Gastgebermagazin

Corona-Krise: Was Gastgeber jetzt tun können

zuletzt aktualisiert am 22.11.2021:

Nach wie vor stellt uns die aktuelle Pandemie vor nie dagewesene Herausforderungen. Mit diesem Beitrag möchten wir Ihnen aktuelle Informationen und wichtige Quellen nennen. Wir stellen Ihnen eine Orientierungshilfe zur Erarbeitung eines Hygienekonzept für Ihre Ferienwohnung in Zeiten von Corona zur Verfügung. Lesen Sie auch unsere Gedankenanstöße zur Preisgestaltung, zum Marketing und zur Kommunikation, damit Sie sich Ihren ganz eigenen „Fahrplan“ erstellen und die für Sie richtigen Entscheidungen treffen können.

Aktuelle Entwicklungen

Die weiterhin dramatisch steigenden Inzidenzen in der vierten Infektionswelle haben dazu geführt, dass es wieder zu Einschränkungen bei touristischen Reisen kommt. Stornierungen, Unsicherheiten und Buchungszurückhaltung bei den Gästen haben für einige Gastgeber leider wieder Einbrüche im Wintergeschäft zur Folge.

In Österreich: Touristische Reisen derzeit nicht möglich

In Österreich gilt angesichts des hohen Infektionsgeschehens ab Montag, 22. November ein zeitlich begrenzter Lockdown. Touristische Reisen nach Österreich sind während des Lockdowns leider nicht möglich. Hier erhalten Sie weitere Informationen.

In Deutschland: Unter welchen Bedingungen sind derzeit touristische Reisen gestattet?

In Sachsen sind ab dem 22. November touristische Reisen und das Übernachten in Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätzen und Pensionen wieder verboten. Ausnahmen gelten für Geschäftsreisende und sogenannte soziale Zwecke, hier greift die 3G-Pflicht.

In vielen Bundesländern (z.B. Schleswig-Holstein, Bayern, Brandenburg, Thüringen, Saarland und vielen weiteren) gilt aktuell die 2G-Pflicht auch für die Beherbergung von Gästen in Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen.

Abhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen greifen aktuell immer wieder neue Regelungen. Geänderte Verordnungen auf Länderebene treten kurzfristig in Kraft. Einen guten ersten Überblick liefert Ihnen der ADAC. Den Artikel „Reisen trotz Corona: Wo in Deutschland die 3G- oder 2G-Regel gilt“ finden Sie hier.

Wir bitten Sie, aufmerksam die Verordnungen der Bundesländern zu verfolgen! Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine tagesaktuellen Informationen hierzu liefern können. Bitte kontrollieren Sie auch die Einhaltung der geltenden Regeln.

Urlaub klappt aufgrund von 2G nicht: Müssen Stornierungskosten vom Gast getragen werden?

Reiseanwalt Paul Degott sagt hierzu im Interview mit dem reisereporter, dass Reisende, die aufgrund der 2G-Regel den Urlaub nicht wie geplant antreten können, die Stornierungskosten tragen müssen, sofern keine Kulanz seitens des Vermieters besteht.

„Es gilt hier das Mietrecht, da kommen Reisende nicht raus. Die Absage ist ein persönlicher Grund. Es gilt als allgemein zumutbar, dass sich Menschen gegen Corona impfen lassen, daher hat der Reisende eine Wahl.“  

Zitat von Reiseanwalt Paul Degott im Interview mit dem „reisereporter“

Übernachtungsbetriebe sind im Fall von 2G-Regelungen deshalb nur in der Pflicht, sich an die Regelungen zu halten, eine kostenfreie Stornierung müssen Gastgeber per Gesetz nicht anbieten. Wir empfehlen Gastgebern, stets eine einvernehmliche Einigung mit dem Gast zu finden. Gemeinsam sollten Sie mit Ihren Gästen das weitere Vorgehen in dieser besonderen Situation klären.

Urlaub klappt aufgrund eines Beherbergungsverbotes nicht: Müssen Stornierungskosten vom Gast getragen werden?

