Tipps für Bornholm: Ein Wochenende

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Die dänische Felseninsel vor der Küste Schwedens bietet die ideale Kombination für einen Bade- und Wanderurlaub. Vereint auf 588 Quadratkilometern finden sich hier alle Landschaftsformen Skandinaviens. Schroffe und felsige Steilküsten im Norden und Osten, kilometerlange weiße Sandstrände im Süden und dazwischen tiefe Täler mit üppigen Wäldern, Heideflächen, Mooren, kleinen Seen und Wasserfällen. Wir stellen Ihnen hier einige Tipps vor, wie Sie Ihr verlängertes Wochenende auf Bornholm voller Abwechslung gestalten können.

Sandstrand und Dünen von Dueodde

„Dueodde“. Das Wort ist fast unaussprechlich für Nicht-Dänen. Es klingt wie eine Mischung aus „Du-ö“ und „Du-e“. Ein wahrer Zungenbrecher! Aber was für ein Strand sich da hinter der gigantischen Dünenlandschaft verbirgt! Der helle Sand ist fast so fein wie Puderzucker, das Meer glitzert, und es gibt Platz ohne Ende. Auch an heißen Sommertagen.

Der traumhafte weiße Sandstrand von Dueodde eignet sich ideal für einen Badeurlaub.

Ganze 12 Kilometer zieht sich der Strand an der äußersten Südostspitze der Insel in die Länge. An den breitesten Stellen misst er über 300 Meter. Die Dünen erreichen eine Höhe von bis zu 12 Metern. Der Strand wird für die hohe Qualität des Wassers und den nachhaltigen Umgang mit der Natur immer wieder mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet. Bei der Wahl zum besten Strand Dänemarks erhielt er mehrmals Erstplatzierungen.

Aber bis man erst mal dort ist, hat man schon eine ganz schöne Wanderung hinter sich. Zum Strand führt ein 600 Meter langer Holzplankendamm neben dem Dueodde Badehotel, der sich durch den Kiefernwald und die Dünen windet und auf dem man Kinderwagen und Fahrräder direkt bis zum Strand rollen kann. Der Parkplatz beim Badehotel ist mit einem Kiosk und Toiletten ausgestattet. Das ist weit vom Strand im Fall der Fälle! Trotzdem kann mit Dueodde kein anderer Strand auf Bornholm mithalten.

Unser Tipp: Dueodde Fyr. Die fast 200 Stufen hinauf zur Plattform des Leuchtturms sind zwar anstrengend, aber die Aussicht über Dünen und Strand macht die Mühe wett.

Ein Ausflug zum Leuchtturm lohnt sich: er wartet mit einer beeindruckenden Aussicht auf.

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Felsenstrände und Schnorcheln an der Nord- und Ostküste

Wenn Sie eine Mischung aus Sand- und Felsenstränden bevorzugen, werden Sie im Norden der Insel fündig. Der nördlichste Badestrand Bornholms, der Sandvig Strand, liegt in einer Bucht und versprüht mit seiner Strandpromenade und den rötlich schimmernden Granitfelsen fast schon mediterranen Charme. Zwischen dem Sand liegen felsige Stellen, die besonders bei Kindern zum Klettern beliebt sind. Der Meeresboden ist größtenteils sandig, mit einigen Felsen durchsetzt und fällt relativ schnell ab. Lang und breit ist der Strand allerdings nicht.

Der rote Sandstrand ist eine Besonderheit auf Bornholm.

Weiter östlich, am Südrand von Allinge, erstreckt sich der nur 100 Meter lange Næes-Strand zwischen Granitfelsen. Da im Wasser Sand und algenbewachsene Felsen dominieren, ist er bei Schnorchlern sehr beliebt.

Unser Tipp: Ein Spaziergang zu den Felszeichnungen Madsebakke. Auf einer glatten Klippenpartie zwischen Sandvig und Allinge befindet sich Dänemarks größte Felsfläche mit Zeichnungen aus der Bronze- und Eisenzeit. Der Weg dorthin ist ausgeschildert.

Richtung Ostküste liegt der kleine Hullhavn-Strand in einer Bucht an der Felsenküste unterhalb des Leuchtturms von Svaneke. Sein Pluspunkt ist der zwei Meter hohe Sprungturm. Das Wasser fällt extrem flach ab, rund um den Sprungturm ist Schnorcheln möglich. Drei Kilometer südlich von Nexø liegt der Balka-Strand, eine kreideweiße Sandbucht, die sich bis hinunter ins kleine Fischerdorf Snogebæk hinzieht. Der Strand fällt so flach ins Meer ab, dass Sie sehr weit hinausgehen müssen, um schwimmen zu können. Gerade deshalb ist er bei Familien mit Kindern sehr beliebt. Balka wurde neben Dueodde mehrmals als Dänemarks bester Strand ausgezeichnet.

