Die 10 schönsten Bergseen der Alpen

Bergseen sind die „Augen der Alpen“, sagt man – manche präsentieren sich als blau-türkise Riesenaugen, manche als kleine Glitzerperlen, die im Sonnenlicht funkeln. Und was ihre Schönheit angeht, gilt: Das Wetter macht die Musik. Jede noch so unscheinbare Lache erstrahlt im wunderschönen Glanz, wenn das Morgenlicht auf sie fällt. Und einige faszinieren auch noch beim grässlichsten Wetter. Diese besonderen Seen haben wir uns herausgepickt.

Deutschland

Eibsee – Werdenfelser Land 

Der Eibsee ist ein Chamäleon: Im Sommersonnenlicht präsentiert er sich karibisch-türkis, in den Wintersonnenstrahlen eisblau-verwegen. Ein paar hübsche Inseln besitzt er auch – alles Überreste eines Bergsturzes. Und eine wahrlich grandiose Kulisse: Hinter ihm ragt die Zugspitze mächtig in den Himmel. In eineinhalb bis zwei Stunden ist er umwandert – sehr zu empfehlen, um ihn von allen Seiten gebührlich zu begutachten. Und wer die Perspektive wechseln will, paddelt mit dem Kajak oder leiht sich ein SUP vor Ort aus.

Walchensee – Bayerische Voralpen 

Auch der Walchensee ist mit dem Auto zu erreichen, deshalb aber nicht weniger schön. Etliche Abschnitte sind nur den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten, so zum Beispiel sein Nordostufer.

Am Südufer befinden sich beliebte Badestrände, zum Teil sogar mit kleinem Sandstrand. Die Nadelwälder der umliegenden Berge erinnern an Kanada; zahlreiche Filme wurden deshalb hier schon gedreht. Surfer erfreuen sich am steten Luftzug, Taucher über das klare Wasser des 190 Meter tiefen Gebirgssees. 

Gaisalpsee – Allgäu

Wanderer auf dem Weg zum Rubihorn stolpern unweigerlich drüber, aber er ist auch ein Ausflugsziel für sich: der Untere Gaisalpsee auf 1.509 Meter Höhe. Vor malerischer Bergkulisse schmiegt er sich in einen kleinen Kessel und bietet im Sommer eine erfreuliche Erfrischung. Wer nur die Füße hineinhängt, wird überrascht sein von der Pediküre: Wie in einem Fish-Spa knabbern und kitzeln kleine Fischlein an der Haut. Auf halbem Weg zum See befindet sich die bewirtschaftete Gaisalpe; Ausdauernde können auch dem kleinen Bruder des Sees, dem Oberen Gaisalpsee in ähnlicher Lage, einen Besuch abstatten (weitere 250 Höhenmeter).

Schrecksee – Allgäu

Der Schrecksee hat es schwer: Als Bilderbuch-Bergsee, sogar mit einer kleinen Insel mittendrin, ist er ein beliebtes Instagram-Motiv, vom Red-Bull-Magazin „Bergwelten“ 2016 sogar zum schönsten Bergsee der Alpen gekürt worden. Das lockt sehr viele an, die mit der Natur nicht pfleglich umzugehen wissen und deshalb für strenge polizeiliche Kontrollen gesorgt haben. Und das, obwohl der Aufstieg von rund zweieinhalb Stunden in das kesselartige Hochtal einiges abverlangt. Wer im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen auf 1.813 Meter Höhe einmal angekommen ist, weiß warum so ein Aufhebens um diesen kleinen See gemacht wird: Genau so stellt man sich die perfekte Idylle an einem Bergsee vor.

