Die 10 schönsten kroatischen Inseln

Die 10 schönsten kroatischen Inseln – vom viel bereisten Krk bis zum Geheimtipp Susak. Doch eine schlägt sie alle.

Kroatiens Inselwelt ist vielfältig – eine Jahrtausende alte Kulturlandschaft im Adriatischen Meer. Im Winter von der stürmischen Bora zerzaust, im Sommer von der mediterranen Sonne verwöhnt. Das Essen und der Wein sind herausragend, den Menschen merke ich an, dass sie gerne hier wohnen. Meine Begeisterung für diese Landschaft kennt keine Grenzen.

Felsige Küste der Insel Korčula

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Hvar – Meine Königin unter den Inseln

Häufig werde ich gefragt, welches für mich die schönsten – und das sind für mich gleichzeitig die spannendsten – Inseln vor der Küste Kroatiens sind. Ohne lange nachdenken zu müssen, ist meine Antwort: erstens Hvar, zweitens Hvar und drittens Hvar. Hier kommt alles zusammen: eine wunderschöne Landschaft, Berge, die aus dem Meer emporragen, fruchtbare Ebenen mit Wein und Olivenbäumen sowie Jahrtausende alte Ortschaften. Dazu köstliches Essen und süffiger Wein. Hvar ist unangefochten meine Königin unter den kroatischen Inseln.

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Das türkisblaue Wasser weckt in jedem die Lust aufs Reisen

Wir beginnen unsere Reise in Stari Grad. Die Fähre von Split biegt in den kilometerlangen Fjord am Nordwestzipfel Hvars ein, der sich noch einmal verjüngt und an dessen Ende sich die Stadt Stari Grad ans Ufer schmiegt. Stari Grad bedeutet alte Stadt. Bereits im Jahre 384 vor Christus siedelten hier griechische Kolonisten. Östlich der Stadt liegt das seit der Antike bewirtschaftete Ager-Feld. Die fruchtbare Ebene sowie ein Teil der Altstadt stehen unter dem Schutz der UNESCO. Die zweite Perle der Insel Hvar ist die Stadt Hvar. Sie liegt im Südwesten. Rund um den Hafen gruppiert sich die pittoreske Altstadt, die oben auf den Hügeln durch eine mittelalterliche Festungsanlage gekrönt wird. Ein besonderes Ereignis ist die seit 500 Jahren zelebrierte Osterprozession und das Theater in Hvar existiert bereits seit dem Jahre 1612 und war das erste öffentliche Theater auf dem Balkan. Die Stimmung in Hvar ist einzigartig. Besonders am Abend, nach einer Wanderung oder Rundfahrt über die Insel lädt die Promenade um den Hafen zum Schlendern und Verweilen ein. In den verwinkelten Gassen gibt es zahlreiche Konobas und Restaurants.

Nächtlicher Blick über die Stadt Hvar, im Vordergrund der Glockenturm

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Die Hölleninseln

Blicken wir vom Fort und von den Hügeln oberhalb der Stadt Hvar hinunter auf die ockerfarbenen Häuser und die roten Dächer, auf den Hafen und auf das blaue und türkisfarbene Wasser der Adria, fällt der Blick unweigerlich auf eine Handvoll Inselchen, nur einen Steinwurf von Hvar entfernt: auf die Hölleninseln.

Der Hafen von Hvar gehört zu den schönsten an der gesamten kroatischen Küste

Die Pakleni otoci ragen wie smaragdgrüne Edelsteine aus dem Türkis der Adria. Sie duften nach Kiefern und Rosmarin und aus dem Pinienwald dringen die Rufe von Pfauen ans Ufer. Der Archipel gilt als einer der schönsten Orte Kroatiens und ist ein Highlight in der Inselwelt Dalmatiens.

Vis – Titos Versteck

Von Hvar und den Hölleninseln geht es hinaus nach Vis. Von den großen Inseln liegt Vis am weitesten draußen in der Adria, was über viele Jahre ihr Schicksal war: schwer zu erreichen oder gar militärisches Sperrgebiet. Dies hat jedoch den Vorteil, dass Vis viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat. Die Insel ist ein Paradies für Wanderer. Marshall Tito versteckte sich kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in Höhlen, die gut verborgen in den Bergen liegen, vor der Deutschen Wehrmacht – bis zuletzt erfolgreich.

In den fruchtbaren Tälern auf der Insel Vis werden hauptsächlich Weintrauben angebaut

Die beiden größeren Ortschaften auf Vis haben beide ihre Eigenarten. Da ist der Doppelort Luka und Kuta im Nordosten und das im Südwesten zur offenen Adria hin gelegene Komiža, welches mit atemberaubenden Sonnenuntergängen und einer maritimen Atmosphäre begeistert.

