10 Tipps für gelungene Skiferien mit Kindern

Skiurlaub mit der ganzen Familie: Was für ein Spaß für Groß und Klein! Unter dem strahlend blauen Horizont funkelt der Schnee. Vor der Hütte sind Liegestühle aufgestellt – und locken zur Sonnenpause mit Hüttenpunsch. Perfekt! Doch dann zerreißt lautes Heulen die Idylle. Ihr Kind steht weinend am Lift, Angst in den Augen. Was nun? Keine Panik! Sondern schon daheim solche Situationen bei der Planung der Skiferien bedenken. Unsere Tipps retten Ihre Träume.

Urlaub im Schnee lässt Kinderaugen leuchten

Denn: Skiurlaub ist Teambuilding für die Familie. Kaum eine Aktivität eignet sich so gut dazu wie das gemeinsame Gleiten durch den Schnee. Bewegung spüren, frische Luft genießen, gemeinsames erleben, die Pisten meistern und Natur erfahren – das schweißt zusammen und macht Familie mit Haut und Haar spürbar. Prickelnde Glücksgefühle, Nähe und Wir-Gefühl. Lust, sie auch zu erleben? Dann lesen Sie unsere 10 Tipps für rundum gelungene Skiferien mit Kindern!

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1. Rechtzeitig planen

Beginnen Sie rechtzeitig die Planung Ihrer Skiferien– und beziehen Sie die ganze Familie dabei mit ein. Was erwartet jeder vom Urlaub im Schnee? Sprechen Sie auch über Ängste und Mut. Und die Glücksgefühle, die im ganzen Körper prickeln, wenn die Piste geschafft, der Berg bewältigt wurde.

Eine gute Planung ist besonders für den Skiurlaub wichtig

Kinder, die noch nie zuvor in den Bergen waren, sind mitunter von der riesigen Größe, Schroffheit und Steilheit der Hänge in den Hochgebirgen verängstigt. Mit ihren kuppigen Gipfeln sind schneesichere Mittelgebirge wie der Schwarzwald, der Bayrische Wald, der Harz, das Hochsauerland, der Thüringer Wald, das Erzgebirge, die Vogesen oder das französische Zentralmassiv eine gute Alternative. Vergleichen Sie die Angebote und Kosten der Skigebiete bis Sie das perfekte Familienskigebiet für Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse gefunden haben!

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2. Sicher mit Siegel

Immer mehr Tourismusämter weisen mit Gütesiegeln auf die Familienfreundlichkeit von Urlaubsorten, Unterkünften und Angeboten hin. In Frankreich steht das Label „Famille Plus Montagne“ für Familienfreundlichkeit, „Familien Willkommen“ in der Schweiz. Österreich stellt in der LENA-App für Desktop und Smartphone tausende Ausflugsziele, Veranstaltungen, Workshops und Restaurants für Familien vor – maßgeschneidert auf Ihre Interessen, Wünsche und das Wetter. In Deutschland gibt es statt einer bundeseinheitlichen Zertifizierung unzählige regionale und lokale Labels – von Kinderland Bayern bis zu „Familienurlaub in Sachsen“.

Oft sind es die kleineren Skigebiete, die für Familien interessant sind

3. Klein und übersichtlich statt gigantisch groß

Klar, hunderte Pistenkilometer beeindrucken und sorgen für Abwechslung auf der Piste. Doch stressfreier sind kleine, übersichtliche Gebiete. Größere Kinder können dann auch schon mal die eine oder andere Abfahrt auf eigene Faust wagen – das stärkt ihr Selbstvertrauen! Kleine Skigebiete schonen auch das Portemonnaie. Denn dort zahlen Sie nur, was Sie auch wirklich nutzen. Und nicht das gigantische Gesamtpaket von Verbundskigebieten. Kleinere Skigebiete punkten meist auch bei Authentizität und persönlicher Betreuung – in der Skischule wie im Skikindergarten.

Checkliste Skigebiet

• Ist das Skigebiet bequem zu erreichen?

• Sind die Wege kurz? Lassen sich Skischule, Lifte und Lokale ohne Skibus erreichen?

• Ist das Skigelände gut geeignet für alle Könnensstufen? Oder werden Kinder überfordert

• Hat das Skigebiet eine Skischule mit Klassen für Kinder verschiedener Altersstufen?
• Sind Skikindergarten und Funpark vorhanden?

• Ist „ski in, ski out“ von der Unterkunft möglich?

• Werden Kinderermäßigungen geboten?

• Gibt es Bank, Supermarkt, Apotheke vor Ort?