Anders sieht es bei einem generellen Beherbergungsverbot per Landesverordnung, wie es z.B. derzeit in Sachsen besteht, aus. Hier können Unterkünfte kostenfrei storniert werden. Es handelt sich um einen Fall der Unmöglichkeit nach § 275 Abs. 1 BGB. Detaillierte Informationen erhalten Sie im FAQ für Gastgeber des Deutschen Tourismusverbandes.

Wie Sie eine Storno-Rechnung richtig erstellen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Aktuelle Studie zur Urlaubsplanung 2022

81 Prozent der Deutschen wollen im Jahr 2022 verreisen, kostenfreie Stornierung hoch im Kurs

Eine wirklich lesenswerte Studie des Technologieanbieters Amadeus zeigt, dass insbesondere flexible Stornierungsbedingungen das Vertrauen der Reisenden stärkt und ein Buchungsanreiz darstellt.

Für deutsche Urlauber sind 

  • automatisierte und flexible Stornierungsbedingungen (42 Prozent)
  • mobile Anwendungen, die Benachrichtigungen und Warnungen während der Reise geben (41 Prozent)
  • App zur Speicherung von digitalen Gesundheitsdaten (40 Prozent)

die wichtigsten Instrumente, die das Vertrauen in das Reisen im kommenden Jahr steigern würden.

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2. Sicherheits- und Hygienekonzept für die Ferienwohnung / Vorlage

  • Es ist wichtig, das Ansteckungsrisiko im Herbst und Winter möglichst klein zu halten und sich und Ihre Gäste zu schützen.
  • Bitte beachten Sie die Orientierungshilfe für Ferienunterkünften des DTV/DRV. Dabei handelt es sich um ein “Living Document” mit Hinweisen, Informationsquellen und einer Checkliste für Schutz- und Hygienestandards.

  • Nutzen Sie gerne den Willkommens-Aushang mit Verhaltensregeln für Ferienwohnungen.

Endreinigung der Ferienwohnung zu Corona-Zeiten

Sauberkeit in der Ferienwohnung ist das A&O. Als Vermieter sollten Sie auf eine gründliche Endreinigung der Ferienwohnung oder des Ferienhauses achten. Nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit.

Stellen Sie Gästen Reinigungs- und Desinfektionsprodukte zusammen mit Anweisungen in der Ferienwohnung zur Verfügung.

Wichtiger Hinweis: Desinfektionsmittel entfernen keinen Schmutz und ersetzen keine Reinigung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Tipps zur Haushaltshygiene und zeigt den richtigen Umgang mit Desinfektionsmitteln.

Gerne können Sie unsere Checkliste zur Endreinigung herunterladen und nutzen.

Hinweis: Die Orientierungshilfen, Checklisten sowie die Vorlagen sind unverbindlich und eine Handlungsempfehlung. Sie erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und stellen keine Rechtsgrundlage da. Letztendlich kann und muss ein Sicherheits- und Hygienekonzept für die eigene Ferienwohnung oder das eigene Ferienhaus individuell entschieden, angepasst oder ergänzt werden. Der Gastgeber entscheidet und verantwortet, was in seinem Ferienobjekt passt (unter Einhaltung allgemein geltenden Vorschriften).

3. Unsere 12 Gedankenanstöße

Diesen Teil des Beitrages haben wir bereits im März 2020 erstellt.

Welche Maßnahmen kann ich als Privatvermieter ergreifen, um finanzielle Schäden abzuschwächen und das Beste aus der Situation zu machen? Wie gewinne ich Feriengäste in unsicheren Zeiten zurück? Guter Rat ist gerade in diesen Zeiten teuer. Auch wir können Ihnen kein Patent-Rezept an die Hand geben, aber einige Anregungen. Verlieren Sie Ihren Optimismus nicht. Es wird eine Zeit nach der Krise geben, auf die Sie sich als Gastgeber heute schon vorbereiten können. Richten Sie Ihren Blick nach vorne. Hier kommen unsere 12 Gedankenanstöße, um die „Zwangspause“ effektiv zu nutzen.

