie bei der Ferienhaussuche zu Ihrem letzten Traumurlaub doch sicher auch gemacht, oder? Zum einen, weil sich hier wichtige Informationen verbergen. Zum anderen zeigen die Reaktionen, wie serviceorientiert ein Gastgeber wirklich ist. Gehen Sie als Gastgeber sachlich auf Kritik ein, zeigen Sie, dass Sie für Ihre Gäste da sind– und machen sich somit an der an der häufigsten gelesenen Stelle zu einem „Gastgeber des Vertrauens“. Es allen recht zu machen, ist eine Kunst, die niemand kann. Tatsächlich erwarten Menschen negative Reaktionen in einem gewissen Umfang. So wittert fast jeder Betrug, wenn es ausschließlich Bestnoten für einen Ferienwohnung oder ein Ferienhaus zu finden gibt. Ein bisschen Kritik ist also gut fürs Geschäft.

Also: Negative Bewertungen sollten also keinesfalls gelöscht werden, um die eigene Ferienwohnung oder das eigene Ferienhaus in besonders gutem Licht dastehen zu lassen. Das löst zum einen nicht das Problem der Unzufriedenheit der Gäste mit der Unterkunft und kann zum anderen den Widerstand potenzieller Urlaubsgäste beim Buchungsabschluss erhöhen. Nutzen Sie lieber die Kommentarfunktionen, um eine bestimmte Situation aus einer anderen Perspektive darzustellen und sich zu rechtfertigen.

Ja, manche Bewertungen sind auch einfach schlechter Laune geschuldet. Aber keine Sorge: Reines Pöbeln ohne Grund fällt auf. Ferienhausurlauber können mittlerweile gut hilfreiche Kritik von grundloser Nörgelei unterscheiden. Und sollten Sie trotzdem Opfer von Falschbehauptungen, Spam und Fake-Feedback, rufschädigenden Beleidigungen, Schmähkritik und Bedrohungen werden, können Sie diese in der Regel auch vom Portalbetreiber löschen lassen.

Info: Ab wann wird aus Meinung rufschädigende Beleidigung oder Schmähkritik? Unzulässig sind strafbare Äußerungen wie Beleidigungen, Verleumdungen oder üble Nachreden. Ebenso, wenn es dem Äußernden einzig und allein darum geht, das bewerteten Vermieter in einem schlechten Licht dastehen zu lassen und jeglicher sachliche Bezug zu der Ferienwohnung oder dem Ferienhaus fehlt.

Mythos 5: Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Gewinn

Zahlt es sich aus, aktiv nach Feedback der Kunden zu fragen und ein aktives Bewertungsmanagement zu führen? „Ja“, das tut es! Bis zu 10% Umsatzsteigerung – bei wenigen Minuten wöchentlichem Zeiteinsatz im Bewertungsmanagement sind durchaus drin, so kommen zu mindestens brachenübergreifende Studienergebnisse überein!

Profitipp: Ferienhaus-Webseite

Durch das regelmäßige Hinzufügen von neuen Bewertungen wird Ihre statische Ferienhaus-Webseite zu einer dynamischen und hat so das Potential mehr Besucher über Google zu generieren. Und neue Besucher bedeuten im besten Fall, mehr Gäste und mehr Umsatz. Mithilfe von Bewertungs-Widgets lassen sich Kundenbewertungen mühelos auf Ihre Homepage integrieren. Diese kleine Ergänzung kann die Präsenz Ihrer Seite in den organischen Suchergebnissen deutlich verbessern. Denn nutzergenerierte Inhalte sind pures SEO-Gold. Bewertungen erhöhen die Textmenge, wodurch Suchmaschinen besser verstehen, worum es auf der Webseite geht. Bewertungen helfen Google, die Qualität Ihres Angebotes zu beurteilen und die passendsten Ergebnisse zur jeweiligen Suchanfrage zu zeigen. Bewertungstexte reichern Seiten mit neuem Inhalt an und zeigen Google, dass Informationen auf dem neuesten Stand und somit relevant sind.

Fazit

In der Regel ist es das Gesamtbild, dem die Gäste vertrauen anstatt einer einzelnen Meinung!

Jeder Ihrer potenziellen Gäste ist anders. Was dem einen gefällt, muss für den anderen keineswegs das Richtige sein. Seien Sie also nicht so streng mit sich. Je mehr Bewertungen Sie haben, umso unglaubwürdiger erscheint ein Profil mit vollen 5 Sternen. Da verleiht Ihnen eine Bewertung mit vielleicht nur 3 Sternen – dazu eine hilfreiche, freundliche Reaktion – eine große Extraportion Glaubwürdigkeit.

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