Unsere Top 10 auf Rügen: Das sollten Sie nicht verpassen!

Weiße Kreidefelsen, gelbe Rapsfelder, goldene Strände, stylische Seebäder und verträumte Dörfer: Deutschlands größte Insel ist ein Ferienparadies im Herzen der Ostsee von Mecklenburg-Vorpommern. Was Sie dort erwartet? Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren!

1. Nationalpark Jasmund mit dem Königsstuhl

Das absolute Must-See und weltberühmt: Rügens strahlend weiße Steilküste. Sie ist das Wahrzeichen von Rügen und Deutschlands schönstes Denkmal der Erdgeschichte. Sie finden sie im Nationalpark Jasmund. Mit unvorstellbarer Kraft haben dort die Gletscher der Eiszeit Kalkplatten vom Grund des Urmeeres hochgestemmt und kilometerlang aufgetürmt.

Die faszinierende und beeindruckende Kreideküste auf Rügen ist einzigartig.

Ein romantischer Maler machte sie unsterblich. In Erinnerung an seine Hochzeitsreise bannte Caspar David Friedrich 1818 den 118 m hohen Königsstuhl an der Großen Stubbenkammer auf die Leinwand. Heute helfen elf Infotafeln die Dramaturgie des Gemäldes und die Bildbotschaften zu entschlüsseln.

Wie sehr Erosion und Druckverhältnisse im Erdinnern die Kreideküste bis heute formen, zeigte sich besonders eindrucksvoll im Februar 2005. Damals sprengte  aufgetautes Frostwasser, das in die Kreide eingedrungen war, die Hauptzinnen der Wissower Klinken. 50.000 Kubikmeter Kreide stürzten ins Meer. Wandern Sie daher immer nur auf den gesicherten Wegen durch den Rotbuchenwald, der seit dem 12. Jahrhundert die Klippen bekrönt. Wildes Klettern im Welterbe ist lebensgefährlich!

Tipp: Erleben Sie lieber tolle  Adrenalinkicks bei einer Jeeptour in einem nostalgischen Hanomag-Jeep, einem echten Oldtimer mit mehr als 50 Jahren auf dem Buckel. www.guiders.de/tour/1207-gefuehrte-jeeptour-im-nationalpark-jasmund-auf-ruegen

Ferienunterkunft auf Rügen finden

2. Störtebeker Festspiele

Klaus Störtebeker war der berühmteste der Vitalienbrüder, einer Gruppe waghalsiger und furchtloser Seeräuber des Mittelalters, die die reichen Koggen der Hanse-Kaufleute überfielen. In Ruschvitz bei Sagard soll er geboren worden sein, im Jasmund seine Schätze versteckt haben, in der Bucht von Ralswiek seine Schiffe. Ralswiek ist bis heute das schönste Piratennest der Insel. Denn dort können Sie die Abenteuer der legendären Vagabunden der Meere auf der Naturbühne erleben.

Die Störtebeker Festspiele beeindrucken das Publikum jährlich auf einer der größten Freilichtbühnen Europas. (c) Störtebeker Festspiele GmbH & Co. KG

Jeden Sommer von Mitte Juni bis Anfang September lockt sie mit Freilicht-Theater voller Fantasie  – mit mehr als 150 Mitwirkenden, 30 Pferden, wilden Reitern, vier Schiffen, spektakulären Stunts und beeindruckenden Spezialeffekten. 2019 sorgt vom 22. Juni bis 7. September von Montag bis Sonnabend um 20 Uhr der „Schwur der Gerechten“ für spannende Unterhaltung. Jede Ausführung endet mit Feuerwerk über dem Großen Jasmunder Bodden. Störtebeker wäre begeistert!

https://stoertebeker.de

3. Kap Arkona

Rügen ist ausgefranst. Wieke und Bodden habe sich in die Insel gefressen und 574 Kilometer Küste geschaffen – mehr als die gesamte Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern! Die Schifffahrt schützt ein Ensemble, das einzigartig ist an der deutschen Ostsee: Kap Arkona. 45 m hoch thront das Ensemble hoch auf der Steilküste. Genießen Sie die grandiose Aussicht von Schinkelturm, Leuchtfeuer und Peilturm.

Und erleben Sie danach zu Fuß eine spannende Zeitreise! Sie beginnt im 12. Jahrhundert am Burgwall der Ranen, den slawischen Ureinwohnern der Insel. Folgen Sie dem Wanderweg nach Vitt, tauchen Sie ein ins Leben der Fischer von einst – und entdecken Sie danach, wie das Militär das Kap genutzt hat. 1915 entstand der erste Bunker auf dem Plateau. 1927 folgte der Peilturm für den Marineseefunk. Seit der Wende ist das Kap ein autofreies Flächendenkmal. Im Rügenhof können Sie Handwerker und Künstler entdecken, mit der Pferdekutschen nach Putgarten oder ins Fischerdorf Vitt fahren. Und im Schinkelturm sogar heiraten!

