Rügen – Strandspaß und Natur pur mit Kreidegarnitur

Sehnsuchtsinsel Rügen. Ein weitläufiges Urlaubsparadies, das für jede Generation und jede Art von Urlaub Angebote bereithält. Kein Wunder, dass viele Familien gerade in den Sommerferien auf die Ostseeinsel strömen. Für deutsche Verhältnisse ist Rügen hübsch sonnenverwöhnt, punktet mit kilometerlangen feinsandigen Stränden und wer will, findet sogar in der Hauptsaison ruhige Ecken.

Urlaub im Ferienhaus bietet maximalen Komfort und Flexibilität, gerade für Familien. Mit Reetdach, mit Meerblick oder etwas ab von Trubel im Inneren der Insel? Auf Rügen gibt es für jeden Geschmack ein Zuhause auf Zeit. Nur rechtzeitig buchen sollte man – gerade als Familie mit schulpflichtigen Kindern. Wer nicht an die Ferienzeiten gebunden ist oder auch die Vorzüge der Nebensaison zu schätzen weiß, kann es auch auf der größten und beliebtesten deutschen Ostseeinsel etwas spontaner angehen lassen.

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Auf Schienen durch Historie und Gegenwart von Rügen

Einen guten Einstieg in die Naturwunder der von Bodden und kleinen Seen aufregend verschnörkelt und luftig geformten Insel ist eine Tour mit der alten Dampflok, dem Rasenden Roland. Da die Haupt-Urlaubs-Action sich ohnehin entlang der langen Badestrände vor dem Prorer Wiek abspielt, ist man hier gleich mittendrin und kann sich gemächlich auf lässiges Insel-Feeling mit nostalgischem Touch einstimmen. Gerade kleine Kinder lieben den lustigen weißen Wasserdampf. Bei Älteren mag er Gefühle für eine längst vergangene Zeit wecken, deren Spuren nicht nur im Rasenden Roland heute noch präsent sind. 1895 wurden die Schienen für die Bahnstrecke gebaut, die Rügens Metamorphose von einer Ansammlung kleiner Fischerorte hin zum Seebad für mondäne Sommerfrische einläutete.

Der Rasende Roland ist eine besondere Attraktion für Klein und Groß

Wilhelm Malte I. Fürst zu Putbus und seiner Vorliebe für den damals hochmodernen klassizistischen Baustil ist es zu verdanken, dass Rügen seine Besucher noch heute mit bilderbuch-schöner Bäderarchitektur beeindruckt. Gerade der Circus in Putbus, die kreisförmige Anlage der Planstadt und ein „weißer Traum mit Rosenstöcken“ (so der Fürst), sieht heute noch aus wie eine Filmkulisse. Putbus mit seinem Ortsteil Lauterbach ist das älteste Seebad auf Rügen und in Pommern überhaupt.

Ein bisschen geerdeter begegnet dem neugierigen Besucher da „Ein Tag am Meer“, eine der spannenden Initiativen junger Insulaner, die auf Rügen zeitgemäße Akzente setzen. Hier gibt es Schönes und Niedliches aus Treibholz und anderen Materialien, die Benjamin Treu und seine Partnerin an den unendlichen Rügener Stränden auflesen. Kleine Stücke Rügen zum Mitnehmen aufs Festland. Ein Konzept, welches dem strapazierten Wort nachhaltig neuen Glanz verleiht. Und Jung und Alt einlädt, Vorhandenes neu wertzuschätzen.

Architektur in Binz

Reichhaltige Ruhe an Rügens Stränden

Wem die Hauptstrände zu belebt sind und wer mit seiner Familie ein bisschen mehr Ruhe sucht, der findet gleich hinter dem in der Hauptsaison stark belebten Göhren, am 900 Meter langen Südstrand, seinen Platz in erster Reihe. Ein charmantes Ziel ist auch der helle, von Buschwerk gesäumte Strand von Baabe, der gleich an den Südstrand anschließt. Genug Platz zum Buddeln und Plantschen ist hier allemal.

Bei Surf & Sail, der ältesten Surfschule auf Rügen, können alle, die es vom Strand aufs Wasser zieht, lernen auf der glitzernden Ostsee dahin zu gleiten. Neben Jollen-, Optimisten- und Katamaransegeln oder Windsurfen versuchen sich immer mehr Urlauber im Stehpaddeln, kurz SUP (vom englischen „Stand Up Paddeling“), genannt. Was aus der Ferne so unspektakulär aussieht, trainiert den ganzen Körper auf angenehme Weise und durch die langsame Gleitbewegung nimmt man seine Umgebung besonders intensiv wahr. Auch hier gilt: In jedem Fall Sonnenschutz auftragen oder – noch besser – zusätzlich schützende Hemden tragen. Neoprenanzüge und Schuhe können wie das ganze restliche Schulequipment geliehen werden.

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Der weitläufige Strand von Baabe

Bleiben wir noch einen Moment auf dem Wasser, fahren zum berühmten Kap Arkona und machen eine Kreideküstenfahrt – vom Arkonariff in südlicher Richtung am Tromper Wiek vorbei mit Blick auf Lohme und Sassnitz. Vom Schiff aus lassen sich die berühmten Naturspektakel ebenso bewundern wie die weiße Bäderarchitektur, die sich selbstbewusst seeseitig präsentiert. Aus dieser Perspektive wird einem die Einzigartigkeit dieses 12 Kilometer langen Kreidepanoramas und des Gesamtkunstwerks Rügen noch einmal besonders bewusst.