4. Gut betreut

In den meisten Skigebieten beginnt der Skiunterricht für Kinder ab drei Jahren. Mit fünf Jahren werden Kurventechniken unterrichtet, Achtjährige dürfen auch Sprünge im Snowpark wagen. Neben leichten blauen Pisten sollte auch ein Kinderland mit Übungshang und Zauberteppich, Funpiste mit Hindernissen sowie ein Schneespielplatz nicht fehlen.

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Jüngere Kinder werden in Urlauberkindergärten betreut. Sie verbinden das Toben im Schnee mit ruhigeren Aktivitäten wie Malen, Basteln, Singen oder Gruppenspielen drinnen im Warmen. Die Kleinkinderbetreuung für die Ein- bis Dreijährigen ist meist direkt an den Talstationen der Bergbahnen zu finden – perfekt, um einmal wieder als Paar einen Skitag zu zweit zu genießen. Und den Nachwuchs in guten Händen zu wissen! Für Säuglinge gibt es in zahlreichen Skiorten inzwischen auch Krabbelstuben für Kinder ab 5 Monaten.

Bevor es richtig auf die Piste geht, sollten die Kinder einen Skikurs absolvieren

Besonders jüngere Kinder lieben die Maskottchen, die immer mehr Skigebiete als Erkennungsmerkmal der Urlaubsregion und Symbol für Kinderfreundlichkeit einsetzen. Übergroß, knallig bunt, tierisch lustig oder plüschig tollpatschig, nehmen sie dem Nachwuchs die Angst vor dem Abenteuer Ski, sausen mit ihm über den Übungshang und sorgen dafür, dass auch die Stillen und Schüchternen am Ende des ersten Skitags in die Kindergruppe integriert sind.

Die Kleinkinderbetreuung für Ein-bis Dreijährige an der Talstation in Hopfgarten ist eine tolle Möglichkeit für Eltern mal einen Skitag zu zweit zu genießen und zu wissen, dass ihr Kind in guten Händen ist.

Praxistipp: Schreiben Sie mit Kuli Ihre Handynummer auf den Unterarm Ihres Kindes – als Kontaktinfo für den Notfall!

5. Clever buchen

Sind die Kinder noch nicht schulpflichtig, sollten Sie außerhalb der Ferienzeiten Ihre Skiferien mit der Familie planen. Das beschert gleich einen ganzen Strauß von Vorteilen. Die Pisten sind leerer, die Skischulkassen kleiner und Warteschlangen an den Liften rar. Häufig locken dann auch sehr verlockende Preisvorteile. So bieten zahlreiche Skigebiete außerhalb der Ferienzeiten Gratis-Skipässe für Kinder bis zu sechs, zehn oder sogar elf Jahren an. Manche Skischulen bieten auch Geschwister-Rabatte an.

Wer außerhalb der Ferien fährt, kann viel Geld sparen

6. Kindgerechte Skiausrüstung

Im Prinzip trägt der Nachwuchs die gleiche Skibekleidung wie Erwachsene – von der funktionellen Thermounterwäsche bis zur Mütze. Doch auf einige Details sollten Sie achten. Da Kinder gerne im Schnee spielen, muss ihr Schneeanzug besonders wasserabweisend und atmungsaktiv sein – sonst werden sie beim Toben und Schwitzen von innen nass und erkälten sich. Bei kleineren Kindern sind Overalls praktisch – sie schützen davor, dass Schnee und Eis in die Hose rutschen können. Der Nachteil: Beim Gang zum WC ist Auskleiden angesagt.

Eine gut sitzende Skiausrüstung ist unbedingt notwendig, um den Urlaub genießen zu können

Sehr gut sitzen müssen die Skischuhe. Sind sie zu eng, werden die Füße schnell kalt.  Nehmen Sie sich die Zeit und testen Sie im Geschäft oder Skiverleih die Schuhe ausgiebig – ab in die Hocke, wippen nach vorn und hinten, und einmal richtig rennen. Das macht vertraut mit dem Schuh. Und zeigt, ob der Schuh nicht drückt. Flexibel nach vorn, stabil nach hinten, so muss der perfekte Schuh sitzen – und daumenbreit Luft bieten vor dem großen Zeh. Prüfen Sie auch, ob die Schnallen leicht zu öffnen und zu justieren sind. Mitunter bedeutet dies wahre Kraftakte! Spezielle Skisocken wärmen die Füße, stützen die Gelenke und sorgen mit ihren Polsterverstärkungen vor Druckstellen.

