10 kuriose Weihnachtstraditionen aus Europa

Weihnachten ist ein Fest der Familie und somit auch der Traditionen. Egal wohin es einen treibt, man stößt auf schöne, aber vor allem auch auf viele kuriose Traditionen. Wir haben uns in Europa umgeschaut und die 10 kuriosesten Weihnachtstraditionen gesammelt.

1. Spanien: Klopfen auf Holz

Schon ab dem achten Dezember stellen die Katalanen einen hohlen Baumstamm vor ihre Tür, der vorher mit einem Gesicht bemalt wird: der Tió de Nadal. An Heiligabend ist es dann soweit und die Kinder dürfen singend auf den Baumstamm einschlagen, in der Hoffnung, dass dieser Geschenke für sie hat. Und natürlich gibt der Baumstamm die Geschenke frei, die die Eltern dort vorher platziert haben.

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Hier der Tió de Nadal in einer kleinen Variante, bemalt von einem Kind

2. Tschechien: Heiratswillige Frauen

Viele Traditionen in Tschechien drehen sich um die Vorhersage der Zukunft. Vor allem ledige Frauen können an Weihnachten einen Blick in diese werfen. Alles dreht sich um die Frage: Werde ich im nächsten Jahr heiraten? Um das herauszufinden stellen sich die ledigen Frauen an Heiligabend mit dem Rücken zur Tür und werfen ihren Schuh über die Schulter. Zeigt die Spitze des Schuhs nach draußen, werden sie im nächsten Jahr heiraten. Wer es spannender haben möchte, stellt am vierten Dezember einen Kirschzweig ins Wasser. Wenn dieser bis Heiligabend blüht, läuten im kommenden Jahr die Hochzeitsglocken.

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Traditionen hin oder her: Prag ist ein tolles Reiseziel für die Weihnachtszeit

3. Russland: Bei Anruf Liebe

Auch bei den russischen Frauen geht es romantisch zu, denn es geht auf Männerschau. In Russland wird Weihnachten traditionell erst ab dem siebten Januar gefeiert. Das nehmen die Damen zum Anlass, um ab dem sechsten Januar zwölf Tage lang ihren zukünftigen Ehemann zu suchen. Und wie findet man den Richtigen in 12 Tagen? Man gibt wahllos Nummern ins Telefon ein und der Mann, der abhebt, soll dann der Zukünftige sein. Unklar ist, wie viele Männer in dieser Zeit einen großen Bogen, um das Telefon machen.

Russlands Frauen versuchen ihr Liebesglück über das Telefon

4. Dänemark: Ein Elf treibt sein Unwesen

Ein ganz besonderer Schelm macht es sich zur Weihnachtszeit in dänischen Häusern gemütlich: der kleine Elf Nisse. Nisse ist schnell beleidigt und spielt den Bewohnern viele Streiche. So stellen die Familien ihm Haferbrei hin in der Hoffnung, dass sie von seinen spitzbübischen Taten verschont bleiben. Ist man dieser Tage in den sozialen Medien unterwegs, sieht man dass Nisse es schon über die Grenzen von Dänemark geschafft hat, denn auch hierzulande, zieht der Elf bei vielen Familien ein. Er spielt Streiche, bringt aber auch Geschenke oder fordert mit kleinen Briefen Hilfe an. Hier sind der Fantasie der Eltern keine Grenzen gesetzt: ein Spaß für die ganze Familie.

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Wie Nisse wirklich aussieht weiß man nicht genau, denn er lässt sich nie blicken

5. Schweden: Kalle Anka versammelt sie alle

Die schwedische Weihnachtstradition findet jedes Jahr an Heiligabend um 15 Uhr statt, denn an diesem Tag zu immer der gleichen Uhrzeit findet sich die Familie vor dem Fernseher zusammen. Und was wird geschaut? Die Weihnachtsfolgen von Kalle Anka. Kalle Anka? Kennen Sie nicht? Es handelt sich hierbei um keinen geringeren als Disneys Donald Duck. Seit 1960 wird immer die gleiche Folge geschaut. Selten werden Sequenzen getauscht, was aber nicht immer auf Anklang stößt. Die Schweden mögen es beständig und so stört es sie nicht, sich jedes Jahr das gleiche anzuschauen. Im Jahr 2016 haben 3,7 Millionen die Weihnachtsfolge von Kalle Anka geschaut. Somit war es in dem Jahr die Sendung mit der höchsten Einschaltquote!

