10 hilfreiche Tipps für den Urlaub mit Hund

Bei der Urlaubsplanung haben es Hundebesitzer oft nicht so leicht: „Haustiere nicht erlaubt“ heißt es bei vielen Unterkünften. Fliegen kommt sowieso meistens nicht in Frage. Und einige Länder verlangen spezielle Impfungen für den Vierbeiner. Damit Sie dennoch entspannt in den Urlaub kommen, haben wir eine 10-Punkte-Liste zusammengestellt mit den wichtigsten Tipps und Informationen zur Vorbereitung und für unterwegs. So lassen sich die Ferien mit Hund unbeschwert erleben!

Feriendomizil für den Urlaub mit Hund an der Ostsee finden

Das ist vor dem Urlaub mit Hund zu erledigen

Passendes Reiseziel festlegen

Nicht alle Länder sind für einen Urlaub mit dem Vierbeiner wirklich geeignet. Allein schon die Entfernung sollte bei den Überlegungen nach einer passenden Destination eine Rolle spielen. Denn nicht alle Tiere stecken eine lange Anreise mit dem Auto gut gelaunt weg. Auch das Klima des gewünschten Reiselands ist für die Vorüberlegungen wichtig: „Verträgt mein Hund die dortigen Temperaturen?“ Denken Sie daran, dass Hunde nicht so schwitzen können wie wir Menschen. Sie regulieren Ihre Körpertemperatur übers Hecheln und vertragen Hitze deshalb weitaus schlechter als wir Zweibeiner.

Weitläufige Landschaften laden zu langen Spaziergängen ein

Geeignete Unterkunft mieten

„Wo ist mein Hund willkommen?“ Gar nicht so einfach, denn viele Unterkünfte verbieten die Mitnahme von Haustieren. Nur wenige Hotels sind auf Hundebesitzer spezialisiert – und verlangen dann oft saftige Preise dafür. Günstiger und entspannter schläft es sich in einer individuellen Ferienwohnung bzw. am besten einem ganzen Ferienhaus mit Hund. Idealerweise mit viel Garten oder Grün drum rum für ausreichend Freiheit beim Auslauf. Achten Sie bei der Buchung unbedingt auch auf die Zusätze „Haustiere willkommen“ oder auch „Urlaub mit Hund“.

Feriendomizil für den Urlaub mit Hund an der Nordsee finden

Der Hund sollte im besten Fall genug Auslauf haben.

Über Impfbestimmungen informieren

Sehr verwirrend sind die unterschiedlichen Impfbestimmungen der einzelnen Länder. Dabei sind nur einige wenige wirklich nötig für einen entspannten Urlaub. Allgemein angeraten werden Impfungen gegen Tollwut, Borreliose und Bandwürmer. Führt die Reise in Länder, in denen spezielle Viren grassieren, können weitere Impfungen notwendig werden, zum Beispiel gegen Parvovirose, Leptospirose, Staupe oder Hepatitis contagiosa canis (HCC). Halten Sie sich hier einfach an die Empfehlungen Ihres Tierarztes.

Feriendomizil für den Urlaub mit Hund in Frankreich finden

Einreisebestimmungen nachlesen

Verbringen Sie Ihren Urlaub innerhalb der EU, können Sie auf weitgehend einheitliche Einreisebestimmungen vertrauen. Zum Beispiel, dass Ihr Hund einen gültigen Heimtierausweis besitzen muss. Darin enthalten ist auch der Nachweis einer Tollwut-Impfung, die mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt erfolgt sein muss. Als Kennzeichnung Ihres Vierbeiners gilt seit Juli 2011 nur noch der Mikrochip, nicht mehr die Tätowierung. In Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Malta, Norwegen und Ungarn ist die Einreise von bestimmten Kampfhunderassen übrigens verboten. In einigen Ländern besteht zusätzlich für Hunde Leinenpflicht, teilweise auch Maulkorbzwang. Details zum jeweiligen Land finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Feriendomizil für den Urlaub mit Hund in Italien finden

Versicherungen prüfen

Für den Fall, dass etwas in die Brüche gehen sollte, ist es ganz wichtig, über eine Hundehaftpflichtversicherung zu verfügen. Diese deckt in der Regel auch Schäden an gemieteten Objekten ab und ist somit für einen Urlaub unerlässlich. Bei bereits vorhandener Haftpflichtversicherung sollten Sie in den Versicherungsbedingungen nachlesen, ob Reisen ins Ausland auch mit abgedeckt sind.

Nur für den Fall der Fälle: Haben Sie eine Versicherung abgeschlossen?