1. Flexibilität bei Stornierungen

Die Tourismusberatung dwif-Consulting GmbH geht davon aus, dass im weiteren Saisonverlauf 2020 die deutschen Feriendestinationen aufgrund von Stornierungen und einer Zurückhaltung bei Vorbuchungen (z. B. aufgrund von subjektivem Unsicherheitsempfinden) zunächst mit Nachfragerückgängen zu kämpfen haben werden, sich in jedem Fall aber auf ein Kurzfristgeschäft vorbereiten sollten. Empfehlung: Bereiten Sie sich rechtzeitig auf ‚die Zeit danach‘ vor. Insbesondere bei Kurzreisen und Inlandsreisen ist eine rasche Regeneration der Nachfrage mit hohen Nachholeffekten zu erwarten. Gestalten Sie Stornierungsbedingungen für kommende Buchungen Ihrer Ferienwohnung flexibel und kundenfreundlich. Damit kommen Sie Ihren potenziellen Gästen trotz großer Verunsicherung sehr entgegen und schaffen Vertrauen für eine mögliche, neue Buchungsanfrage. Denken Sie über eine Gutscheinregelung oder Möglichkeiten der Umbuchung nach.

2. Preisgestaltung

Ihre Preisgestaltung sollte gut überlegt sein. Natürlich können Preisreduzierungen ein probates Mittel sein, die Nachfrage zu stimulieren. Gerade in Zeiten, in denen viele Arbeitnehmer in Kurzarbeit gehen müssen, ist das Reisebudget vieler eingeschränkt. Bitte bedenken Sie jedoch: Durch vorschnelle Senkung der Saisonpreise können Sie mitunter Gefahr laufen, den wirtschaftlichen Schaden zu erhöhen. Übermäßige Rabattaktionen können momentan auch das falsche Mittel sein, da dadurch die Auslastung kaum gesteigert werden kann und zudem durchschnittliche Mietpreise sinken. In einer Krisensituation werden die meisten Ferienhausgäste nicht auf Schnäppchenjagd sein und treue Stammkunden buchen auch zum Normalpreis. Sehen Sie auch die Chancen: Das Bewusstsein für den Wert von Reisen könnte in den Köpfen vieler Menschen aufgrund der jetzigen Einschränkungen wieder in den Vordergrund und der reine Verkauf von Reisen über den Preis in den Hintergrund treten. Vielmehr sollten Sie versuchen, durch zusätzliche Leistungen und Herausstellung Ihrer Besonderheiten sowie flexibleren Stornierungs- und Umbuchungsmöglichkeiten einen Anreiz für potenzielle Buchungen zu schaffen.

Info: Langzeitstudien nach der letzten Wirtschaftskrise in 2008 zeigten eines ganz deutlich: Damals kam es im Beherbergungsgewerbe teilweise zu einer enormen Senkung der durchschnittlichen Reisepreise. Die Branche hat sehr lange gebraucht bis sie die Raten vor der Krise wieder erreichen konnte.

Lassen Sie auch die folgenden Überlegungen in Ihre Entscheidungen mit einfließen: Gerade deutsche Feriengebiete und Urlaub im Ferienhaus oder in der Ferienwohnung könnten in Zukunft – wenn Verbote zur touristischen Nutzung und Reisewarnungen aufgehoben werden- wieder eine stärkere Nachfrage verzeichnen. Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind private Wohneinheiten, die insbesondere mit Privatsphäre punkten. Im Gegensatz zur Hotelübernachtung ermöglichen private Ferienunterkünfte einen Urlaub in den eigenen vier Wänden. Dies könnte sich wahrlich als Pluspunkt erweisen, zumal der Mindestabstand gut eingehalten werden kann. Denn große Menschenansammlungen am Pool oder Buffet gibt es bei einem Urlaub in einem privaten Feriendomizil nicht. Viele Gäste könnten bei Ihrer Urlaubsplanung auch verstärkt Regionen in Betracht ziehen, die in ihrer unmittelbaren Nähe liegen. Daher könnte es sinnvoll sein, auch verstärkt auf lokale Gäste aus der Umgebung und den Inlandstourismus zu setzen unter dem Motto „Urlaub in der Heimat“. Hier könnten Sie z. B. Kurzaufenthalte anbieten.

