Fliegen mit Hund – die besten Tipps!

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Der Hund gehört zur Familie und soll natürlich auch im Urlaub dabei sein. Wer sich für eine Flugreise entscheidet und dabei nicht auf seinen Vierbeiner verzichten möchte, der sollte eine solche Reise rechtzeitig und gut planen, denn nicht jede Airline akzeptiert den Vierbeiner als Fluggast. Außerdem ist die Anzahl der vierbeinigen Passagiere pro Flug oft begrenzt. Wir haben die besten Tipps für das Thema Fliegen mit Hund!

Urlaub mit Hund und der ganzen Familie
Der Hund gehört zur Familie und soll deswegen auch im Urlaub nicht fehlen

Fliegt der Hund in der Kabine oder im Frachtraum?

Kleine Hunde dürfen oftmals als Handgepäck mit in die Kabine mitgenommen werden. Bei der Lufthansa müssen beispielsweise folgende Regeln eingehalten werden: Der Vierbeiner darf inklusive Hundetransporttasche nicht mehr als acht Kilogramm wiegen und der Transportbehälter darf nicht größer als 50 x 40 x 23 Zentimeter sein. In der Kabine müssen sie im Fußraum abgestellt werden und dürfen während des Fluges nicht herausgenommen werden.

Hund im Flugzeug in der Transporttasche
Kleine Hunde dürfen in der Kabine mitfliegen

Tiere, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, fliegen im Frachtraum mit. Auch hier gibt es viele Vorgaben, die erfüllt werden müssen. So wird ein Transportbehälter benötigt, der nicht nur den Bestimmungen der IATA (International Air Transport Association) entspricht, sondern der auch groß genug ist, damit der Hund darin stehen kann. Ein solcher Transportbehälter wird nicht von den Fluglinien zur Verfügung gestellt, sondern muss vorher gekauft werden. Sinnvoll ist der rechtzeitige Kauf, damit der Vierbeiner an den Aufenthalt in einer solchen Kiste gewöhnt werden kann.

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Ausnahmeregelungen gibt es für Assistenzhunde wie beispielsweise Blindenhunde. Diese dürfen mit in die Kabine genommen werden. Sie müssen zu Füßen ihres Besitzers liegen und einen Maulkorb tragen – was sich aber in den meisten Flugzeugen aufgrund von Platzmangel als schwierig erweisen könnte.

Darüber hinaus gibt es Sonderregelungen für den Transport von so genannten „Listenhunden“ und von stumpfnasigen Rassen wie beispielsweise Boston Terrier, Boxer, Bulldogge und Mops.

Welpenportrait
Es gibt auch Sonderregelungen, die nur bestimmte Rassen betreffen

Da jede Fluglinie ihre eigenen Richtlinien zum Transport von Tieren hat, ist es wichtig, sich vorab genau zu erkundigen bevor man das Projekt Fliegen mit Hund in Angriff nimmt. Bloß weil Lufthansa kleine Hunde in der Kabine mitnimmt, gilt das noch lange nicht für andere Airlines.

Unterschiedliche Einreisebestimmungen

Bevor es überhaupt erst mit einem Hund ins Flugzeug gehen kann, ist es wichtig, sich über die Einreisebestimmungen für Hunde in das Zielland ausführlich zu informieren. Das gilt auch für die Einreisevorschriften bei der Rückreise nach Deutschland – insbesondere dann, wenn es um die Einreise aus Nicht-EU-Ländern geht. Informationen zu diesen Richtlinien gibt es auf einschlägigen Internet-Plattformen, ggf. beim Tierarzt oder aber bei den entsprechenden Botschaften und Tourismusämtern.

Hund im Koffer
Denken Sie an alle nötigen Dokumente für Ihren Hund

Es ist wichtig, dass alle Vorgaben zur Einreise in das jeweilige Land korrekt erfüllt werden. Ansonsten kann es passieren, dass Flugbuchungen – beispielsweise auch für Teilstrecken – abgelehnt werden können, auch wenn das Ticket schon ausgestellt ist und unter Umständen eine Teilstrecke bereits geflogen wurde. Und für Kosten, die dadurch für zweibeinige Flugpassagiere entstehen, haftet die Airline nicht.

