Madeira oder Teneriffa: Wo urlaubst du im Winter?

Table of Contents

Madeira oder Teneriffa – beide Atlantikinseln gelten als Ganzjahresziele, unterscheiden sich im Winter aber deutlicher, als viele erwarten. Auf beiden Inseln liegen die Tagestemperaturen zwischen Dezember und Februar meist über 18 Grad. Doch während Madeira mit dichten Lorbeerwäldern und Wanderwegen lockt, punktet Teneriffa mit mehr Sonnenstunden und echten Badestränden. Welche Insel besser zu dir passt, hängt davon ab, was du im Winterurlaub suchst.

Madeira im Winter: mild, grün und zum Wandern gemacht

Madeira trägt den Beinamen „Insel des ewigen Frühlings“ und wird diesem im Winter durchaus gerecht. Die kühlsten Monate sind Januar und Februar mit Durchschnittswerten um 16 bis 17 Grad, tagsüber werden an der Südküste oft 18 bis 20 Grad erreicht. Gleichzeitig ist der Winter die niederschlagsreichste Zeit des Jahres, besonders im Dezember.

Wichtig für die Planung: Madeira hat ausgeprägte Kleinklimata. Der Norden ist deutlich regnerischer und wolkiger als der Süden rund um Funchal. Wer im Winter reist, sollte seine Unterkunft eher an der Südküste wählen.

Das größte Kapital der Insel ist ihre Natur. Der Lorbeerwald Laurisilva wurde 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt und bedeckt rund 15.000 Hektar, etwa ein Fünftel der Inselfläche. Erschlossen wird er über die Levadas, historische Bewässerungskanäle, an denen entlang Wanderwege verlaufen. Für einige stark frequentierte Routen ist inzwischen eine kostenpflichtige Anmeldung mit fester Startzeit nötig, etwa auf dem Bergweg zwischen Pico do Areeiro und Pico Ruivo. Prüfe das vor der Reise auf der offiziellen Wanderseite Madeiras.

Madeira oder Teneriffa? Urlauber blickt auf Sao Vicente auf Madeira
Blick über São Vicente.

An der Nordküste liegt São Vicente, ein Ort in einem grünen Tal, das von steilen Berghängen eingerahmt wird – trotz Küstenlage fühlt es sich eher nach Bergdorf an. Im Zentrum steht die barocke Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert mit vergoldeten Holzschnitzereien und einer bemalten Decke, die den heiligen Vinzenz bei der Segnung des Ortes zeigt. Direkt am Meer wurde die winzige Capelinha do Calhau in einen Basaltfelsen an der Flussmündung hineingebaut. Ein kleiner öffentlicher Park zeigt Pflanzenarten, die nur auf Madeira vorkommen. Von São Vicente aus führt die alte Küstenstraße weiter nach Westen Richtung Seixal und Porto Moniz – eine der landschaftlich eindrucksvollsten Strecken der Insel.

Auch kulturell hat der Winter etwas zu bieten. Funchal ist ab Anfang Dezember festlich beleuchtet, am 23. Dezember belebt die Marktnacht Noite do Mercado die Altstadt, und das Silvesterfeuerwerk über der Bucht gehört zu den bekanntesten Europas.

Weitere spannende Orte und Ausflugsziele auf Madeira findest du in unserem Madeira-Reiseführer.

Teneriffa im Winter: mehr Sonne und mehr Strand

Teneriffa ist im Winter das wärmere und trockenere der beiden Ziele – zumindest im Süden. Rund um Costa Adeje, Los Cristianos und El Médano liegen die Tageswerte im Januar und Februar statistisch bei 21 bis 22 Grad, im Norden bei 19 bis 20 Grad. Der Süden liegt im Windschatten der Berge und bekommt spürbar mehr Sonne, der Norden mit Puerto de la Cruz ist dafür grüner. Der Atlantik kühlt im Winter auf etwa 18 bis 20 Grad ab, für Geübte also noch badetauglich.

Bestaune einzigartige Felsformationen im Teide-Nationalpark auf Teneriffa.

Die Insel ist landschaftlich vielfältiger, als der Ruf der Badeorte vermuten lässt. Der Teide-Nationalpark rund um den 3.715 Meter hohen Vulkan Pico del Teide ist seit 2007 UNESCO-Weltnaturerbe. Eine Seilbahn bringt dich bis knapp unter den Gipfel, für den letzten Abschnitt brauchst du eine kostenlose Genehmigung. Im Winter liegt am Gipfel häufig Schnee, während du am Strand im T-Shirt sitzt.