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Mljet – Insel der Mungos

Wie von Hvar gibt es auch von der Insel Mljet so viel zu erzählen, dass nur ein Artikel nicht ausreichen würde. Ich fange mit Odysseus an, der auf Mljet der Nymphe Calypso verfiel. Mit dem Apostel Paulus, der als streitsüchtiger Herumtreiber im gesamten Mittelmeerraum im Auftrag des Herrn unterwegs war und wie an vielen anderen Orten, so auch auf Mljet Schiffbruch erlitt, für Gott stritt und verprügelt wurde. Der römische Dichter Oppian verbrachte auf Mljet sein Exil. Davon zeugen die Ruinen im Dorf Polače.

72% der Insel Mljet sind mit Wäldern bedeckt

Die Griechen nannten Mljet die Honiginsel. Sie ist eine der grünsten Inseln im Mittelmeer. Fast 80% der Inselfläche ist als Nationalpark geschützt. Zwei Salzwasserseen befinden sich innerhalb des Parks. Das ehemalige Benediktinerkloster Sveta Marija steht idyllisch auf einem Inselchen inmitten des Großen Sees, des Veliko Jezero. Auf dem Weg dorthin trifft man mit etwas Glück auf Mungos, die vor Jahrhunderten hier ausgesetzt wurden, um (mit Erfolg) Schlangen zu fangen.

Kornaten – Die Gekrönten

Eine karge und harte Landschaft empfängt uns auf den Kornaten. Der Name bedeutet „die Gekrönten“. Mit Kronen bezeichnen Geologen die letzten Spuren im Meer versunkener Berge. Der Archipel ist ein Nationalpark. Von Ihrem Ferienhaus auf den Nachbarinseln oder den Häfen des Festlandes bringen geführte Touren Sie in das Labyrinth von zahlreichen Inseln und Inselchen, die bis auf wenige Ausnahmen kaum Vegetation aufweisen – ein Ort für Individualisten und Naturliebhaber.

Die Kornaten beim Sonnenuntergang

Cres – Von Geiern und Dörfern in luftigen Höhen

Kommen wir von Dalmatien nach Istrien: Auf der Insel Cres lohnt es sich, den Gänsegeiern von Beli einen Besuch abzustatten. Die majestätischen Vögel sind die letzten ihrer Art in Europa. In einer Aufzucht- und Krankenstation werden verletzte Tiere gepflegt. In fast zehn Kilometer Höhe kreisen die Gänsegeier mit ihrer gewaltigen Spannweite am Himmel. Winzig klein sehen sie von unten aus.

Um ihnen wenigstens ein bisschen näher zu kommen, bietet sich ein Besuch im kleinen Bergdorf Lubenice an. Es liegt in exponierter Lage auf einem Bergkamm, einige Hundert Meter über der Adria thronend. Zwischen alten Häusern, verwaisten Gehöften und verschlossenen Kapellen findet sich die ein oder andere kleine Konoba, die Touristen, die sich bis hierhin verirren, schweren Rotwein anbieten und traditionelle Gerichte der Insel: Schafskäse, gebratene Lammleber mit Knoblauch und ein Ragout mit Gnocchi. Tief unterhalb des Dorfes liegt der versteckteste Strand der Insel: Nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar, gilt der Strand von Lubenice als einer der schönsten Strände Kroatiens.

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Krk – Die Vielbesuchte

Gegenüber der Einsamkeit Lubenices, ist Krk geradezu überlaufen. Die Insel ist etwa gleich groß wie Cres, hat aber mehr als fünf Mal so viele Einwohner und ein Vielfaches an Besuchern. Nichtsdestoweniger lohnt sich ein Besuch. Die Geschichte der Insel geht bis auf die Illyrer zurück. Die Römer nannten sie wegen ihrer atemberaubenden Natur die „Goldene Insel“.

Wunderschöne Stadt Baska ist eine beliebte touristische Destination

Eine bekannte Weinregion der Insel liegt bei dem Dorf Vrbnik, das ebenfalls auf einem steil ins Meer abfallenden Felsen thront. Die Reben wachsen in einem Talkessel, der einst ein See war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde dieser trockengelegt, um Obst und Gemüse anzubauen.

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Susak – Auf Sand gebaut

Apropos Wein: Kommen wir zu unserer letzten Insel auf dieser Reise, die noch als echter Geheimtipp gilt: Susak. Die einzige Sandinsel der Adria ist mit Schilfrohr, Brombeeren, Jasmin und Weinstöcken bewachsen. Das besondere dabei ist, dass es sich auf Susak um alte, autochthone Reben handelt, da die Insel aufgrund der abgeschiedenen Lage von der Reblaus bisher verschont wurde. Die Insel ist autofrei. Wanderwege führen durch Weinberge und Schilfwäder zu abgelegenen Leuchttürmen und verlassenen Militäranlagen, auf denen Graffitis warnen: „Do not enter! Area 51.“ 

Insel Susak ist komplett autofrei

Postscriptum

Fast alle diese Inseln habe ich selber bereist, habe die Landschaften erwandert, das Essen genossen und den Wein, an Osterfeierlichkeiten und nächtlichen Prozessionen teilgenommen und Menschen kennengelernt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, diese Kulturlandschaft zu bewahren. Nur eine Insel auf der Liste habe ich nie betreten. Das muss ich noch nachholen.


Für welche der Inseln würden Sie sich entscheiden?

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