Lassen Sie Ihre Gäste vom nächsten Urlaub träumen und geben ihnen ein Gefühl von Sicherheit.

3. Wettbewerbsvorteile schaffen

In diesen Zeiten sollten Sie natürlich in erster Linie kein Konkurrenzdenken an den Tag legen, sondern Solidarität und Zusammenhalt großschreiben. Tauschen Sie sich, wann immer sich die Möglichkeit dazu ergibt, mit anderen Gastgebern aus. Dennoch können Sie sich auch überlegen, wie Sie sich von Ihren Mitbewerbern unterscheiden und gestärkt aus der Corona-Krise hervor gehen können. Soweit es Ihnen finanziell möglich ist, sollten Sie notwendige Investitionen für Ihre Ferienwohnung fortsetzen, um am Markt weiterhin präsent zu bleiben. Dadurch können Sie sich Wettbewerbsvorteile verschaffen. Machen Sie sich über zielgruppenorientierte Einrichtung und Ausstattung Gedanken. Vielleicht lässt sich Ihre Zielgruppe mit nur ein paar Veränderungen und zusätzlichen Ausstattungselementen erweitern. Holen Sie sich Inspirationen im Internet oder in Einrichtungsmagazinen. Viele Familien sind von Kita- und Schulschließungen in der aktuellen Corona-Krise betroffen und könnten nach arbeits- und familiengerechten Ferienunterkünften zukünftig suchen. Ein schnelles WLAN und ein gut eingerichteter Arbeitsplatz machen z. B. Ferienwohnungen zu einem guten Homeoffice. Streamingdienste à la Netflix, Amazon Prime oder eine Spielesammlung sorgen für Abwechslung am Abend.

Gehen Sie neue Wege, um die Bindung zum Gast nicht zu verlieren.

4. Mittel- bis langfristige Kostenstrukturen überdenken

In jedem Fall sinnvoll ist es, die Zwangspause zu nutzen, um alle Kostenpositionen im Zusammenhang mit Ihrer Ferienwohnung zusammenzustellen und zu prüfen. Vielleicht finden Sie noch das ein oder andere Einsparpotenzial. Gibt es z. B. die Möglichkeit, langfristig Energiekosten zu senken oder kostenoptimierte Versicherungstarife abzuschließen? Erarbeiten Sie zudem ein Konzept zur Liquiditätsplanung, um sicherzustellen, dass laufende Kosten der Ferienwohnung gedeckt sind und Sie Liquiditätsschwierigkeiten vermeiden.

5. Handwerkliches Geschick nutzen

Sofern Sie Zugang zu Ihrem Feriendomizil haben, handwerklich begabt sind oder Ihnen die Gartenarbeit Spaß macht, dann nutzen Sie die Zeit, um kleinere Verschönerungen in und um Ihre Ferienwohnung vorzunehmen. Sie wollten z. B. immer schon einmal den Eingangsbereich neu gestalten, etwas Farbe in Ihre Ferienwohnung bringen oder mit einzelnen Dekorationselementen für Highlights im Wohnbereich sorgen? In der Vergangenheit fehlte Ihnen schlichtweg die Zeit oder Ihr Ferienhaus war fast durchgängig belegt? Dann fangen Sie jetzt damit an.

Die Gartengestaltung Ihrer Ferienwohnung kann der ganzen Familie Spaß machen.

