10 Tipps für einen Urlaub am Timmendorfer Strand

Die Gemeinde Timmendorfer Strand liegt 15 Kilometer nördlich von Lübeck, direkt an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins. Ein Geheimtipp ist der Ort schon lange nicht mehr, und das ist auch gut so. Der Strand an der Lübecker Bucht ist 6,5 Kilometer lang und hält viel Platz für Ostsee-Urlauber bereit. Charmantes Beiwerk, das Landschaftsbild um Timmendorfer Strand wird durch die Grundmoränen der letzten Eiszeit geprägt – was der Region noch heute ein einzigartiges Erscheinungsbild verleiht. Nachbargemeinden von Timmendorfer Strand sind das noble Scharbeutz im Norden, Ratekau im Süden und Westen sowie Lübeck – mit dem Stadtteil Travemünde – im Osten. Sie alle sind schöne Ausgangspunkte für einen Strandurlaub mit unterhaltsamen Tagesausflügen in die umgebenden Gemeinden der Region.

Tipp 1: Die Landschaft ist der Star

Wer denkt, überall im nördlichsten Bundesland Deutschlands sei das Land platt wie gebügelt, irrt. Die Landschaft unterscheidet sich sichtbar von der Westküste Schleswig-Holsteins. Ablagerungen aus der Weichsel-Eiszeit schufen in Ost-Holstein ein abwechslungsreiches, leicht hügeliges Relief mit vielen Seen und sanft geschwungener Landstriche.

Die Landschaft überzeugt mit einem einzigartigen Erscheinungsbild.

Ein vom Land aus unsichtbarer Superlativ befindet sich am Grund des Hemmelsdorfer See, der einst aus einer von der Ostsee abgeschnittenen Förde entstand: mit 39,6 Metern unter Meereshöhe wurde hier der tiefste naturgeschaffene Punkt Deutschlands gemessen. Ein weiteres typisches Merkmal für das Landschaftsbild um Timmendorfer Strand sind die unter Naturschutz stehenden Knicks, die sich Spaziergängern und Radwanderern offenbaren.

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Tipp 2: Strand-Spaß bei Tag und Nacht auskosten

Am Timmendorfer Strand kommen Strandliebhaber voll auf ihre Kosten. Die durchnummerierten Strandabschnitte erleichtern die Orientierung, besonders für Hundebesitzer oder Besucher die barrierefreie Zugänge benötigen. Für uneingeschränkten Spaß sorgen zudem sportliche und gastronomische Angebote sowie ein Strandkorbverleih. In einem Strandkorb zu relaxen, einfach aufs Meer zu schauen oder zu lesen ist Urlaubsfeeling pur.

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Ein neuer Trend, der eine neue Sehnsucht nach Naturverbundenheit widerspiegelt, ist das Schlafen unter freiem Himmel. Dieses Abenteuer ist im Schlafstrandkorb Niendorf möglich und – wie ich finde – ein besonderes Highlight. Mit Glück erwischen Strandurlauber eine wolkenlose Nacht, doch auch mit weniger Sternen ist das Erlebnis einzigartig.

Schlafen unter freiem Himmel ©www.ostsee-schleswig-holstein.de / Oliver Franke

Tipp 3: Pötte gucken im Hafen in Travemünde

Wer am Timmendorfer Strand urlaubt, sollte unbedingt den Hafen in Travemünde besuchen. Die riesigen Containerschiffe bei ihrer Ankunft zu beobachten birgt eine Faszination, der wir uns nur schwer entziehen können.

Die Einfahrt der Schiffe und Fähren in den Travemünder Hafen beeindrucken Jung und Alt.

Dass diese Riesenschiffe nicht auf Grund laufen, wenn sie sich – aus Lübeck kommend – durch den Travemünder Hafen bewegen, ist beim Anblick der Größenrelationen kaum zu fassen. Unbeeindruckt schieben die Kolosse sich voran, fahren weiter in die große weite Welt hinaus, und nehmen dabei neben der Fracht auch immer Gedanken und Wünsche, Sehnsüchte und Fernweh der vom Land aus winkenden Beobachter mit.

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Tipp 4: Mit der Fähre über die Trave nach Lübeck

Wer nun selbst Lust bekommt, sich aufs Wasser zu begeben, kann in der kleinen feinen Variante zum Beispiel mit der Fähre von Travemünde aus über die Trave bis ins Lübecker Zentrum fahren. Dort bietet es sich an ausgiebig zu bummeln und sich anschließend gemütlich wieder zurück an den Fährhafen Travemündes in Priwall fahren lassen, wo ein Badestrand im Hochsommer mit Wassertemperaturen um 20° lockt. Ein weiterer sehr hübscher Zeitvertreib für den entspannten Urlaubergeist: Villen angucken bei einem Spaziergang entlang der Flaniermeile Vorderreihe.