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Getreu dem Motto „andere Länder, andere Sitten“ ist es grundsätzlich sinnvoll, sich darüber zu informieren, wie an der Urlaubsdestination mit Hunden umgegangen wird. Herrscht etwa Maulkorb- und Leinenpflicht, sind Hunde grundsätzlich in der Öffentlichkeit gerne gesehen oder nicht usw. – es ist nicht für jede Nation selbstverständlich, dass Hunde als Familienmitglieder angesehen werden.

Für Reisen in der EU gelten folgende Bedingungen:

  • Der EU-Heimtierausweis muss mitgeführt werden, denn aus ihm geht u.a. die gültige Tollwutimpfung des Hundes hervor
  • Microchip – seit 2011 müssen Hunde mit einem Microchip ausgestattet sein (bei Tieren, die vor diesem Datum geboren wurden, gilt weiterhin die Tätowierung, die gut lesbar sein muss)
  • Gültige Tollwutimpfung (die entsprechend im Heimtierausweis eingetragen ist)
  • Darüber hinaus haben viele Länder nationale Sonderregeln – bitte immer darauf achten

Flugticket und Kosten

Obwohl es bei vielen Fluglinien möglich ist, den Vierbeiner bis 24 Stunden vor Abflug für einen Transport anzumelden, ist es sinnvoll, dies direkt bei mit der eigenen Flugbuchung vorzunehmen. Oftmals ist die Anzahl der Tiere – sowohl in der Kabine als auch im Frachtraum – beschränkt. So kann sichergestellt werden, dass der Vierbeiner auf jeden Fall mit der gesamten Familie in den Urlaub fliegt.

Junge mit Vierbeiner auf Flugfeld
Das Fliegen mit Hund sollte gut geplant sein

Die Preise, um Hunde im Flugzeug zu transportieren, sind so vielfältig wie es die Airlines sind: So fliegt ein Hund beispielsweise bei Emirates ab 500 US Dollar (im Frachtraum) mit, während sie bei Lufthansa oder Condor ab einem Preis von 50 Euro mit von der Partie sein können. Die Kosten sind auch abhängig von der Flugstrecke sowie der Größe des Hundes (einen Rhodesian Ridgeback von Frankfurt nach Südafrika zu transportieren ist natürlich um Einiges teurer als mit einem Mops in der Tragetasche nach Mallorca zu fliegen).

Checkliste für einen Flug mit Hund in der Kabine

  • Transporttasche mit den erlaubten Maßen (an der Tasche sollte sicherheitshalber Heimat- und Urlaubsadresse angebracht werden inkl. Name des Hundes und Handy-Nummer)
  • EU-Heimtierausweis mit allen erforderlichen Einträgen inklusive nationalen Sonderbestimmungen
  • Halsband mit Adressschild und Telefonnummer sowie Leine
  • Kauknochen und ggf. Futter
  • Spielzeug
  • Wasser- und Futternapf (Wasser gibt es dann von den FlugbegleiterInnen)
  • Versicherungsnachweis
  • Kottütchen
  • ggf. notwendige Medikamente
Fliegen mit Hund sollte entspannt ablaufen
Der Urlaub sollte für alle Familienmitglieder entspannt ablaufen, auch für den Hund

Hilfreiche Tipps für eine Reise im Frachtraum:

  • Die Transportbox muss so groß sein, dass der Vierbeiner gut stehen kann und ausreichend Platz hat, um sich umzudrehen und hinzulegen.
  • Die Box muss mit Schrauben gesichert sein. Eine einfache Plastikverriegelung wird nicht akzeptiert.
  • An der Box dürfen keine Rollen angebracht sein.
  • Sie muss ausbruchssicher (beispielsweise stabile Kunststoffboxen) und auf allen vier Seiten mit Belüftungsöffnungen versehen sein.
  • Futter- und Wassernapf sollten in der Box angebracht sein und zwar so, dass sie von Außen gefüllt werden können. Futter und Wasser kann vom Besitzer mitgegeben werden.
  • Die Transportbox muss einen wasserdichten Boden haben. Außerdem sollte sie mit saugfähigem Material ausgelegt sein (saugfähige Matte oder Handtücher und darüber ein Decke).
  • Name des Hundes sowie Heimat- und Urlaubsadresse inklusive Handy-Nummer des Besitzers sichtbar und gut lesbar außen an der Transportbox anbringen.
  • Ein T-Shirt mit dem Geruch seiner Besitzer kann u.U. dafür sorgen, dass der Hund auf dem Flug weniger Stress hat.
  • Halsband und Leine sowie Versicherungsnachweise und Heimtierpass mit den notwendigen Einträgen sowie die obligatorischen Kottütchen kommen ins Handgepäck der Zweibeiner