6. Strengere Hygienemaßnahmen in Zeiten von Corona

Setzen Sie die behördlichen Richtlinien um und reinigen Sie im Zweifel lieber zu gründlich alle Flächen und Möbel in der Ferienwohnung und im Ferienhaus. Desinfizieren Sie zudem notwendige Flächen. Sollten Sie auf Reinigungspersonal zurückgreifen, sensibilisieren Sie alle Beteiligten für erhöhte Hygienevorschriften und Ihren Reinigungsstandard. Denken Sie auch daran, sich frühzeitig um Reinigungspersonal für Ihre Ferienwohnung zu kümmern. Es könnte sein, dass einige Saisonkräfte aus dem Ausland in diesem Jahr wegfallen. Zudem sollten Sie sich erste Gedanken über notwendige Vorkehrungen zur Wiedereröffnung Ihrer Ferienunterkunft machen. Es ist wichtig, dass sich Vermieter frühzeitig mit ihrer zukünftigen Angebotsgestaltung auseinanderzusetzen, die geltende Schutz- und Hygienestandards berücksichtigt, damit sie für die Phase der Öffnung gut vorbereitet sind.

Info: Ein wichtiges Qualitätsmerkmal für wirksame Desinfektionsmittel ist der Hinweis „VAH-zertifiziert“ oder „VAH-gelistet“. Hilfreich bei der Auswahl geeigneter Hersteller ist Desinfektionsmittel-Liste des VAH . Um Coronaviren zu töten, reicht die niedrigste Variante, also „begrenzt viruzid“. Viele Mittel, die man im Laden kaufen kann, reichen dafür aus.

7. Kommunikations-Strategie zur Gästebindung

Wir leben in einer Zeit, in der die Buchungsentwicklung der kommenden Sommermonate noch nicht abzusehen ist. In dieser Übergangszeit ist es wichtig, dass Sie den Kontakt zu Ihren Gästen halten. Diese Bindung ist das Fundament für Buchungen in der Zukunft. Vielleicht hilft es Ihnen, einen Kommunikationsplan zu erarbeiten, um Gäste über zukünftige Sicherheitsbedenken zu informieren. Versenden Sie E-Mails z. B. vor der Ankunft der Gäste. Sie sind ein großartiger Kanal für die proaktive Kommunikation mit den Gästen, die bereits den Aufenthalt in Ihrer Ferienwohnung planen. Erklären Sie hier, was Sie unternehmen, um den Hygienestandard der Gäste in Zeiten von Corona zu gewährleisten. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Übernachtung erst in einigen Wochen stattfindet. Sie sollten schon heute an zukünftigen Buchungen arbeiten, versuchen diese zu halten und Stornierungen zu vermeiden.

8. Marketingideen umsetzen

Wir erleben zurzeit eine Entschleunigung unserer Gesellschaft. Menschen haben mehr Zeit und Ruhe, um sich mit Erlebnissen und Inhalten tiefer zu beschäftigen. Dies ist eine große Chance, um tiefe Aufmerksamkeit und Neugier zu entfachen. Menschen möchten sich mit positiven Gedanken z.B. an den nächsten Urlaub ablenken. Sie möchten für einen kurzen Moment aus der derzeitigen Situation entfliehen. Geben Sie Ihren potenziellen Gästen mit einem ansprechenden Inserat die Gelegenheit dazu. Lassen Sie Vorfreude auf den nächsten Urlaub aufkommen mit stimmungsvollen Bildern der Region, von den Bergen, dem Meer, von Ihrem Ferienhaus oder Ihrer Ferienwohnung. Formulieren Sie einladende Texte, die das Meeresrauschen wahrlich erklingen lassen und von der Zeit nach Corona träumen lassen.

Neben einem Inserat auf Ferienhausmiete.de ist die Webseite zu Ihrer Ferienwohnung oder Ihrem Ferienhaus der Ort, auf dem Ihre potenziellen Urlaubsgäste alle relevanten Informationen finden sollten. Nutzen Sie die Zeit zur Erstellung oder Überarbeitung Ihrer eigenen Homepage. Macht Ihnen das Texten und Aufbereiten von digitalen Inhalten Spaß? Dann könnten Sie z. B. auch über die Erstellung eines Blogs nachdenken. Es spricht auch nichts dagegen, weiterhin Newsletter zu versenden mit interessanten Einblicken in die Urlaubsregion oder Ihr Feriendomizil.