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Österreich

Lünersee – Montafon

Die Kombination aus Felslandschaft und Wasser übt auf die meisten Menschen einen ganz besonderen Reiz aus. Da tut es dem Auge auch keinen Abbruch, wenn es sich um einen künstlich aufgestauten See handelt wie hier beim Lünersee. Bequem per Seilbahn lässt es sich zu ihm hinaufschweben; Ambitionierte wählen den anspruchsvollen Weg über den „Bösen Tritt“ (1:15 Stunden). In eineinhalb bis zwei Stunden kann man den Lünersee spazierenderweise umrunden, zahlreiche Abstecher zu besonderen Aussichtspunkten liegen auf dem Weg.

Wildseelodersee – Kitzbüheler Alpen 

Der Wildseelodersee, auch Wildalpsee oder Wildsee genannt, ist ein Relikt der letzten Eiszeit und schmiegt sich in ein kleines Hochkar. Während an seinem Südufer hübsche Wollgräser wachsen, thront am Nordende eine Hütte auf einem kleinen Hügel: das Wildseeloderhaus. Bei spiegelglatter Wasseroberfläche ergibt diese zusammen mit den Loferer Steinbergen im Hintergrund ein Postkarten-Motiv erster Klasse. Zu erreichen ist der See in eineinhalb Stunden ab der Seilbahn-Bergstation (Start in Fieberbrunn).

Gosauseen – Salzkammergut

Zu den Gosauseen gehören der Vordere und Hintere Gosausee sowie die Gosaulacke. Sehr bekannt ist der Blick vom Vorderen Gosausee durch das enge eingeschnittene Tal bis hin zum vergletscherten Dachstein-Massiv. Auch hier wurden schon etliche Filme gedreht, zuletzt „Die Wand“ mit Martina Gedeck. Auf einem 4,5 Kilometer langen Weg kann man ihn umrunden oder weiterwandern zur Gosaulacke, die besonders nach der Schneeschmelze vom überlaufenden Hinteren Gosausee gefüllt wird.

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Schweiz

Blausee – Berner Oberland 

„Schönster Bergsee der Schweiz“ wurde er schon oft tituliert. Grund für seine Beliebtheit ist sein immens klares Wasser und die tiefblaue Farbe. Wer ein bisschen Zeit und Geld mitbringt (im Sommer kostet er Eintritt), lässt ihn in allen Facetten auf sich wirken: Am Nachmittag bei hellem Sonnenschein, der die Türkistöne ans Licht bringt, am Abend von der Terrasse des Restaurants Blausees (hervorragendes Essen!) und nach Einbruch der Dunkelheit bei einem weiteren Spaziergang. Der kleine Blausee ist schnell umrundet (ca. 15 Minuten) und nachts mit Scheinwerfern beleuchtet, sodass die kahlen Baumstämme und das steinerne Mädchen unter Wasser zauberhaft illuminiert sind.

Oeschinensee – Berner Oberland

Das Berner Oberland hat noch ein weiteres Highlight unter den Bergseen in petto. Der Oeschinensee oberhalb von Kandersteg ist per Sessellift erreichbar und deshalb ein beliebtes Ausflugsziel. Wie ein türkises Auge liegt er inmitten einer spektakulären Berglandschaft. Wer den Blick auf die ihn umgrenzenden Dreitausender in Ruhe genießen möchte, kann im gleichnamigen Berghotel übernachten. Oder gleich weiter zu einer der Alpenvereinshütten steigen, die einen nahen Blick auf die (noch) großen und zerklüfteten Gletscher ermöglichen.

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Slowenien

Bohinjsko jezero – Julische Alpen 

Auf Deutsch heißt der Bohinjsko jezero Wocheiner See. Als ältester slowenischer Gletschersee gehört er zum Triglav-Nationalpark, weshalb der Bootsverkehr elektrisch betrieben wird (es fahren ausrangierte Boote vom Königssee, eine echte Rarität!). Trotzdem darf man darin baden, paddeln, tauchen und schwimmen. An seinem Ufer gibt es sogar einen idyllisch gelegenen Campingplatz. Die dreistündige, sehr abwechslungsreiche Wanderung um den See kann man mit einer Bootsstrecke abkürzen und so zum Beispiel nur den interessanteren Nordteil erwandern.

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