Die Altstadt Lübecks gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe

Wer sich in Travemünde etwas genauer umschaut, wird den lustigen Kontrast vom Altem Leuchtturm und dem Maritim-Hochhaus bemerken. Der Alte Leuchtturm wurde 1539 aus rotem Ziegelstein erbaut. Mit seinen 31 Metern Höhe ist er der älteste erhaltene Leuchtturm Deutschlands und fungiert heute, sein ursprünglicher Betrieb wurde bereits 1972 eingestellt ist, als maritimes Museum für Leuchtfeuertechnik. Das Maritim-Hochhaus hingegen entstand erst in den 1970er Jahren und überragt den Alten Leuchtturm mit 119 Meter um Längen.

Tipp 5: Kanalrundfahrt und Höfe-Spaziergang durch Lübeck

Die ehemals florierende Hansestadt Lübeck fällt noch heute durch ihr hübsches Erscheinungsbild auf. Das Stadtbild ist durch roten Backstein gesprägt und ansprechenden Details an den historischen Bauten. Wir empfehlen Lübeck-Besuchern, die Stadt, deren Wurzeln bis 700 nach Chr. zurückreichen, neben einem ausgedehnten Bummel an Land, die Stadt in jedem Fall auch vom Wasser aus zu entdecken. Eine Schleusenfahrt zum Beispiel bietet eine kleine Zeitreise durch den über 100 Jahre alten Elbe-Lübeck Kanal. Gäste, die hier aussteigen, können zudem das malerische Berkenthin erkunden und in einem schmucken Gasthaus einkehren.

Das Stadtbild besticht durch schöne Backsteinfassaden.

Wer sich auf das städtische Flair Lübecks konzentrieren möchte, erhält bei einer Stadtrundfahrt tolle Einblicke, die das durch Spaziergänge gewonnene Bild stimmig abrunden. Besonders mit steigenden Temperaturen und in den Sommermonaten versprechen diese Bootsfahrten kurzweilige Freude. Den besten Überblick gibt es, ganz klar, auf dem Außendeck. Immer wieder wird das Auge mit Einblicken in verwinkelte Gänge und Höfe mit gut erhaltener, beziehungsweise aufwändig restaurierter Bausubstanz verwöhnt.

Ein Phänomen des Lübecker Stadtbildes sind die historischen Höfe und Gänge mit ihren auffällig schmalen Grundstücken. Urlauber sollten sich vor ihrem Besuch unbedingt vor Ort erkundigen, ob gerade Führungen in sogenannten „offenen Höfen“ angeboten werden. Im Lüngreens Gang in der Fischergrube zum Beispiel sind noch heute doppelstöckige Traufenhäuser aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu bewundern. Als einer der wenigen Gänge verbindet er zwei Gruben miteinander. Es ist ein kleines Abenteuer, durch die winkligen Wege am Ende des Bäckerganges in den gradlinigen Lüngreens Gang zu gelangen, um schließlich in der Fischergrube wieder aus der Idylle aufzutauchen.

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Tipp 6: Wanderungen von und nach Niendorf

Eine schöne Wanderstrecke ist der Weg von Niendorf nach Travemünde. Zu Fuß geht es entweder unten am Strand entlang oder am Steilufer. Für diese Tour empfehlen wir entweder, die Schuhe abzustreifen und Barfuß zu laufen, oder die Mitnahme wasserfester Schuhe, denn immer wieder führt der Weg über entwurzelte Bäume. Beim Spaziergang das Ostseewasser an den Füßen zu spüren, ist, wie ich finde, in den Sommermonaten ein besonderes Vergnügen.

Lange Strandspaziergänge gehören zu einem Urlaub am Timmendorfer Strand dazu.

Die entschleunigte Annäherung an die abwechslungsreiche Szenerie öffnet den Blick für unterschiedlich anmutende Strandabschnitte und die Vielfalt der Steine und Kiesel. Wer Lust hat auf Dünenflair, dem empfehlen wir die Tour von Travemünde zum Ortsteil Niendorf. Durch angelegte Dünen und naturbelassene Abschnitte führt der Weg bis nach Niendorf mit seinem niedlichen Hafen.

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Tipp 7: Der Museumshof Lensahn

Auf dem Museumshof Lensahn entstand 2008 eine Naturinsel, die einen geschützten Lebensraum für viele Pflanzen, Tiere und Insekten, Vögel und Fledermäuse bietet. Bei Besuchern besonders beliebt ist das Pflanzenlabyrinth, das von der Schule für Gartenlandschaftsbau gepflegt wird. Der Naturlehrpfad des Museumshofes Lensahn ist fast zweieinhalb Kilometer lang und in seiner Art bisher einmalig.