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4. Seebrücke Sellin

Überall auf Rügen ist der Salzgeruch des Meeres zu riechen. Kein Ort ist weiter als sieben Kilometer vom Wasser entfernt. Aufs Wasser hinaus führen Bootsausflüge. Und Seebrücken! Als schönste gilt die Seebrücke von Sellin. 508 m weit ragte einst die Pier in die Ostsee. Packeis und Brände zerstörten im Laufe der Zeit das 1906 erbaute Juwel der Bäderarchitektur.

Bei schönem Wetter hat man von der Seebrücke Sellin einen herrlichen Blick auf die Kreideküste des Jasmund.

1992 wurde es originalgetreu aufgebaut: mit großen Fenstern und vielen Türmchen, weißen Fassaden und dunklen Dächern. Ins Brückenhaus zog ein Lokal, das rasch wieder zu dem Treffpunkt wurde, das es einst gewesen war.

Tipp: An den Kopf der 394 m langen Pier – Inselrekord! – kam 2008 eine Tauchgondel. Dort können Sie trockenen Fußes die Unterwasserwelt der Ostsee entdecken. Hallo, Dorsch und Hering! www.tauchgondel.de/tauchgondel-sellin.html

5. Binz und seinen Strand

Früher war auch Binz nur ein kleiner Fischerort. Als jedoch ab 1875 das Baden im Meer Mode wurde, wandelte sich Binz zu einem schicken wie stilvollen Seebad – mit prachtvollen Villen im Stil der Bäderarchitektur, Seebrücke und herrlicher Promenade. Warum gerade Binz so boomte? Hier säumt ein endlos langer Sandstrand die sonnenreiche Bucht. Feinsandig, breit, steinfrei und mehr als fünf Kilometer lang, liegt er geschützt in der Prorer Wiek. Vorgelagerte Sandbänke sorgen dafür, dass die Ostseewellen sanft und schwach auf den Sand laufen – perfekt für puren Badespaß für Jung und Alt!

Sonnenbaden vor der einzigartigen Kulisse des Kurhauses Binz.

Tipp: Im Sommer ist der Strand Bühne für das Binzer Sandskulpturenfestival. Dabei wird jedoch nicht der feine Ostseesand verwendet, den die Erosion weich und rund geschliffen hat. Sondern wird junger Sand, hart und kantig, herangekarrt. 16.000 Tonnen waren es 2018, aus denen Sandkünstler Menschen und Monumente für eine sandige Weltreise schufen. Alljährlich wechselt das Thema der größten überdachten Skulpturenschau weltweit. Lassen Sie sich überraschen! Bis in den November hinein ist die sandige Schau geöffnet. Für Kinder gibt es einen eigenen Outdoor-Sandkasten mit dem Spezialsand. Dort können sie selbst Kunstwerke bauen – und Sie vom Liegestuhl aus zugucken.
https://sandfest-ruegen.de/

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6. Naturerbezentrum Rügen

Im Osten von Rügen, zwischen dem Jasmunder Bodden und Prorer Wiek, können Sie die Natur von Rügen mit ihren Ökosystemen Wald, Offenland und Feuchtgebiet ganz hautnah erleben. Los geht‘s auf dem 1.250 m langen Baumwipfelpfad, der mit maximal sechs Prozent Steigung so flach angelegt ist, dass man ihn auch gut mit  Kinderwagen oder Rollstuhl meistern kann. Stufenlos geht es immer höher hinauf bis zum Adlerhorst. Vom höchsten Punkt der 40 m langen Aussichtsplattform, deren Form das Nest eines Raubvogels aufgreift, blickt man aus 82 m Höhe über die Insel. Bei klarer Sicht sieht man sogar die Kirchturmspitzen von Stralsund und die Pylone der Rügenbrücke!

Der Aussichtsturm erlaubt einen weiten Blick über die beeindruckenden Baumkronen des Buchenmischwaldes.

Zurück auf dem Waldboden, kommt man vorbei am sanierten Forsthaus Prora zum Infozentrum, wo im Rahmen von Dauer- und Wechselausstellungen die Feuersteinfelder von Rügen präsentiert werden … und auch verraten wird, wie Prora zum nationalen Naturerbe wurde. Die gesamte Anlage ist sehr familienfreundlich – mit Erlebnis- und Spielstationen auf dem Baumwipfelpfad, kindgerechter Ausstellung und großem Abenteuerspielplatz.

Tipp: Wer nach diesem Aufstieg hungrig ist, der kann sich im Boomhus mit frischer Küche aus der Region oder einem Bio-Menü für neue Abenteuer stärken!
http://www.nezr.de/nezr/info/essen-trinken/index.php

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7. Jagdschloss Granitz

Zwischen hohen Buchen ragt auf einer Hügelkuppe bei Binz majestätisch das alte Jagdschloss des Fürsten Wilhelm Malte I. Mit seinen vier markanten Ecktürmen erinnert es ein wenig an ein Kastell. Besichtigen Sie erst die historischen Prunkräume im Innern – und besteigen Sie dann den 38 m hohen Mittelturm mit seiner freitragenden, kunstvoll mit Ornamenten durchbrochenen Wendeltreppe aus Gusseisen. Nach 154 Stufen  erwartet Sie ein phänomenaler Weitblick vom höchsten Aussichtspunkt der Insel! Schwindelfrei sollten Sie allerdings sein – die Wendeltreppe lässt den Blick nach unten offen…

Hoch oben auf einem Berg thront „die Krone Rügens“ und verspricht die schönste Aussicht über die Insel.