Die Inselhauptstadt Rønne glänzt mit dem Antoinette Strand, einem hübschen Sandstrand, der sich einige hundert Meter die Küste entlang zieht und auch windgeschützte Stellen bietet. Aber Vorsicht bei Windstille: die Wellen der Schnellfähren zwischen Rønne und Ystad können Kinder aufschrecken, die im seichten Wasser spielen.

Top- Tipp: Im Hafen von Snogebæk findet im Sommer jeden Samstag Bornholms größter Flohmarkt, der Kræmmermarked, statt.

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Drei der schönsten Inselwanderungen

Wenn Sie mit Stränden nichts im Sinn haben und lieber wandern, werden Sie auf Bornholm nicht enttäuscht. Mit ihren zahlreichen Wald- und Strandwegen sowie Felssteigen ist die Insel ein regelrechtes Wanderparadies. Sämtliche Wanderwege sind ausgeschildert und mit grünen Schildern markiert, auf denen Entfernungen und Zielorte angegeben sind. Da die Wege gut ausgebaut sind, können Sie auf Wanderschuhe verzichten – festes Schuhwerk genügt. Die Startpunkte der Wanderwege erreichen Sie am besten mit dem Auto oder Fahrrad.

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Rund um die Nordspitze

Eine der schönsten Wanderungen verläuft rund um den Hammerknuden, der Landzunge an der nördlichsten Spitze der Insel.

Die Tour startet am „Familie Camping“ in Sandvig. Von dort marschieren Sie nach Hammerodde, dem nördlichsten Punkt Bornholms, wo sich der kleine Leuchtturm Lille Fyr befindet. Hinter dem Leuchtturm gehen Sie weiter nach rechts und folgen dem Küstenpfad in Richtung Salomons Kapel, einer Kirchenruine aus dem 14. Jahrhundert. Hinter der Ruine weist ein Schild in Richtung Store Fyr – den ältesten Leuchtturm der Insel auf dem Hammer-Granitmassiv, der 70 Meter in die Höhe ragt. Einen Abstecher dorthin sollten Sie sich jedoch für den Rückweg aufheben, denn der Teil der Strecke, der nun folgt, ist der schönste. Er führt am Felsen Kælderhalsen vorbei, der 35 Meter tief zur Küste hin abfällt, sowie an zahlreichen Vogelfelsen.

Die eindrucksvolle Burgruine Hammershus liegt auf einer Klippe 74 Meter über dem Meer.

Sobald die Ruine der alten Festungsanlage Hammershus in Sicht ist, führt der Pfad von der Küste weg und quer über Hammerknuden. Dabei kommen Sie an den drei Seen Opalsø, Hammersø und Krystalsø vorbei und erreichen wieder den Leuchtturm Store Fyr. Bei guter Sicht können Sie bis ins 37 Kilometer entfernte Schweden schauen. Vom Leuchtturm ist es nun nicht mehr weit bis zum Ausgangspunkt Sandvig Familie Camping.

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Hier ruft das Echo

Die nächste Wanderung führt in den Almindingen-Wald zum Ekkodalen und Rytterknægten. Sie ist zwar kürzer, die Wege sind aber hügelig. Bei guter Kondition kein Problem!

Die Wanderung fängt beim Parkplatz am Ekkodalen (Springbakkevej) an. Durch den Wald gehen Sie nun zu Fuß zunächst ein Stück den Springbakkevej hinauf. Markierungen weisen den Weg zum Ekkodalen. Das Tal mit teils sehr steilen Felswänden ist durch den Druck tektonischer Bewegungen entstanden, deren Spannung den Grundfelsen zum Bersten brachte. Das Ekkodalen ist 10 Kilometer lang, jedoch nur 60 Meter breit.

Ekkodalen: Tal der Echos.

Rufen Sie doch mal ins Tal hinein! Das beste Echo finden Sie, wenn Sie auf dem gekennzeichneten Pfad nach links gehen und bei der Ørsteds Quelle anhalten. Wenn Sie in der gleichen Richtung auf dem Pfad weitergehen, durchqueren Sie das Tal. Gehen Sie auf demselben Pfad wieder zurück und folgen dann dem Rågelundsvej, erreichen Sie den Rytterknægten. Mit 162 Metern ist er der höchste Berg der Insel. Auf seiner Spitze befindet sich der Aussichtsturm Kongemindet, der 1856 zu Ehren von König Frederik VII. errichtet wurde.