Auf dem Museumshof finden viele Veranstaltungen statt, wie hier der Pflanzen- und Trödelmarkt ©Museumshof Lensahn

Die vielfältigen Stationen umfassen unter anderem Museumsfelder, Teichbiotope und Rastplätze, Weidenlauben und Alleen mit 326 verschiedenen Baumarten und 232 alten Obstsorten. Dazu locken ein Barfußpfad und ein Aussichtsturm, der geheimnisvolle Thingplatz und das Hainbuchen-Labyrinth die zahlreichen großen und kleinen Gäste auf Entdeckungstour. Die Museumsfelder verdeutlichen den gesamten Kreislauf von der Aussaat bis zur Ernte. Auf ihnen gedeihen Kartoffeln, Sonnenblumen, Buchweizen und Flachs ebenso wie Getreidesorten, namentlich Roggen, Hafer, Weizen und Dinkel.

Am Rande des Naturlehrpfads öffnet sich ein traditioneller Bauerngarten mit Buchsbaumhecken, alten Stauden, Blumenzwiebelgewächsen, duftenden Rosen und integriertem Bienenhaus. Im benachbarten Hildegard-von-Bingen-Garten wachsen über 50 verschiedene Kräuter. Einfach wunderbar.

Tipp 8: Die Holstein Therme in Bad Schwartau

Ein echter Geheimtipp für Ostsee-Urlauber, die jenseits der Sommermonate reisen oder wider Erwarten in strammes Wetter geraten, ist die Holstein Therme in Bad Schwartau. Sie ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet und kann somit zurecht als Wellness-Oase bezeichnet werden. Im Landesinneren, Richtung Lübeck, findet sich hier ein kleines Wohlfühl-Universum mit Thermalwasser, Sauna, Wellness- und Fitnessangeboten sowie angegliederter Gastronomie. Bademäntel und Saunatücher können vor Ort ausgeliehen werden. Für Familienurlauber ist sicher wichtig zu wissen, dass Kinder ab 4 Jahren willkommen sind.

Bei norddeutschem Schietwetter kann man den Tag in der Therme genießen.

Tipp 9: Das Sea Life in Timmendorfer Strand

Für Familien mit (kleinen) Kindern ist das Sea Life in Timmendorf ein Muss. Direkt an der Kurpromenade gelegen, macht die Unterwasserwelt des Sea Life mit abwechslungsreichem Programm und Artenvielfalt auf sich aufmerksam. Gerade für Kinder und Jugendliche wird viel Unterhaltsames und Lehrreiches geboten. Über 2.500 verschiedene Flossen-, Fell- und Schuppenträger aus über 100 verschiedenen Arten sind zu bewundern. Bei einer Backstage Tour erfahren große und kleine Besucher mehr über die Verhaltensweisen und Vorlieben der Wasserwelt-Bewohner. Seit April 2019 gibt es einen neuen 50 Quadratmeter großen Erlebnisbereich, in dem die Welt der Tiere mikroskopisch genau erkundet werden kann.

©SEA LIFE Deutschland GmbH; Foto: Ulrich Perrey

Tipp 10: Edle Ausblicke in Scharbeutz

Ein echtes Badeparadies erstreckt sich auf rund 6 Kilometern zwischen Haffkrug und Scharbeutz. Heller, inmitten des feinen Sandes wechseln sich offene Flächen und kleine Buchten und Düneninseln ab. Auch FKK-Urlauber können sich hier frei bewegen.

Das Flanieren über die Promenade von Scharbeutz gehört einfach zu einem Urlaub an der Lübecker Bucht dazu.

Das im Norden von Timmendorfer Strand liegende Dörfchen Scharbeutz hat sich toll entwickelt und besticht durch sein edles Gesamterscheinungsbild. Den besten Panorama Meerblick genießt man vom Restaurant am Strand.

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Wir wünschen Ihnen einen tollen Urlaub am Timmendorfer Strand und hoffen, dass Sie über Ferienhausmiete.de die passende Unterkunft für sich finden.

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Kommentare

  1. Ingrid und Dr. phil Franz Schulz

    Eine sehr gute, wenn auch knappy, Darstellung der Verschiedenen Sehenswürdigkeiten und möglichen Urlaubsaktivitäten. Kompliment!

    • Marketingteam

      Liebe Familie Schulz,
      herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Es freut uns, dass Ihnen der Artikel gefallen hat und Sie vielleicht bei Ihrem nächsten Urlaub an der Ostsee an uns denken.
      Herzliche Grüße, Ihr Team von Ferienhausmiete.de

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