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7. Der richtige Ski für mein Kind

Bei den Ski sollten Sie auf eine schöne Taille achten – dann ist der Ski leichter zu drehen. Bei der Länge gilt folgende Faustregel für die Kids: Anfänger bis zur Schulterhöhe, Fortgeschrittene bis zum Kopf.

Man sollte sich immer gut beraten lassen, wenn es um die Ausrüstung geht

Handschuhe sollten Sie gleich doppelt einpacken: dicke, gefütterte zum Schneemannbauen. Und etwas dünnere, windundurchlässige und griffige, zum Skifahren. Bei kleinen Kindern schützen Bänder an den Handschuhen, die in der Kleidung über die Schultern von Arm zu Arm geführt werden, vor dem Verlieren.

Tipp: Auch ein Tagesrucksack gehört mit ins Gepäck. Neben Wechselwäsche und Erste-Hilfe-Set gehören auch Getränke, Energieriegel und anderer Proviant hinein. Und wer als Familie lieber picknickt, statt in der Hütte zu schmausen, packt belegte Brote, Knabbergemüse, Obst und Thermoskanne ein und futtert im Schnee mit Blick auf eisfunkelnde Bergriesen.  

8. Nur mit Helm

Der Gesetzgeber schreibt für Kinder unter 16 Jahren beim Skifahren das Tragen eines Skihelms vor. Zwar finden keine Kontrollen statt, dennoch sollte es selbstverständlich sein, die Kinder – und auch sich selbst – vor Kopfverletzungen bei Stürzen und Rempeleien zu schützen. Viele Skischulen und -verleihe bieten kostenlos Helme an. Und nicht nur in Norwegen darf der Nachwuchs mit Helm bis zum Schulbeginn die Lifte sogar kostenlos nutzen.

Ein Helm ist Pflicht!

Vor Schädigungen der Augen durch den hellen Schnee sorgen Skibrillen. Billigimporte haben nur eingefärbtes Glas und filtern nicht die intensiven Strahlen. Gute Brillen sind leider etwas teurer – aber nur sie schützen wirklich vor bleibenden Augenschäden. Die beste Kombi: Optiker-Sonnenbrille und rot oder orange eingefärbte Skibrille. Da sieht man bei Nebel oder Schneetreiben gleich viel besser!

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9. Abwechslung statt Pistenstress

Tagtäglich von früh bis spät auf die Piste: Das lieben meist nur größere und wirklich sportbegeisterte Kinder. Alle anderen Kinder freuen sich, wenn der Skiurlaub etwas Abwechslung bietet. Planen Sie pro Woche mindestens einen skifreien Tag ein und erleben Sie Winter einmal ganz anders: bei Schneeschuhwanderungen, Pferdeschlittenfahrten oder Rodeln. Oder besuchen Sie eine Sehenswürdigkeit in der Nähe, plantschen Sie im Erlebnisbad – oder hüpfen Sie mit ihren Kindern auf den XXL-Trampolinen von Indoor-Spielplätzen.

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Neben dem Spaß auf der Piste gibt es noch viele weitere tolle Möglichkeiten den Winterurlaub mit Kindern abwechslungsreich zu gestalten

10. Die perfekte Balance

Zu guter Letzt: Nichts sorgt so für rundum gelungene Skiferien mit der Familie wie eine gute Zeitplanung. Morgens um 9.30 oder 10 Uhr den Nachwuchs ausgeschlafen beim Skikurs abzugehen, ist sportlich – und mit Stress verbunden, will man vorher noch Familie leben, mit den Kids kuscheln, gemeinsam frühstücken, sich in Ruhe fertig machen und alle anziehen. Wer genau hinguckt, findet auch Skischulkurse, die erst um elf Uhr beginnen. Anderthalb Stunden lang Ski zu fahren, ist für viele Kinder anstrengend genug. Nach der Mittagspause noch einmal das gleiche Pensum: Da sind auch sie ausgepowert. Und sollten sich ein wenig ausruhen, ehe das Programm weiter geht mit Plantschen im Pool oder anderen Aktivitäten. Die richtige Balance zwischen Erlebnis und Ruhe, Zeit zusammen, zu zweit und allein sichert den Familienfrieden, macht glücklich – und ist damit das Wichtigste für gelungene Skiferien mit der ganzen Familie.

Ein Tag auf der Piste ist anstrengend, deswegen sollte man genügend Ruhezeiten einplanen

Welcher ist Ihr ultimativer Tipp für gelungene Skiferien mit Kindern?

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Kommentare

  1. AvatarChristopher Seidel

    Super geschriebener und informativer Artikel :-). Eine sehr gute Aufstellung. In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen 🙂

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