Seen und Burgruinen

Startpunkt der dritten Wanderung ist der Parkplatz beim 14-Kilometer-Stein an der Landstraße zwischen Svaneke und Rønne. Zu Beginn der Wanderung in Richtung Süden gehen Sie nach links, wo bald der See Græssø mit Bank und schönem Ausblick in Sicht kommt. Etwas später folgt die Gamleborg (alte Burg), die auf einem 21 Meter hohen Plateau thront. Die Burg ist das älteste Steingebäude der Insel. In der Wikingerzeit fungierte sie als Bornholms Hauptfestung, die den Inselbewohnern Zuflucht bot, wenn eine der zahlreichen mordlüsternen Truppen aus den Nachbarländern die Insel heimsuchte.

Die Wanderwege sind gut ausgeschildert und eignen sich hervorragend zum Erkunden der Insel.

Nach Besichtigung der Burg gehen Sie auf demselben Weg wieder zurück und nach links weiter in Richtung der Seen Dyresøen und Borgesøen. Letzterer war Teil des Verteidigungsrings um die Lilleborg (kleine Burg), den nächsten Höhepunkt dieser Wanderroute. Die Burgruine auf einer 16 Meter hohen Klippe diente dem dänischen König als Gegenpol zur kirchlichen Macht auf Hammershus. Erzbischof Jakob Erlandsen führte zusammen mit Fürst Jaromar von Rügen 1295 einen zerstörerischen Angriff auf die kleine Lilleborg durch.  Links der Lilleborg führt die Wanderung weiter zum Rokkesten, einem 35 Tonnen schweren Wackelstein, und von dort aus zurück zum Ausgangspunkt.

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Tipp für „Wanderfaule“: Ausflug zum Wasserfall im Døndal

Darauf sollten Sie keinesfalls verzichten! In dem Spaltental an der Nordküste stürzt der höchste Wasserfall Dänemarks bis zu 20 Meter tief ins Tal – zugegeben, das ist alles andere als hoch, aber allein der Weg dorthin ist die sehr kurze Wanderung wert.

Auf der Küstenstraße nach Tejn weist ein Schild zum Wasserfall hin. Der Parkplatz an der Straße ist etwa 20 Minuten zu Fuß vom Ziel entfernt. Im Wald, der an einen Märchenwald erinnert, folgen Sie dem kleinen Bach, vorbei an moosbewachsenen Steinen, steilen, schroffen Felswänden, Farnen und kleinen Holzbrücken, die sich über den Bach spannen.

Das Døndal (Donnertal) ist zu jeder Jahreszeit schön.

Aber passen Sie auf, dass Sie vor lauter Bäumen den Wasserfall nicht übersehen! Das passiert oft im Sommer, wenn das Gewässer fast ausgetrocknet ist und an den Felsen nur ein dünnes Rinnsal herabplätschert. Die beste Zeit, den Døndalen-Fall in seiner vollen Pracht zu erleben, ist von Herbst bis Frühling, wenn der Bach Wasser führt. Der Wasserfall gab dem Tal übrigens seinen Namen. Wenn das Wasser im Winterhalbjahr auf die Felsen herunterdonnert, sagen die Bornholmer: „Det dønnar“ – das donnert.

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Welche Empfehlungen haben Sie für ein gelungenes Wochenende auf Bornholm?

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4 Antworten

  1. Guter BORNHOLM-Artikel! Ich emphele den Klippenwanderweg von Gudhjem zum Helligdommen Kunstmuseum. Da kommt man auf der Hälfte des Weges bei Dines Lille Maritime Café vorbei und kann die unvergleichlich schöne Aussicht auf die Erbseninseln und den Westhafen von Gudhjem geniessen. Tipp: An 45 Abenden in der Zeitspanne von Mitte Mai bis Mitte September gibt es kulturelle Abendveranstaltungen für deutschsprachige Touristen im Café: Märchenabende mit Märchen, Mythen, Sagen und Geschichten aus aller Welt, aber auch Autorenlesungen und informative Vorstellungen. Treffen Sie z.B. auf Stefan Kreibohm (3. und 6.8.19 ), dem „Wetterexperten“ vom NDR3 – Studio Hiddensee. Er erklärt anschaulich und auf humorvolle Art das Wetter in der Ostseeregion…

    1. Lieber Eduard,

      herzlichen Dank für diesen Insider-Tipp für Bornholm! Unsere Leser, die einen Urlaub auf dieser Insel planen, werden ihn bestimmt berücksichtigen 🙂

      Herzliche Grüße aus Berlin
      Ihr Team von Ferienhausmiete.de

  2. Ihre Angebote auf dieser Internetseite/Werbeseite sind schlecht. Man kann schwer bzw. erst nach zeitraubenden suchen und recherchieren erkennen, um welches Urlaubsland es sich überhaupt bei ihren Angeboten handelt! Das sollten sie eventuell ändern.
    MfG

    1. Lieber Herr Jennel,

      vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik. Wir arbeiten ständig an unserem Internetauftritt und freuen uns über alle Hinweise zu der Funktionalität der Seite.

      Herzliche Grüße aus Berlin
      Ihr Team von Ferienhausmiete.de

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