Das Jagdschloss auf dem 107 m hohen Tempelberg im naturgeschützten Waldgebiet der Granitz gehört seit 1991 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen. Im Infozentrum neben dem Schloss kann man sich Anregungen zu Ausflügen und Wanderungen holen: Teufelsschlucht und Schwarzer See warten auf Sie!

Tipp: Hunger und Durst können in der „Alte Brennerei“ im Gewölbekeller gestillt werden. Die urige Atmosphäre passt perfekt zum deftigen Essen. http://www.alte-brennerei.com/

8. Rasender Roland

Seit 1895 schnauft und rattert sie über die Insel und verbindet die Seebäder von Rügen: die Rügensche BäderBahn, die alle liebevoll neckend den Rasenden Roland nennen – denn unterwegs ist die  dampflokbetriebene Schmalspurbahn nur mit Tempo 30. Das ganze Jahre hindurch verkehrt sie zwischen Putbus über Binz, Sellin und Baabe nach Göhren.

Mit dem Rasenden Roland lässt sich die Insel gemütlich erkunden.

In der Saison, und damit an 100 Tagen im Jahr, fährt der Rasende Roland zusätzlich auch von Lauterbach Mole ab. Hinter dem Halt in Binz-Ost beginnt nach der Kreuzung mit der Landstraße ldas steilstes Stück der Strecke für die kleine Lok. Langsam arbeitet sie sich in großen Bögen den Südhang der Granitz hinauf bis zum Haltepunkt Jagdschloss – ein Erlebnis, besonders in den offenen Wagen der BäderBahn!

Tipp: Verpassen Sie auch nicht ihren nostalgischen Büffetwagen! Dort bullert im Winter der Ofen, schmoren Bratäpfel im Ofen – und werden immer wieder Ausstellungen und Kleinkunst auf der Schiene gezeigt!
http://ruegensche-baederbahn.de/home.html

9. Residenzstädtchen Putbus

Fürst Wilhelm Malte I. hatte eine Vision.  Ein idealer Ort, ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, Kunst und Landschaft sollte seine Residenzstadt werden. Er schuf: Putbus. Zwar ist sein Schloss seit 1964 verschwunden, doch zauberhaft  ist das Flair des Fürstenstädtchens bis heute. Besonders im Schlosspark, den Malte nach Vorbild englischer Landschaftsparks anlegen ließ. Bummeln Sie vorbei an  Mammut- und Tulpenbäumen hin zum Marstall und zur Orangerie, zwei stilvollen Locations für Konzerte und Kunstausstellungen. Das einstige Affenhaus hat sich in ein Puppen- und Spielzeugmuseum verwandelt, das mit rund 500 Exponaten Erinnerungen an vergangene Kindestage weckt.

Ganz nach englischem Vorbild entstand auch der Circus. Nein, kein Zirkuszelt, sondern ein Rondell mit klassizistischen Fassaden und 19 m hohem Obelisk. Nur wenige Meter weiter kommt man zum Residenztheater. Erleben Sie dort Oper und Schauspiel zur Hochsaison im Sommer! Oder bummeln Sie weiter, vorbei an den Handwerkerhäusern in der August-Bebel-Straße, hin zum Hafen und stärken Sie sich mit Räucherfisch frisch aus dem Ofen!

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10. Koloss von Rügen

„Kraft durch Freude“ (KdF) war das Urlaubsmotto der Nationalsozialisten und in Prora haben sie ihr größtes Feriendorf hinterlassen. Eine gigantische Urlaubsanlage aus Beton, die mit sechsstöckigen Bauten sagenhafte 4,5 km lang den Strand säumt. Was für eine Gigantomanie! Hätten Sie Lust, in solch kargen Zimmern mit Lautsprechern, aus denen einst die Parolen klangen, Ihre Ferien zu verbringen? Das 12,5 qm große Musterzimmer mit zwei Betten und Gemeinschaftsbad auf dem langen Flur verbreitet nicht Freude, sondern Grusel. Es ist eines der Highlights eines Museums, das auch die DDR-Geschichte des Mammutbaus aufarbeitet.

Der Koloss von Rügen – heute noch Zeuge von Hitlers Größenwahn.

Neben dem Museum kann man in einer Trödelhalle Wimpel, Ansichtskarten und andere Reminiszenzen der ehemaligen  DDR finden. Wenige Meter weiter präsentiert das Eisenbahn- und Technikmuseum nostalgische Dampfloks und stilvolle Oldtimer. Draußen hat sich das Urlaubsangebot längt völlig gewandelt. Und zaubert sofort strahlende Gesichter. Wie der Seilgarten Prora, der mit 13 Parcours und 17 rasanten Seilbahnen spannende Kletterpartien garantiert. Mutige Gratwanderungen in luftiger Höhe, Balanceakte auf dünnen Seilen, freihängende Kletterwände oder einen Tarzan-Sprung!

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