Weniger bekannt als der Teide ist das Anaga-Gebirge im Nordosten, ein UNESCO-Biosphärenreservat mit nebelfeuchtem Lorbeerwald, steilen Schluchten und kleinen Bergdörfern. Wer die grüne Seite Madeiras mag, aber die Sonnengarantie des Südens nicht aufgeben will, findet auf Teneriffa beides auf einer Insel.

Madeira oder Teneriffa: Für wen eignet sich welche Insel?

Madeira passt zu dir, wenn du Ruhe, Natur und Bewegung suchst. Die Insel hat kaum klassische Sandstrände, dafür ein außergewöhnlich dichtes Wandernetz und ein Tempo, das im Winter angenehm entschleunigt.

Teneriffa passt besser, wenn Sonne, Strand und Abwechslung im Vordergrund stehen. Familien mit Kindern finden im Süden flache Badebuchten und eine gute touristische Infrastruktur, gleichzeitig sind Vulkanlandschaft und Bergdörfer als Tagesausflug erreichbar.

Ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung lohnt sich auf beiden Inseln besonders im Winter, weil Aufenthalte dann oft länger ausfallen. Mit eigener Küche kannst du auf regionalen Märkten einkaufen und bist bei wechselhaftem Wetter nicht an feste Essenszeiten gebunden.

Ferienhäuser weltweit buchen

Praktischer Tipp: Wähle die richtige Inselseite

Auf beiden Inseln entscheidet die Himmelsrichtung stärker über dein Wetter als der Reisemonat. Für einen Winterurlaub mit möglichst viel Sonne wählst du auf Teneriffa den Süden und auf Madeira die Südküste rund um Funchal. Plane pro Insel mindestens sieben Tage ein, damit du bei einem verregneten Tag flexibel umplanen kannst. Ein Mietwagen ist auf beiden Inseln sinnvoll, da die schönsten Wander- und Aussichtspunkte im Landesinneren liegen.

Fazit

Ob Madeira oder Teneriffa im Winter die bessere Wahl ist, hängt von deinem Urlaubsstil ab. Madeira gewinnt bei Wanderungen, Natur und Ruhe, hat aber mehr Regentage und kaum Sandstrände. Teneriffa bietet im Süden verlässlichere Sonne, Badestrände und mit dem Teide-Nationalpark ein landschaftliches Highlight. Wer beides möchte, ist auf Teneriffa etwas flexibler, wer bewusst entschleunigen will, auf Madeira besser aufgehoben.

Weitere Inspirationen für einen Insel-Urlaub findest du in unserem Beitrag zu den Inseln Europas.

Häufige Fragen

Ist es auf Madeira oder Teneriffa im Winter wärmer?

Teneriffa ist im Winter etwas wärmer. Im Süden der Insel liegen die Tageswerte im Januar und Februar bei 21 bis 22 Grad, auf Madeira meist bei 16 bis 20 Grad. Der Unterschied fällt vor allem bei den Sonnenstunden auf, da der Süden Teneriffas deutlich trockener ist.

Kann man im Winter auf Madeira oder Teneriffa baden?

Baden ist auf beiden Inseln möglich, aber frisch. Die Wassertemperatur liegt im Winter bei etwa 18 bis 20 Grad. Teneriffa hat dabei mehr geschützte Sandstrände, während Madeira überwiegend Felsküste und Naturschwimmbecken bietet.

Welche Insel eignet sich besser für Familien mit Kindern?

Für Familien mit kleineren Kindern ist Teneriffa meist praktischer. Der Süden hat flach abfallende Badestrände, kurze Wege und ein breites Freizeitangebot. Madeira eignet sich eher für Familien mit älteren Kindern, die gern wandern.

Wie lange dauert der Flug nach Madeira und Teneriffa?

Von Deutschland aus dauern Direktflüge zu beiden Inseln rund viereinhalb bis fünf Stunden. Beide Ziele werden ganzjährig angeflogen, im Winter ist das Angebot nach Teneriffa in der Regel größer.

Kann ich meinen Hund mitnehmen?

Beide Inseln lassen sich mit Hund bereisen, allerdings gelten für den Flug und die Einreise besondere Vorgaben. Welche Regeln aktuell gelten, erklären wir im Beitrag zu den neuen EU-Regeln für Reisen mit Haustier.

Beitrag teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neueste
FeWo & Häuser mieten
Reiseinspiration frei Haus

Das könnte Dich auch interessieren

Logo
© 2026 Ferienhausmiete.de