Natur-Abenteuer pur | Rügens Weltnatur-Schätze erwandern

Verwegen neigen sich die Buchenwälder bis über die Kante der steilen Kreidefelsen. Wenn das Blau der Ostsee mit dem satten Grün der Baumkronen und dem weiß-grau der Felsen kontrastiert, dann ist auch dem überzeugtesten Städter bewusst: Die Natur macht das schon.

Spätestens wenn man von Bord gegangen ist und mit weichen Knien am Steg steht, will man näher ran und eintauchen in die faszinierende Wälderlandschaft, die auf diesem kreidigen Grund gedeiht. Im Nationalpark Jasmund, der das gesamte Gebiet zwischen Sassnitz und Lohme umfasst und dessen Zentrum im Ortsteil Stubbenkammer am Königsstuhl gelegen ist, lässt es sich vortrefflich wandern. Entweder allein – die Wege im 1990 gegründeten UNESCO Weltnaturerbe-Park sind gut beschildert und Karten gibt es auch – oder mit einem Ranger. Termine für die geführten Wanderungen, die zwischen Mai und September angeboten werden, finden sich auf der Website des Nationalparks Jasmund.

Die Kreidefelsen von Rügen sind Teil des 3000 ha großen Nationalpark Jasmund

 

Ein guter Startpunkt für Familien mit Auto oder Busreisende ist der Großparkplatz in Hagen, das Haus Linde in Lohme. Der 3,5 Kilometer lange Wanderweg entlang der leicht hügeligen Wege ist gut zu bewältigen. Die Ranger-Touren starten zudem vom Haus Linde in Lohme aus, von der Info-Stele am Königsstuhl oder der Weddingstraße in Sassnitz. Der putzige Name „Stubbenkammer“ kommt übrigens aus dem Slawischen und spielt auf das Erscheinungsbild der Steilküste an. „Stolpin“ steht, so erfährt man vor Ort, für Stufe, „kamen“ für Fels. Und die sind hier immerhin bis zu 162 Meter hoch.

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Weitere Ausflugstipps für Familien mit Kindern auf Rügen

Hoch hinaus geht es auch auf dem Baumwipfelpfad im Ortsteil Prora bei Binz. In 7-14 Meter Höhe ist man mit den Baumkronen von Buchen, Buchenmischwald und Erlenbrüchen auf Augenhöhe, und erfährt mittels verschiedener Erlebnisstationen spielerisch die Natur und was es heißt, ein Baum zu sein. Der Ausblick vom 40 Meter hohen Turm, dessen Bau von einem Adlerhorst inspiriert ist, ist einfach fantastisch.

Noch nicht genug gestaunt und geklettert? Dann ab in den Seilgarten Prora, hier warten elf Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auf alle, die es mögen, wenn’s im Bauch kribbelt. Auch Bogenschießen kann man hier nach Voranmeldung. Oder weiter, in den Kletterwald am Rugard von Bergen, einem weiteren tollen Ausflugsziel für bewegungslustige Naturliebhaber. In dieser Erlebniswelt schwingen Mutige wie Affen von Ast zu Ast, überqueren wackelige Brücken und überqueren so manch exotisches Hindernis.

Apropos exotisch: Die Kinder haben am Strand Fossilien gesammelt und wollen wissen, was es mit dem Land vor unserer Zeit auf sich hat? In einem Steinzeitdorf im Dinosaurierland in Glowe erfahren kleine und große Besucher spielerisch mehr über das Leben der Urzeitmenschen. Auf einem speziellen Rundweg können zudem 120 lebensgroße Dinosauriermodelle besichtigt werden.

In den Strandkörben am Strand von Sellin hält man es sogar bei einer steifen Brise gut aus

Rügen ist … wenn Tage vorbeiziehen wie Wattewolken

Rügen ist einfach die perfekte Insel für einen abwechslungsreichen Familienurlaub in bestem Klima. Für Eltern, die sich bei Comedy, Kabarett oder einem anderen Unterhaltungsprogramm einmal alleine austoben oder einen romantischen Strandspaziergang zu zweit unternehmen wollen, gibt es sogar einen Babysitter-Service. Auch hier gilt, vor allem in der Hauptsaison, rechtzeitig anfragen. Und die Zeit nicht aus den Augen verlieren, denn gerade an verträumten Orten wie dem abgelegenen, urgemütlichen und weitläufigen Café Zuckerkuss am Schaproder Bodden in Ummanz kann man sie gut mal vergessen.

Bei aller Liebe zum Meer, mag auch der ruhesuchende Urlauber bisweilen schauen, was die anderen Inselbesucher so tun oder lassen. Auch Sehen und Gesehen werden geht immer auf Rügen. Wie schön! Entspannend und unterhaltsam ist es, andere Urlauber an sich vorbei ziehen zu lassen. Das große Defilee kann man an der Strandpromenade in Binz erleben und in jedem Café oder Restaurant im Ortskern. Besonders gut schmecken dazu – wie immer am Meer – Eis und Fischbrötchen.

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Der Blick von der Binzer Seebrücke auf das berühmte Kurhaus

Ein besonderes Vergnügen ist es, abends im Ferienhaus bei einer Partie Karten den Tag Revue passieren zu lassen. Wer fand heute welchen Straßenkünstler am besten und warum? Wer hat beim Strandspaziergang Seeigel oder Donnerkeile gefunden und war vielleicht sogar Bernstein unter den Fundstücken? Vielleicht lässt sich aus einigen der Schätze an einem Regentag etwas Schönes basteln. Und wohin gehen wir morgen? Es gibt jeden Tag aufs Neue viel zu entdecken auf Rügen.


Wir wünschen Ihnen einen schönen nächsten Urlaub – vielleicht verschlägt es Sie sogar nach Rügen!

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