Best Practise: Sie könnten auch an Aktionen antizipieren, die von Tourismusorganisationen jetzt vielfach ins Leben gerufen werden.

1. Beispiel: Damit Lieblingsorte auch Lieblingsorte bleiben, hat die Touristikgemeinschaft in Brandenburg z. B. das Portal „brandenburghelfen.de ins Leben gerufen. Hier können Gutscheine für Anbieter aller Art erworben werden, um die Liquidität dieser Unternehmen jetzt zu sichern. Nach der Krise können die Gutscheine vom Kunden dann eingelöst werden. Darüber hinaus werden alle Anbieter im Land dargestellt, die Lieferdienste, Selbstabholung oder Onlineshops anbieten.

2. Beispiel: Die Usedom Tourismus GmbH plant mit der „Sehnsuchtskampagne“ eine emotionale Kommunikationsoffensive, um den Tourismus auf der Insel Usedom nach Aufhebung der Reisebeschränkungen wieder zu aktivieren. Unter dem Hashtag #usedomwartetaufeuch soll mit emotionalen Fotos, Video-Clips und Inselgeschichten der Kontakt zu den Urlaubern aufrecht gehalten werden. Tourismus-Akteure sind eingeladen, sich mit Content zu ihren Angeboten kostenfrei an der Aktion zu beteiligen, die Beiträge zu teilen und den Hashtag in ihrer Kommunikation aufzugreifen.

Hilfreich ist sicherlich auch Zusammenhalt zu zeigen und die aktuelle Solidaritäts-Kampagne des Deutschen Reiseverbandes „Wer Reisen liebt, verschiebt“ in den sozialen Medien oder auf Ihrer Homepage zu unterstützen. Vier verschiedene Kampagnenmotive werden Ihnen hierzu kostenfrei zur Verfügung gestellt.

© DRV | So können Verbraucher Unternehmen retten: Einfach die Reise nicht absagen, sondern auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

9. Inserats-Aktualisierung

Mit einem aktualisierten Inserat erreichen Sie Ihre potenziellen Gäste am besten und zudem eine gute Platzierung in den Suchergebnislisten. Die folgenden Änderungen können Sie vornehmen:

Ändern Sie Ihren Inserats-Titel: Bereits im Inserats-Titel könnten Sie z. B. erwähnen, dass sich Ihre Ferienwohnung gut für einen Urlaub in der Heimat, für Home-Office oder für Familien eignet.

Wichtiger Hinweis: Nicht erlaubt in Ihren Inserats-Titeln auf Ferienhausmiete.de sind Begriffe wie „COVID-frei“ , „quarantänefreundlich“. „COVID-19“, „Coronavirus“ oder „Quarantäne“.

Aktualisieren Sie Ihre Ferienhaus-Beschreibung: Zeigen Sie, dass Ihre Umgebung attraktiv für einen Kurzaufenthalt ist. Unterstreichen Sie z. B. Ihre verschärften Reinigungsprozesse. Es ist zwar nicht gestattet, zu behaupten, eine Unterkunft sei „Corona-frei“, jedoch können Sie detaillierte Angaben zu Ihren Reinigungsstandards aufführen. (Beispiel: „Aufgrund des Coronavirus achten wir besonders darauf, häufig genutzte Oberflächen zwischen den einzelnen Aufenthalten zu desinfizieren.“)

Wichtiger Hinweis: Beziehen Sie sich aber nicht auf mangelnde Handdesinfektionsmittel, Toilettenpapier oder sonstige grundlegende Dinge des täglichen Bedarfs, um Gäste zu gewinnen. (Negativ-Beispiel: „Entkommen Sie dem Coronavirus! Bei uns ist ausreichend Toilettenpapier vorhanden“)

Ändern Sie Ihr Titelbild: Achten Sie bei der Auswahl des Titelbildes darauf, Emotionen bei Ihren potenziellen Gästen hervorzurufen.

