Viele Gastgeber stellen sich die Frage, ob und wie sich die Preise erhöhen lassen, ohne weniger Anfragen oder Buchungen zu erhalten. Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist eine Preisanpassung möglich – vorausgesetzt, Preis und wahrgenommener Mehrwert passen zusammen.
Die folgenden Tipps zeigen, wie Sie Ihre Preise strategisch erhöhen können, ohne Gäste abzuschrecken.
Preis und Leistung klar miteinander verknüpfen
Gäste akzeptieren höhere Preise nur dann, wenn sie den Mehrwert Ihrer Unterkunft klar erkennen. Oft sind zusätzliche Leistungen vorhanden, werden aber nicht ausreichend kommuniziert.
Achten Sie darauf, alle Vorteile Ihrer Unterkunft explizit zu nennen, zum Beispiel:
- Garten oder Terrasse
- Strandnähe oder ruhige Lage
- Parkplatz, WLAN oder besondere Ausstattung
- familienfreundliche Extras
Je klarer der Nutzen beschrieben ist, desto eher wird ein höherer Preis als gerechtfertigt wahrgenommen.
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Preise nicht isoliert betrachten
Gäste vergleichen Unterkünfte nicht nur nach dem Preis, sondern nach dem Gesamtpaket. Entscheidend ist, wie Ihre Ferienunterkunft im Vergleich zu ähnlichen Objekten abschneidet.
Vergleichen Sie sich nur mit Unterkünften, die:
- eine ähnliche Lage haben
- eine vergleichbare Ausstattung bieten
- eine ähnliche Zielgruppe ansprechen
Ein höherer Preis ist vertretbar, wenn Ihr Angebot insgesamt hochwertiger oder besser positioniert ist.
Zielgruppe klar definieren
Unklare Zielgruppen führen häufig zu Preisdruck. Wenn Sie versuchen, alle Gäste anzusprechen, geraten Sie schnell in den Vergleich mit günstigeren Angeboten.
Überlegen Sie bewusst:
- Möchten Sie Familien, Paare oder Ruhesuchende ansprechen?
- Welche Erwartungen hat diese Zielgruppe?
- Welche Leistungen sind ihr besonders wichtig?
Eine klare Positionierung erleichtert es, höhere Preise durchzusetzen.
Saisonale Preisunterschiede nutzen
Feste, ganzjährige Preise verschenken häufig Potenzial. In Zeiten hoher Nachfrage sind Gäste eher bereit, höhere Preise zu akzeptieren.
Empfehlenswert ist:
- höhere Preise in Ferienzeiten oder beliebten Reisezeiträumen
- attraktivere Preise in nachfrageschwächeren Zeiten
- Es gibt auch Ausstattungsmerkmale wie Sauna oder Pool, mit denen Sie die jeweilige Saison verlängern können.
So gleichen sich Nachfrage und Preis besser aus.
Transparenz statt Lockpreise
Niedrige Grundpreise wirken zunächst attraktiv, können aber abschreckend wirken, wenn später viele Zusatzkosten hinzukommen.
Achten Sie darauf:
- Preise klar und verständlich darzustellen
- Zusatzkosten frühzeitig zu kommunizieren
- keine Überraschungen im Buchungs- oder Anfrageprozess entstehen zu lassen
Transparente Preise schaffen Vertrauen und erhöhen die Zahlungsbereitschaft.
Darstellung und Qualität optimieren
Eine hochwertige Präsentation hat direkten Einfluss auf die Zahlungsbereitschaft. Schlechte Fotos oder unstrukturierte Texte können selbst günstige Preise entwerten.
Optimieren Sie:
- Bildqualität und Bildauswahl
- Struktur und Lesbarkeit der Beschreibung
- Hervorhebung der wichtigsten Vorteile
Oft lässt sich durch eine bessere Darstellung mehr erreichen als durch Preisnachlässe.
Preise schrittweise anpassen
Große Preissprünge wirken abschreckend. Besser ist es, Preise behutsam zu erhöhen und die Reaktion der Gäste zu beobachten.
Empfehlung:
- Preise in kleinen Schritten anpassen
- Entwicklung der Anfragen im Blick behalten
- bei Bedarf nachjustieren
So finden Sie ein stabiles Preisniveau, das Nachfrage und Ertrag in Einklang bringt.
Ratgeber:
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Fazit
Preiserhöhungen sind möglich, wenn der wahrgenommene Mehrwert stimmt. Entscheidend sind eine klare Zielgruppenansprache, transparente Preise und eine überzeugende Darstellung der Unterkunft. Häufig lohnt es sich, zuerst die Präsentation zu optimieren, bevor der Preis angepasst wird.
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