Vorbereitung des Hundes auf eine Flugreise

Je nachdem, ob ein Hund an Transportboxen gewöhnt ist oder nicht, sollte er im Vorfeld einer geplanten Flugreise an seine Transportbox gewöhnt werden. Das kann gut zu Hause geübt werden, in dem die Transportbox oder –tasche einfach im Wohnzimmer aufgestellt wird. So hat der Vierbeiner die Möglichkeit, sein neues Reich ganz in Ruhe kennenzulernen. Mit der entsprechenden Belohnung wird es dann schnell normal für ihn sein, sich dort zur Ruhe zu begeben.

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Spaziergang mit dem Vierbeiner
Vor dem Abflug sollte der Hund die Chance bekommen sich richtig auszutoben

Wer in der Nähe des Flughafens wohnt, der macht vor der eigentlichen Reise vielleicht ein- oder zweimal einen Ausflug mit Hund dorthin und spaziert mit ihm ganz in Ruhe durch die Abflughallen. So kann sich der Vierbeiner schon einmal ein bisschen an diese Atmosphäre gewöhnen.

Ist dann endlich der Abflugtag gekommen, geht es vorher nochmals so richtig schön lange auf einen Gassi-Spaziergang. Am Flughafen sollte der Vierbeiner so lange wie möglich außerhalb der Box bleiben. So bleibt er noch in Bewegung, und außerdem sorgt der Kontakt zu Frauchen oder Herrchen dafür, dass er ruhig und entspannt ist.

Die Frage, ob es sinnvoll ist, dem Hund vor dem Abflug ein Beruhigungsmittel zu geben, wird kontrovers diskutiert. Viele Tierärzte raten davon ab. Zeigen sich negative Nebenwirkungen, ist im Frachtraum in der Regel niemand, der sich fachlich korrekt um das Tier kümmern kann.

Fliegen mit Hund – muss das wirklich sein?

Es gibt ohne Frage sicherlich zahlreiche wichtige Gründe, einen Hund im Flugzeug zu transportieren. Ob dazu nun Urlaubsreisen nach Spanien, in die USA oder sonst wohin zählen, darf kritisch hinterfragt werden. Dabei geht es sicherlich nicht um die kleinen Hunde, die mit in die Kabine genommen werden dürfen, sondern eher um die Vierbeiner, die im Frachtraum mitfliegen müssen.

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Urlaub mit dem Auto
Für die meisten Hunde ist wohl eher das Auto das geeignetere Transportmittel für den Urlaub

Natürlich gibt es auch Vielflieger unter den Hunden, die daran gewöhnt sind, regelmäßig im Flugzeug transportiert zu werden und die Flüge ohne Probleme überstehen. Dennoch können insbesondere Mittel- und Langstreckenflüge problematisch sein – lange Wartezeiten, Lärm, Gerüche, Druckunterschiede, Bewegungsmangel und die Trennung von Frauchen und Herrchen. Dann kommt unter Umständen noch ein extremer Klimawechsel am Urlaubsort hinzu. Das alles setzt einen Hund extrem unter Stress. Und hat er sich endlich davon erholt, geht die ganze Prozedur von vorne los.

Überlegen Sie sich daher vorher wirklich gut, ob eine Flugreise für Ihren Hund das Richtige ist. Es ist selbstverständlich toll, dass Sie auch im Urlaub nicht auf den besten Freund des Menschen verzichten möchten. Aber dann ist eine Urlaubsreise im Auto vielleicht die bessere Wahl!

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