Gehen Sie Ihre Filter und Ausstattungsmerkmale durch. Haben Sie alle korrekt und vollständig ausgewählt? Zum Beispiel Ausstattungsmerkmale, die für Familien besonders wichtig sind, besondere Dienstleistungen wie ein Brötchenservice o.ä.

Gehen Sie Ihr Inserat Schritt für Schritt anhand unseres Ampelsytems durch. Unseren aktualisierten Leitfaden können Sie sich hier herunterladen.

10. Digitale Helfer nutzen

Die Bereitschaft Ihrer Gäste, sich auf ungewohnte digitale Anwendungen einzulassen, war womöglich nie größer als jetzt. Digitale Türschlösser, die per Pincode oder App aus der Ferne gesteuert werden, helfen Ihnen, Kontakte zu vermeiden. Eine digitale Gästemappe ermöglicht es Ihnen, aktuelle Informationen für Ihre Gäste bereitzustellen. Über die eigenen Smartphones und Tablets erfahren Gäste zum Beispiel alles Relevante zu Ihrem Aufenthalt: vom Gäste A bis Z, über aktuelle Öffnungszeiten der Nahversorgung und (wieder) geöffneter Freizeitinfrastruktur, Lieferdienste oder Informationen über die Möglichkeiten der Außer-Haus Mitnahme von Speisen und Getränken von lokalen Restaurants bis hin zum angebotenen Brötchenservice.

11. Von digitaler Weiterbildung profitieren

Mit Webinaren ist Weiterbildung digital und ortsunabhängig auch in Krisenzeiten möglich. Nutzen Sie die Zeit, um Ihr Wissen rund um die Ferienhausvermietung auf den neusten Stand zu bringen und neue Inspiration zu bekommen. Der Deutsche Tourismusverband hat zahlreiche Online-Kurse für Gastgeber in seinem Programm.

Die digitale Welt der Kommunikation erlebt derzeit eine Nachfrage wie noch nie.

12. Bewertungen nicht fürchten

Bewertungen können nur von Gästen abgegeben werden, die in Ihrer Ferienwohnung übernachtet haben. Ein Urlauber, der storniert und seinen Aufenthalt in Ihrer Ferienwohnung nicht antritt, kann keine Bewertung auf unserem Portal abgeben. Für Aufenthalte während dieser Zeiten, empfehlen wir: Konzentrieren Sie sich weiterhin auf Ihre Gastgeberqualitäten, indem Sie verbesserte Reinigungsstandards vorhalten, Notfall-Kontaktinformationen zusammenstellen und Ihr Angebot so gestalten, dass sich Gäste rundum in ihrem Zuhause auf Zeit wohlfühlen.

Wir haben diese Informationen zusammengestellt, um Sie zu unterstützen. Diese sind jedoch rechtlich nicht verbindlich. Wir weisen Sie zudem darauf hin, dass wir keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der dargestellten Inhalte übernehmen können. Wir sind fest davon überzeugt: Es gibt Reisen nach dieser Krise. Es gibt Urlaub nach Corona. Was unternehmen Sie bereits? Teilen Sie gerne Ihre Ideen und Gedanken mit anderen Gastgebern.

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3 Antworten

  1. Danke für den Beitrag zu Ferienwohnung und der corona Krise. Ich habe lange gesucht, um hilfreiche Informationen dazu zu finden, weil sich meine Schwester dafür sehr interessiert. Die Infos hier werde ich ihr mal weitergeben.

  2. Es ist immer sehr hilfreich und dankenswert, wie ferienhausmiete.de auch in außergewöhnlichen Situationen praktische Tipps gibt. Kein allgemeines BlaBla, sondern konkrete Vorschläge. Vielen DanK !

  3. Genau, nicht nur renovieren ist angesagt nein mehr: mein Dachboden ist noch nicht ausgebaut und der ist jetzt dran schlecht für Handwerker die nie Zeit hatten, ich habe jetzt Zeit und Material liegt schon bereit. Vielleicht gibt es noch in diesem Jahr eine Fewo mehr im Dachgeschoss meines Häuschens. Also wer Ausbaureserven hat jetzt nutzen!

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