Das gilt es während des Urlaubs mit Hund zu beachten

Die Anreise

Die entspannteste Anreise mit Vierbeiner ist die mit dem eigenen, bereits vertrauten Fahrzeug. Wählen Sie für die Fahrt möglichst eine Strecke, die nicht stauanfällig ist, oder weichen Sie auf die Nachtstunden aus. In jedem Fall sollten Sie auf ausreichend Frischluftzufuhr im Auto und regelmäßige Pausen achten – zum Gassigehen, Wassertrinken, Spielen und Pfotenvertreten. Das Futter wird bei Welpen oder bekannter Reiseübelkeit etwa acht Stunden vorher reduziert oder ganz eingestellt, insbesondere bei Auto- und Fähranreisen. Falls Sie sich in sonnige Gegenden begeben: Da sich das Innere eines Autos extrem schnell aufheizen kann, sollten Sie Ihren Hund nie alleine darin zurücklassen.

Wenn man mit Hund reist, bietet sich die Anreise mit dem eigenen Auto an

Die Unterkunft

Was ist in der Unterkunft erlaubt? Machen Sie sich gleich nach Ankunft mit den Regeln und Gepflogenheiten ihres Domizils vertraut. Suchen Sie z.B. die Hundewiese oder den Hundestrand auf und informieren Sie sich über Plätze, zu denen Ihr Hund keinen Zutritt hat. Ratsam ist es auch, mal Kontakt zu den Nachbarn aufzunehmen und ihnen etwaige Ängste vor dem/den Hund(en) zu nehmen. Das kann außerdem so manchen Ärger ersparen. Am meisten Freiheit haben Sie sicher im eigenständigen Ferienhaus – hier können Sie Ihrem Hund (fast) alles erlauben.

 Feriendomizil für den Urlaub mit Hund in Spanien finden

Die Urlaubsregion

Danach wird der Radius erweitert: Wie sieht es mit den Regelungen vor Ort aus: Besteht Leinenpflicht oder gar Maulkorbzwang beim Spazierengehen oder Wandern mit Hund? Machen Sie sich klar, dass für Ihren Vierbeiner alles neu und aufregend ist – da lässt der Stressfaktor schon mal unübliche Verhaltensweisen ans Licht treten. Ein häufiges Anzeichen für Stress beim Hund ist – neben etwas heftiger ausfallenden Reaktionen – Durchfall. Am besten sorgen Sie dafür in der Reiseapotheke schon einmal vor.

Feriendomizil für den Urlaub mit Hund in Kroatien finden

Gibt es Hundestrände vor Ort?

Mögliche Krankheiten

Die größten Gefahren lauern oft im Kleinen. Bei Hunden sind es lästige Parasiten, die einem zum Verhängnis werden können. Unterschätzen Sie deshalb nie das Risiko herumstreunender Hunde: Während diese in Gebieten mit hoher Durchseuchung oft schon immun sind, ist Ihr Liebling ein sprichwörtlich gefundenes Fressen für die Parasiten. Gegen einige davon kann man sich vorab impfen lassen.Die in Europa üblichsten Parasiten sind:

Babesiose (v.a. Mittelmeerländer, Tropen, Ungarn, Süd- und Westschweiz): Übertragung durch Zecken. Eine Impfung ist möglich; außerdem helfen regelmäßig aufgetragene Sprays gegen Zecken. | Leishmaniose (v.a. Mittelmeerländer): Übertragung durch kleine Fliegen. Hier hilft nur ein Insektenspray, das Fliegen und Mücken abwehrt. | Filariose (Mittelmeerländer, v.a. Spanien): Übertragung durch blutsaugende Insekten. Auch hier kommt das Insektenspray zum Einsatz. | Hepatozoonosis (Italien und Frankreich, Afrika, Südostasien, Indien, Mittlerer Osten): Übertragung durch Verzehr einer bestimmten Zeckenart. Zeckenspray auftragen!

Gibt es in der ausgesuchten Region genug Auslauf für den Hund?

 Haben Sie wirklich an alles gedacht?

Eine Packliste unterstützt Sie, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben – sowohl auf längeren Reisen als auch bei Ihrem nächsten Kurzurlaub mit Hund:

  • Dokumente: Heimtierausweis mit Impfstatus, Versicherungsunterlagen
  • Telefonnummer des Tierarztes, evtl. eine Adresse vor Ort
  • Hundereiseapotheke (inkl. Zecken- und Insektenspray!)
  • Transportbehälter oder Hundekorb mit Lieblingsdecke
  • Leine mit Halsband und Namensschild (mit internationalen Kontaktdaten)
  • Maulkorb
  • Kamm, Bürste, Pflegemittel
  • Handtücher und Einwegtücher
  • Plastikbeutel / Doggybags
  • Futter- und Wassernäpfe
  • ausreichend (gewohntes) Futter
  • Wasserbehälter
  • Hundespielzeug, Knochen, Leckerlis

Feriendomizil für den Urlaub mit Hund in Österreich finden

Packliste abgearbeitet? Dann kann es ja losgehen!


Wie gestalten Sie Ihren Urlaub mit Hund? Wenn Sie noch ein paar Tipps für uns haben, dann freuen wir uns über Ihre Kommentare unter diesem Beitrag!

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