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Kalle Anka ist fester Bestandteil der schwedischen Weihnachtstraditionen

6. Italien: Die Geschenke kommen auf dem Besen

In Italien bringt traditionell nicht der Weihnachtsmann die Geschenke, sondern La Befana. Eine alte Hexe, die in den Familien am sechsten Januar erwartet wird. Natürlich gibt es aber nur für die braven Kinder Geschenke. Den unartigen Kindern steckt sie ein Stück Kohle in die Socken. Natürlich keine echte Kohle, sondern eine schwarz gefärbte Zuckermasse, die aussieht wie Kohle: carbone dolce.

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La Befana bringt den Kindern die Geschenke in Italien, vor allem den artigen

7. Island: Die Weihnachtskatze lehrt das Gruseln

Wer in Island lebt muss in der Vorweihnachtszeit starke Nerven haben, denn hier treiben Zwerge, Hexen und unheimliche Katzen ihr Unwesen. Besonders  Jolakötturinn, der isländischen Weihnachtskatze, sollte man aus dem Weg gehen. Der Tradition nach gehört die Katze der furchterregenden Hexe Gryla, die in der isländischen Einöde gerne Kinder verspeist. Auch die Weihnachtskatze isst gerne Kinder, am liebsten die, die nicht von ihren Eltern mit neuer warmer  Winterkleidung eingedeckt wurden. Also eigentlich richtet sich der Appell der Katze an die Eltern, sich verantwortungsvoll um ihren Nachwuchs zu kümmern, damit die Katze nicht kommt, um ihn zu holen.

Neben unheimlichen Gestalten, kommt natürlich auch in Island der Weihnachtsmann

8. Spanien: Wer bekommt den Dicken?

Wer in letzter Zeit mit offenen Augen durch die Stadt gegangen ist, hat auch hierzulande vielleicht die großen Plakate gesehen, die Werbung für „El Gordo“, die spanische Weihnachtslotterie, machen. Seit 1812 findet dieses staatliche Glücksspiel am Vormittag des 22. Dezembers statt und fesselt ganz Spanien. Gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme gilt diese Sonderziehung als die größte Lotterie der Welt. In diesem Jahr gibt es eine Gesamtgewinnsumme von 2,3 Milliarden Euro. Die Gewinnchance liegt bei 15% je abgegebenen Tipp – deswegen ist diese Lotterie so beliebt.  Der Hauptpreis nennt sich „El Gordo“, übersetzt der Dicke und die Chance liegt bei 1 zu 100.000 hier zu gewinnen. Zum Vergleich: Bei unserer Lotto-Ziehung 6aus49 liegt die Gewinnchance bei 1 zu 140 Millionen. Sichern Sie sich jetzt noch schnell Ihr Los für die spanische Weihnachtslotterie und erleben Sie dieses besondere Erlebnis der Auslosung!

9. Bulgarien: Geister zu Besuch

In Bulgarien ist man abergläubisch, denn an Heiligabend darf es nur eine ungerade Zahl an Gästen sein und auch die Anzahl der Menügänge ist ungerade. Im Übrigen gibt es am Heiligen Abend nur Vegetarisches. Die Reste werden nicht abgeräumt, erst am nächsten Tag, denn so können sich auch die Geister der Verstorbenen noch in der Nacht bedienen.

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In Bulgarien werden an Weihnachten alle satt, auch die Geister der Ahnen

10. Norwegen: Eine ganze Stadt aus Backwerk

Wer Norwegen in der Weihnachtszeit besucht, sollte unbedingt nach Bergen, denn hier wartet die größte Pfefferkuchenstadt der Welt auf ihre Besucher. Bereits ab Mitte November bis Ende des Jahres können hier ganze Straßenzüge, Miniaturhäuser, Autos, Züge und Boote aus Pfefferkuchenteig bestaunt werden. Dass dieses jedes Jahr auf neue gelingt, ist der Bevölkerung zu danken, denn in jedem Jahr beteiligen sich viele Kindergärten, Schulen, Unternehmen und Privatpersonen daran, dieses Projekt wahr werden zu lassen.

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Eine ganze Stadt aus Lebkuchen kann man im norwegischen Bergen besuchen

Welche Traditionen gibt es in Ihrer Familie zu Weihnachten?

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